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Große Emotionen

Weltmeister Lukas Podolski krönt sich mit 40 Jahren zum Pokalsieger

Lukas Podolski feiert bald seinen 41. Geburtstag, doch ein wunderschönes Geschenk hat er schon jetzt erhalten. Er schrieb mit seinem Klub Geschichte.

Am 4. Juni wird Lukas Podolski 41 Jahre alt. Kurz vor seinem Ehrentag erlebte der Weltmeister von 2014 nun einen Abend, der denkwürdiger nicht hätte verlaufen können. Mit seinem aktuellen Klub Górnik Zabrze erklomm er den Pokal-Olymp. Für den polnischen Verein war es der erste Titel seit sage und schreibe 45 Jahren. Es wurde Geschichte geschrieben, obwohl das 2:0 gegen Raków Częstochowa wenig spektakulär anmutete.

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Roberto Massimo (32.) und Maksym Khlan (65.) erzielten die wichtigen Tore, Podolski selbst wurde erst ein paar Minuten vor dem Ende der Partie eingewechselt. Das trübte die Freude über den grandiosen Sieg aber keinesfalls, denn die Emotionen waren grenzenlos an diesem Abend. 1972 hatte Górnik letztmals den Pokal gewonnen, was man vier Toren von Klublegende Włodzimierz Lubański zu verdanken hatte.

Lukas Podolski feiert Pokalsieg mit Górnik Zabre

Stanisław Oślizło, mittlerweile 88 Jahre alt, gehört ebenfalls zu den Ikonen des Vereins. Er durfte den Triumph der aktuellen Mannschaft hautnah miterleben. Und nicht nur das: Podolski holte Oślizło während der Siegerehrung zu sich, um gemeinsam mit ihm den Pokal in die Höhe zu stemmen. Ein grandioser Moment für die Fans, die sich gar nicht sattsehen konnten an den Jubelbildern.

Die Geschichte rund um Lukas Podolski und Górnik Zabre klingt beinahe ein wenig kitschig. Seit 2021 ist der ehemalige Bundesliga-Stürmer zurück bei seinem Jugendklub. Nun dürfen sie gemeinsam den größten Erfolg der letzten 45 Jahre feiern. Ob der bald 41-Jährige noch ein Jahr dranhängt? Da sein Vertrag in diesem Sommer ausläuft, ist unklar, ob er seine Karriere fortsetzt.

