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Tränen bei Torwart-Riese
Nach schlimmem Torwart-Patzer: Spaniens Super-Joker macht Traum-Halbfinale perfekt
Die Favoritenrolle im zweiten Viertelfinale war klar verteilt. Am Ende benötigt Spanien gegen Belgien aber das Glück des Tüchtigen. Der Ticker zum Nachlesen.
Fazit: Das Traum-Halbfinale bei der WM ist perfekt – Spanien gegen Frankreich. Dank eines späten Treffers von Joker Mikel Merino (88. Minute), der nur wenige Sekunden zuvor eingewechselt worden war, macht der Favorit das 2:1 perfekt. Zuvor hatten Fabian Ruiz für Spanien (30.) und Charles De Ketelaere für Belgien (41.) getroffen. Am Ende wird es dramatisch, denn Belgiens Torwart-Riese Thibaut Courtois muss in der 71. Minute verletzt vom Platz. Dessen Ersatz Senne Lammens patzt dann vor dem spanischen Siegtreffer schwer.
Erstmeldung: Der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente erwartet von Jungstar Lamine Yamal im Viertelfinale der WM gegen Belgien eine Leistungssteigerung. „Er hat unglaubliches Potenzial, aber wir haben den besten Lamine noch nicht gesehen“, sagte er vor dem Spiel am Freitag in Los Angeles (21 Uhr – alle TV-Infos hier). Der 19-Jährige kam bei fünf Einsätzen erst auf einen Treffer, beim 4:0 gegen Saudi-Arabien.
Mit der Einstellung Yamals hätten die bislang eher unauffälligen Auftritte aber nichts zu tun, versicherte de la Fuente. „Seine Motivation ist hoch, man muss ihn sogar zurückhalten“, sagte er. Klar sei: Dass Yamal sein Können zeige, „das muss noch kommen“. Aber, ergänzte Spaniens Trainer, er gehe davon aus, dass dies nur eine Frage der Zeit sei: „Er wird performen.“
WM-Viertelfinale: Wahrt Spanien gegen Belgien die weiße Weste?
Die Rolle des Favoriten gegen Belgien wies de la Fuente, dessen Mannschaft bei der WM bislang kein Gegentor kassiert hat, nicht von sich. „Ich habe keine Angst davor, Favorit zu sein“, sagte er, „aber es gibt keine Favoriten, es kann im Spiel immer etwas passieren, dass das ändert.“
Nicht passieren wird, dass Spanien nicht auf das Schießen von Elfmetern vorbereitet sein wird. Nicht bei einem Strafstoß während des Spiels, nicht nach einem Unentschieden nach Verlängerung. Auch über die Qualitäten von Belgiens Torhüter Thibaut Courtois wisse man Bescheid, sagte de la Fuente: „Wir haben alle Situationen durchgespielt, das gibt uns Selbstvertrauen.“
Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht
Belgiens Trainer Rudi Garcia hatte hingegen mit ganz anderen Thematiken zu tun auf der Pressekonferenz. Nach eigenen Worten mache er sich keine Sorgen wegen einer möglicherweise feindseligen Stimmung im Stadion. Belgien hatte im Achtelfinale den Co-Gastgeber USA mit 4:1 besiegt, nachdem es viel Wirbel um die zur Bewährung ausgesetzte Rote Karte für US-Profi Folarin Balogun gegeben hatte.
„Wir haben die USA gerade erst geschlagen in einem Spiel, in dem jeder gegen uns war, also kann es morgen nicht komplizierter sein“, sagte Garcia vor dem Duell im Los-Angeles-Stadion. „Ich weiß nicht, wie es morgen sein wird, aber es sind nicht die Zuschauer, die Tore schießen. Wir spielen gegen Spanien.“ Garcia lobte den Europameister Spanien: „Wir spielen gegen einen der Favoriten. Wir kennen die Stärken der einzelnen Spieler. Sie sind die besten im Ballbesitz. Sie haben noch kein Tor kassiert in diesem Turnier.“ (rele)