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Nahezu unschlagbar

WM-Tagebuch: Deshalb ist der DFB gegen Curacao unschlagbar

Am 14. Juni startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Curacao in die WM 2026. Das Datum hat dabei in der Fußball-Geschichte eine besondere Bedeutung.

Falls jemand, dem der deutsche Fußball am Herzen liegt, Bange haben sollte vor dem WM-Auftakt am Sonntag gegen Curacao – dafür gibt es keinen Anlass. Die Nationalmannschaft würde auch gegen eine Weltauswahl gewinnen, denn: Das Spiel findet am 14. Juni statt. An diesem Tag ist sie unschlagbar.

Am 14. Juni 2006 entschied Lukas Podolski das Spiel gegen Polen mit seiner Vorlage zum 1:0-Siegtreffer.

Die deutschen WM-Spiele, die an einem 14. Juni stattfanden: 1970 nach Verlängerung 3:2 gegen England (berühmteste Szene: Uwe Seelers Tor per Hinterkopf). 1974 glückt der WM-Auftakt gegen Chile (1:0). Heim-WM 2006: das 1:0 in Dortmund gegen Polen, Odonkor auf Neuville. 1978 gab es auch noch ein 14.-Juni-Spiel: 0:0 gegen Italien, dadurch war nichts verloren (das geschah erst Tage später gegen Österreich).

Deutschland geht mit positiver Historie in das WM-Spiel am 14. Juni

Auch bei Europameisterschaften war der 14. Juni ein Tag des Erfolgs. 1972 Halbfinalsieg gegen Belgien (Heimteam) mit 2:1. 1980 das 3:2 gegen die Niederlande (Debüt von Lothar Matthäus). 1988 ein 2:0 über Dänemark. 2024, wir haben es noch frisch in Erinnerung: fulminanter Turnierstart mit einem 5:1 gegen Schottland. Gut, wir sollten einen Nicht-Sieg nicht verschweigen: Der 14. Juni 1984 brachte ein schmuckloses 0:0 gegen Portugal. Doch auch hier gilt: Nicht verloren, die Null stand.

Warum dem Verfasser dieses Textes diese Verlässlichkeit der Historie aufgefallen ist? Nun, der 14. Juni ist der Tag, an dem er sich jährt. Seit Mexiko 1970 verspürt er die Gewissheit: Die Welt meint es gut mit ihm an seinem Ehrentag. Immer wenn ein Turnierspielplan festgezurrt wurde und Deutschland an einem 14. Juni dran war – das musste ein Zeichen sein.

WM 2026: In diesen Stadien wird bei der Mega-Weltmeisterschaft gespielt

Vancouver/Kanada: BC Place Stadium. Kapazität: 21 000-54 320.
Vancouver/Kanada: BC Place Stadium. Kapazität: 21.000-54.320. © IMAGO/Anne-Marie Sorvin
Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer. Kapazität: 51.000.
Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer. Kapazität: 51.000. © IMAGO/Jorge Martinez
Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron. Kapazität: 45.500.
Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron. Kapazität: 45.500.  © IMAGO/Carlos Zepeda
Toronto/Kanada: BMO Field. Kapazität: 30.991.
Toronto/Kanada: BMO Field. Kapazität: 30.991. © IMAGO/Tom Szczerbowski
Seattle: Lumen Field. Kapazität: 67.000.
Seattle: Lumen Field. Kapazität: 67.000.  © IMAGO/Joe Nicholson
Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion. Kapazität: 81.070.
Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion. Kapazität: 81.070. © imago sportfotodienst
Miami: Hard Rock Stadium. Kapazität: 65.326.
Miami: Hard Rock Stadium. Kapazität: 65.326. © IMAGO/Jasen Vinlove
San Francisco: Levi‘s Stadium. Kapazität: 68.500.
San Francisco: Levi‘s Stadium. Kapazität: 68.500.  © Douglas Stringer/Icon Sportswire via www.imago-images.de
Philadelphia: Lincoln Financial Field. Kapazität: 69.176.
Philadelphia: Lincoln Financial Field. Kapazität: 69.176. © IMAGO/Andy Lewis/Icon Sportswire
Dallas: A&T-Stadium. Kapazität: 80.000 bis 108.713
Dallas: A&T-Stadium. Kapazität: 80.000 bis 108.713 © Imago/Robin Alam/Icon Sportswire
New York/ New Jersey: MetLife Stadium. Kapazität: 82.500.
New York/ New Jersey: MetLife Stadium. Kapazität: 82.500. © IMAGO/Dennis Schneidler
Los Angeles: SoFi Stadium. Kapazität: 70.270 bis 100.240
Los Angeles: SoFi Stadium. Kapazität: 70.270 bis 100.240 © IMAGO/Kirby Lee
Kansas City: Arrowhead Stadium. Kapazität: 76.416
Kansas City: Arrowhead Stadium. Kapazität: 76.416 © Imago/Robin Alam/Icon Sportswire
Houston: NRG Stadium. Kapazität: 71.500
Houston: NRG Stadium. Kapazität: 71.500 © Imago/John Glaser
Boston: Gilette Stadium. Kapazität: 68.756.
Boston: Gilette Stadium. Kapazität: 68.756. © IMAGO/Marc Schueler
Atlanta: Mercedes-Benz Stadium. Kapazität: 71.000
Atlanta: Mercedes-Benz Stadium. Kapazität: 71.000  © Imago/ Cecil Copeland

Der 14. Juni gehörte lange mir allein – bis eine Tennisspielerin berühmt wurde. Da begann ich zu hören: „Oh, du hast am gleichen Tag Geburtstag wie Steffi Graf.“ Ich korrigierte: Nein, sie hat am gleichen Tag wie ich. Denn ich bin schon (acht Jahre) länger da. Es war mein 14. Juni.

In den vergangenen Jahren hat sich meine Wahrnehmung des 14. Juni aber leicht verändert. Ich bekomme nun mit den Glückwünschen entgegengekickert: „Oh, du hast mit Donald Trump Geburtstag.“ Und stimmt: Ihm gehört der 14. Juni schon viel länger. Deutschland wird gegen Curacao auch für ihn gewinnen. Mist.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa | Youri Kochetkov

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