„Stars and Stripes“ starten in Heim-WM
Furiose US-Boys lassen Paraguay keine Chance
Die USA feiern bei der WM einen klaren 4:1-Auftaktsieg gegen Paraguay. Der Gastgeber spielt sich zeitweise in einen Rausch und untermauert den eigenen Anspruch.
Fazit: Die US-Amerikaner sind mit einem ungefährdeten Sieg in das Turnier gestartet. Die Gastgeber waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und spielten in der ersten Hälfte den Gegner an die Wand. Besonders Christian Pulisic konnte auf der linken Seite schalten und walten, wie er wollte, während Folarin Balogun als erster US-Amerikaner seit 1930 einen Doppelpack bei einer WM schnürte. Nach der Pause nahmen die US-Boys deutlich an Tempo heraus, Paraguay konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Zwar gelang ihnen in der Schlussphase noch der Anschluss, doch wirklich gefährlich wurden sie nicht mehr. Stattdessen sorgte Giovanni Reyna für einen sehenswerten Abschluss.
Nach den Eröffnungsspielen in Mexiko und Kanada richten sich alle Augen nun auf den US-Bundesstaat Kalifornien, um 3.00 Uhr (MESZ) geht es für die dritten Gastgeber los. Für die junge, hungrige US-amerikanische Nationalmannschaft beginnt das mit Abstand wichtigste Turnier ihrer Karriere. Der Druck im eigenen Land ist spürbar, die Euphorie riesig. Mit dem fünftjüngsten Kader der eigenen WM-Geschichte möchte das Team die heimischen Fans von der ersten Minute an mitreißen.
Kapitän und Leitwolf Christian Pulisic zieht im Mittelfeld die Fäden, während WM-Veteranen wie Weston McKennie und Tim Weah für die nötige Physis und internationale Abgeklärtheit sorgen sollen. Besonders spannend wird es an den Coaching-Zonen. Dieses Duell ist extrem argentinisch geprägt. Auf beiden Seiten stehen sich zwei absolute Taktik-Füchse gegenüber, deren Spielphilosophien von der Schule des amtierenden Weltmeisters beeinflusst sind.
Das große Scheinwerferlicht: Der Co-Gastgeber legt los
Es wird ein intensives Schachspiel auf dem Rasen erwartet, bei dem Nuancen entscheiden. Paraguay wird versuchen, aus einer extrem disziplinierten, tiefen Grundordnung zu operieren, während die US-Amerikaner das Spiel machen müssen und durch schnelles Umschaltspiel über die Flügel zum Erfolg kommen wollen.
Paraguay ist nach 16 Jahren Abstinenz (zuletzt 2010 in Südafrika) wieder zurück auf der ganz großen Fußballbühne. Über Platz sechs in der knallharten CONMEBOL-Qualifikation hat sich die Albirroja das Ticket gelöst und dabei bewiesen, dass sie vor allem eines kann: Favoriten das Leben schwer machen. Prunkstück des Teams ist der unberechenbare Miguel Almirón, der mit seinem Tempo und seiner genialen Übersicht im Konterspiel brandgefährlich ist.
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Das Spiel bedeutet den Auftakt der Gruppe D: Während die Amerikaner vom Heimvorteil in Los Angeles und Seattle profitieren wollen, gilt die spielstarke Türkei als größter Rivale um den Gruppensieg. Australien bringt physische Robustheit und reichlich Turniererfahrung mit, während Rückkehrer Paraguay für seine extrem disziplinierte, schwer zu knackende Defensive bekannt ist. Eine extrem ausgeglichene Gruppe, in der Kleinigkeiten über das Weiterkommen entscheiden werden.
Die Südamerikaner reisen also als Außenseiter an, wittern in der Rolle des Partycrashers aber genau ihre Chance. Es ist das zehnte Aufeinandertreffen der beiden Nationen insgesamt, aber erst das zweite bei einer Weltmeisterschaft. Das erste liegt sage und schreibe 96 Jahre zurück: Bei der allerersten WM-Ausgabe 1930 in Uruguay gewannen die USA mit 3:0. Damals schrieb US-Stürmer Bert Patenaude Geschichte, indem er den allerersten Hattrick der WM-Historie erzielte. Ein gutes Omen für das heutige Duell?
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