Von Gerd Müller bis Rudi Völler: Die erfolgreichsten DFB-Torjäger aller Zeiten

Max Morlock (21 Tore) – Max Morlock traf im Finale 1954, beim „Wunder von Bern“. Der Nürnberger war einer der unterschätzten Helden dieses Turniers. Seine Tore waren von historischer Bedeutung.
Max Morlock (21 Tore) – Max Morlock traf im Finale 1954 beim „Wunder von Bern“. Der Nürnberger war einer der unterschätzten Helden dieses Turniers. Seine Tore waren von historischer Bedeutung. © IMAGO
Helmut Rahn (21 Tore) – „Der Boss“ erzielte 1954 das entscheidende Tor im WM-Finale. Dieser Treffer gegen Ungarn machte ihn zur Legende. Rahn steht symbolisch für das Wunder von Bern.
Helmut Rahn (21 Tore) – „Der Boss“ erzielte 1954 das entscheidende Tor im WM-Finale. Dieser Treffer gegen Ungarn machte ihn zur Legende. Rahn steht symbolisch für das Wunder von Bern. © IMAGO/HORSTMUELLER GmbH
André Schürrle (22 Tore) – Der Joker von Rio de Janeiro. Zwei Tore im Halbfinale 2014 und die Vorlage im Finale machten ihn unvergessen. Schürrle war oft dann da, wenn es zählte. Heute ist er als Extremsportler aktiv.
André Schürrle (22 Tore) – Der Joker von Rio de Janeiro. Zwei Tore im Halbfinale 2014 und die Vorlage im Finale machten ihn unvergessen. Schürrle war oft dann da, wenn es zählte. Heute ist er als Extremsportler aktiv. © imago sportfotodienst
Mesut Özil (23 Tore) – Primär Vorlagengeber, aber auch mit feinem Abschluss. 2014 wurde er Weltmeister. Özil prägte eine Ära des technisch anspruchsvollen Offensivspiels.
Mesut Özil (23 Tore) – Primär Vorlagengeber, aber auch mit feinem Abschluss. 2014 wurde er Weltmeister. Özil prägte eine Ära des technisch anspruchsvollen Offensivspiels. © imago sportfotodienst
Lothar Matthäus (23 Tore) – Rekordnationalspieler und Weltmeister 1990, zudem zweimaliger Weltfußballer. Matthäus war als Mittelfeldmotor ebenfalls torgefährlich – besonders aus der Distanz. Seine Vielseitigkeit war außergewöhnlich.
Lothar Matthäus (23 Tore) – Rekordnationalspieler und Weltmeister 1990, zudem zweimaliger Weltfußballer. Matthäus war als Mittelfeldmotor ebenfalls torgefährlich – besonders aus der Distanz. Seine Vielseitigkeit war außergewöhnlich. © IMAGO / Kicker/Eissner
Richard Hofmann (23 Tore) – Stürmer der 1920er- und 30er-Jahre. Hofmann gehörte zu den ersten großen Offensivstars der Nationalelf. Seine Torquote war für die damalige Zeit bemerkenswert. (Bild: mitte)
Richard Hofmann (23 Tore) – Stürmer der 1920er- und 30er-Jahre. Hofmann gehörte zu den ersten großen Offensivstars der Nationalelf. Seine Torquote war für die damalige Zeit bemerkenswert. (Bild: mitte) © IMAGO
Bastian Schweinsteiger (24 Tore) – Eigentlich Mittelfeldstratege, doch immer mit Zug zum Tor. 2014 führte er das Team mit unerschütterlichem Willen zum WM-Titel. Seine Treffer kamen oft zum richtigen Zeitpunkt.
Bastian Schweinsteiger (24 Tore) – Eigentlich Mittelfeldstratege, doch immer mit Zug zum Tor. 2014 führte er das Team mit unerschütterlichem Willen zum WM-Titel. Seine Treffer kamen oft zum richtigen Zeitpunkt. © imago sportfotodienst
Timo Werner (24 Tore) – Seine größte Stärke ist das Tempo in die Tiefe. Werner war besonders in Umschaltmomenten brandgefährlich. Trotz Kritik blieb seine Quote solide.
Timo Werner (24 Tore) – Seine größte Stärke war das Tempo in die Tiefe. Werner zeigte sich besonders in Umschaltmomenten brandgefährlich. Trotz Kritik blieb seine Quote solide. © imago sportfotodienst
Serge Gnabry (25 Tore) – Explosiv, variabel, torgefährlich von außen. Gnabry startete mit einer beeindruckenden Trefferquote in seine DFB-Karriere. In Topform ist er kaum zu stoppen.
Serge Gnabry (25 Tore) – Explosiv, variabel, torgefährlich von außen. Gnabry startete mit einer beeindruckenden Trefferquote in seine DFB-Karriere. In Topform ist er kaum zu stoppen. © IMAGO/Markus Ulmer
Edmund Conen (27 Tore) – Der Mann des ersten deutschen WM-Hattricks 1934 gegen Belgien. Conen war einer der prägenden Angreifer der Vorkriegszeit.
Edmund Conen (27 Tore) – Der Mann des ersten deutschen WM-Hattricks 1934 gegen Belgien. Conen war einer der prägenden Angreifer der Vorkriegszeit. © IMAGO
Andreas Möller (29 Tore) – Technisch versierter Spielmacher mit Torgefahr. Weltmeister 1990 und Europameister 1996. Möller kombinierte Kreativität mit Abschlussstärke.
Andreas Möller (29 Tore) – Technisch versierter Spielmacher mit Torgefahr. Weltmeister 1990 und Europameister 1996. Möller kombinierte Kreativität mit Abschlussstärke. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL via www.imago-images.de
Ernst Lehner (31 Tore) – Offensivspieler der 1930er-Jahre. Lehner gehörte zur WM-Elf 1934, die Dritter wurde. Einer der frühen Torjäger der DFB-Geschichte.
Ernst Lehner (31 Tore) – Offensivspieler der 1930er-Jahre. Lehner gehörte zur WM-Elf 1934, die Dritter wurde. Einer der frühen Torjäger der DFB-Geschichte. © IMAGO
Mario Gomez (31 Tore) – Der klassische Strafraumstürmer der 2000er-Jahre. Robust, kopfballstark, konsequent im Abschluss. Gomez war bei mehreren Turnieren verlässliche Option.
