Südafrika chancenlos
WM-Gastgeber Mexiko gewinnt Eröffnungsspiel nach Kartenfestival gegen Südafrika
Das WM-Eröffnungsspiel geht verdient an Mexiko. Südafrika hat wenig Plan und macht sich selbst das Leben schwer. Der Ticker zum Nachlesen.
Fazit: WM-Gastgeber Mexiko gewinnt das Eröffnungsspiel verdient mit 2:0 gegen Südafrika. Über weite Strecken des Spiels hatte Mexiko einen deutlich besseren Plan, spielte überlegter und war auch im Gegenpressing deutlich aktiver. Bei Südafrika hingegen war kaum ein Plan erkennbar, die mehrfachen Geschenke an Mexiko machten es dann nicht einfacher. Ein Novum sind zudem die drei Roten Karten im WM-Eröffnungsspiel. So viele gab es noch in keinem Auftaktspiel zuvor.
Vorbericht: Am Donnerstagabend um 21 Uhr (die TV-Informationen) fällt im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt endlich der Startschuss für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (hier zum WM-Spielplan). Mit dem Eröffnungsspiel beginnt ein Turnier, das in seiner Dimension alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. 48 Mannschaften, drei Gastgeberländer, 104 Spiele: Die FIFA hat das weltweit größte Sportereignis neu erfunden.
Den Auftakt macht eine Paarung mit Geschichte. Schon 2010 in Johannesburg standen sich Mexiko und Südafrika gegenüber und trennten sich damals 1:1. Sechzehn Jahre später wiederholt sich das Duell – diesmal im Aztekenstadion, das selbst Weltfußball-Geschichte atmet: 1970 gewann Pelés Brasilien hier den Titel, 1986 schrieb Maradona mit seinem berüchtigten „Hand-Gottes“-Tor gegen England die vielleicht kurioseste Anekdote der Geschichte.
Mexiko empfängt Südafrika zum WM-Eröffnungsspiel im Aztekenstadion
Neben dem sportlichen Aspekt des WM-Auftakts bietet die Partie zwischen Mexiko und Südafrika auch eine künstlerische Komponente. Rund 90 Minuten vor dem Anpfiff verwandelt sich die Arena in eine Bühne für die Eröffnungsfeier: Shakira singt gemeinsam mit Burna Boy den WM-Song „Dai Dai“ – erstmals live vor 83.000 Zuschauern.
Für Mexiko ist dieses Turnier mehr als Sport – es ist ein nationales Ereignis. Die Regierung erklärte den heutigen Tag zum Feiertag, Mexiko-Stadt versank im Verkehrschaos. Trainer Javier Aguirre, ein alter Bekannter der mexikanischen Bank, setzt auf Kapitän Edson Álvarez als Herzstück im Mittelfeld. Das Minimalziel ist klar: Nach dem Vorrundendesaster von 2022 soll die Mannschaft bei der WM 2026 im eigenen Land endlich wieder die K.-o.-Runde erreichen.
WM 2026: In diesen Stadien wird bei der Mega-Weltmeisterschaft gespielt




Auf der anderen Seite steht eine Mannschaft, die allein durch ihre Anwesenheit eine Botschaft sendet. Die „Bafana Bafana“ kehren erstmals seit der eigenen Heim-WM 2010 auf die große Bühne zurück. Der Nationaltrainer Hugo Broos hat das Team auf Kompaktheit und Umschaltspiel getrimmt. Kapitän und Torwart Ronwen Williams gilt als einer der besten Keeper Afrikas, im Angriff sorgt Lyle Foster für die europäische Klasse, Bundesliga-Profi Ime Okon für internationale Erfahrung. (seb)
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