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Entlassung nach erstem Gruppenspiel
WM erlebt wohl ersten Trainer-Knall – bayerischer Kultprofi mittendrin
Nach dem WM-Debakel gegen Schweden soll Tunesiens Trainer Sabri Lamouchi entlassen worden sein – das könnte auch Folgen für seinen deutschen Co-Trainer Michael Hefele haben.
Vier Tage. Mehr Zeit hat die WM 2026 offenbar nicht gebraucht, um ihren ersten großen Paukenschlag zu erleben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der tunesische Fußballverband seinen Nationaltrainer Sabri Lamouchi nach nur einem einzigen Gruppenspiel vor die Tür gesetzt haben. Tunesien verlor den Auftakt mit 1:5 gegen Schweden.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Noch bevor das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko also richtig Fahrt aufnimmt, droht dem afrikanischen WM-Teilnehmer das frühe Aus – nicht nur sportlich, sondern auch auf der Trainerbank. Und mitten in diesem Schlamassel steckt ein Mann, den vor allem die Fans von Dynamo Dresden und Huddersfield Town in bester Erinnerung haben: Michael Hefele. Auch der deutsche Kultprofi, der als Co-Trainer mit nach Nordamerika gereist ist, muss nun womöglich schon früher als gedacht die Koffer packen.
Tunesien-Trainer Lamouchi nach nur einem Spiel entlassen – mit Folgen für bayerischen Kultprofi Hefele?
„Es ist eine schwierige und schmerzhafte Niederlage. Mit so einem Ergebnis in ein Turnier zu starten, ist extrem hart“, fand Lamouchi nach der deutlichen 1:5-Pleite gegen Schweden in der Mixed Zone klare Worte. „Aber wir haben unseren Stolz. Wir müssen jetzt reagieren und ein anderes Gesicht zeigen.“ Doch genau das dürfte ihm nun verwehrt bleiben. Alle Termine und Ergebnisse gibt’s im WM-Spielplan.
Wie der renommierte Journalist Romain Molina, der unter anderem für die New York Times, den Guardian, die BBC und CNN schreibt, auf der Plattform X berichtete, wurde Lamouchi im Anschluss an eine kurzfristig einberufene Krisensitzung des tunesischen Fußball-Verbandes entlassen. Eine offizielle Stellungnahme steht allerdings noch aus. Welche Partie auf welchem Sender übertragen wird, erfahren Sie im WM-Sendeplan.
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Während die sportliche und personelle Krise Tunesiens die Schlagzeilen dominiert, gerät ein anderer Aspekt aus deutscher Sicht in den Fokus. Michael Hefele, in Fußballdeutschland vor allem als Aufstiegsheld von Dynamo Dresden und Huddersfield Town bekannt, ist als Co-Trainer von Lamouchi mit zur WM gereist. Seit Mitte Januar stand der gebürtige Pfaffenhofener an der Seite des nun offenbar entlassenen Chefcoaches und erlebte damit eine märchenhafte Reise – die nun abrupt zu enden droht.
Hefele, der auch schon bei Ingolstadt, Augsburg, Unterhaching und Greuther Fürth kickte, selbst hatte seine Gefühle vor dem Turnier kaum in Worte fassen können: „Das ist mehr als einmalig. Wann hat man schon mal die Chance, zu einer Weltmeisterschaft zu fahren?“, sagte er damals gegenüber der Bild. Die Verbindung zwischen Hefele und Lamouchi reicht rund acht Jahre zurück. Beim englischen Zweitligisten Nottingham Forest war Lamouchi einst Hefeles Trainer – aus dieser Zeit entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit, die die beiden zuletzt zwei Jahre in Saudi-Arabien fortführten.
Die dramatische Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts. Schon in den Wochen vor dem WM-Start deutete sich an, dass bei den Tunesiern einiges im Argen lag. Bei der Generalprobe gegen Belgien setzte es ein 0:5, zuvor verlor das Team 0:1 gegen Österreich. Unter Lamouchis Regie – er übernahm das Amt erst im vergangenen Januar – holte die Mannschaft in fünf Spielen lediglich einen einzigen Sieg. Nun ist sein Kapitel und womöglich auch das von Hefele beendet. (kus)