Mario Gomez (31 Tore) – Der klassische Strafraumstürmer der 2000er-Jahre. Robust, kopfballstark, konsequent im Abschluss. Gomez war bei mehreren Turnieren eine verlässliche Option. © imago sportfotodienst
Klaus Fischer (32 Tore) – Berühmt für seine Fallrückzieher. Fischer war 1982 WM-Finalist und einer der spektakulärsten Abschlussspieler seiner Zeit.
Klaus Fischer (32 Tore) – Berühmt für seine Fallrückzieher. Fischer war 1982 WM-Finalist und einer der spektakulärsten Abschlussspieler seiner Zeit. © imago sportfotodienst
Fritz Walter (33 Tore) – Kapitän der „Helden von Bern“. 1954 führte er Deutschland sensationell zum WM-Titel. Walter stand für Spielintelligenz und Fairness.
Fritz Walter (33 Tore) – Kapitän der „Helden von Bern“. 1954 führte er Deutschland sensationell zum WM-Titel. Walter stand für Spielintelligenz und Fairness. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Oliver Bierhoff (37 Tore) – Der Mann für die großen Momente. Sein Golden Goal im EM-Finale 1996 machte ihn unsterblich. Kopfballstärke und Timing zeichneten ihn aus.
Oliver Bierhoff (37 Tore) – Der Mann für die großen Momente. Sein Golden Goal im EM-Finale 1996 machte ihn unsterblich. Kopfballstärke und Timing zeichneten ihn aus. © imago sportfotodienst
Michael Ballack (42 Tore) – Als offensiver Mittelfeldspieler außergewöhnlich torgefährlich. Der „Capitano“ führte Deutschland 2002 ins WM-Finale und war Spezialist für wichtige Treffer. Führungsfigur einer Übergangsgeneration.
Michael Ballack (42 Tore) – Als offensiver Mittelfeldspieler außergewöhnlich torgefährlich. Der „Capitano“ führte Deutschland 2002 ins WM-Finale und war Spezialist für wichtige Treffer. Führungsfigur einer Übergangsgeneration. © imago sportfotodienst
Uwe Seeler (43 Tore) – Ein Vorbild an Loyalität und Kopfballstärke. Seeler traf bei vier Weltmeisterschaften und war Kapitän der legendären 66er-Elf. Seine Bodenständigkeit und seine Loyalität zum Hamburger SV machten ihn zur Ikone.
Uwe Seeler (43 Tore) – Ein Vorbild an Loyalität und Kopfballstärke. Seeler traf bei vier Weltmeisterschaften und war Kapitän der legendären 66er-Elf. Seine Bodenständigkeit und seine Loyalität zum Hamburger SV machten ihn zur Ikone. © imago sportfotodienst
Thomas Müller (45 Tore) – Der Raumdeuter mit unorthodoxem Stil. Müller traf bei Welt- und Europameisterschaften regelmäßig und war 2010 WM-Torschützenkönig. Seine Spielintelligenz macht ihn bis heute einzigartig.
Thomas Müller (45 Tore) – Der Raumdeuter mit unorthodoxem Stil. Müller traf bei Weltmeisterschaften regelmäßig und war 2010 sogar WM-Torschützenkönig. Seine Spielintelligenz macht ihn bis heute einzigartig. © imago sportfotodienst
Karl-Heinz Rummenigge (45 Tore) – Elegant, technisch stark und torgefährlich. Rummenigge war zweimal Europas Fußballer des Jahres. In den späten 70ern und frühen 80ern war er das Gesicht der DFB-Offensive.
Karl-Heinz Rummenigge (45 Tore) – Elegant, technisch stark und torgefährlich. Rummenigge war zweimal Europas Fußballer des Jahres. In den späten 70ern und frühen 80ern war er das Gesicht der DFB-Offensive. © imago sportfotodienst
Rudi Völler (47 Tore) – Der Mittelstürmer mit Schnäuzer war ein klassischer Vollstrecker. 1990 wurde er Weltmeister, später führte er das Team als Trainer ins WM-Finale 2002. Völler verkörperte Einsatz und Instinkt.
Rudi Völler (47 Tore) – Der Mittelstürmer mit Schnäuzer war ein klassischer Vollstrecker. 1990 wurde er Weltmeister, später führte er das Team als Trainer ins WM-Finale 2002. Völler verkörperte Einsatz und Instinkt. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Jürgen Klinsmann (47 Tore) – Dynamisch, international erfahren, eiskalt im Abschluss. Klinsmann führte Deutschland 1990 zum WM-Titel und 1996 zum EM-Triumph. Seine Beweglichkeit prägte das moderne Stürmerspiel.
Jürgen Klinsmann (47 Tore) – Dynamisch, international erfahren, eiskalt im Abschluss. Klinsmann führte Deutschland 1990 zum WM-Titel und 1996 zum EM-Triumph. Seine Beweglichkeit prägte das moderne Stürmerspiel. © imago sportfotodienst
Lukas Podolski (49 Tore) – Der Linksfuß überzeugte mit wuchtigen Distanzschüssen und emotionaler Präsenz. 2014 wurde er Weltmeister, 2017 verabschiedete er sich mit einem Traumtor gegen England. Podolski war Publikumsliebling und Leistungsträger zugleich.
Lukas Podolski (49 Tore) – Der Linksfuß überzeugte mit wuchtigen Distanzschüssen und emotionaler Präsenz. 2014 wurde er Weltmeister, 2017 verabschiedete er sich mit einem Traumtor gegen England. Podolski war Publikumsliebling und Leistungsträger zugleich. © imago sportfotodienst
Gerd Müller (68 Tore) – „Der Bomber der Nation“ war im Strafraum kaum zu verteidigen. Mit seinem Siegtreffer im WM-Finale 1974 schrieb er Geschichte. Seine Quote ist bis heute legendär.
Gerd Müller (68 Tore) – Der „Bomber der Nation“ war im Strafraum kaum zu verteidigen. Mit seinem Siegtreffer im WM-Finale 1974 schrieb er Geschichte. Seine Quote ist bis heute legendär. © imago sportfotodienst
Miroslav Klose (71 Tore, 137 Spiele) – Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft war kein spektakulärer Dribbler, sondern ein Meister der Laufwege, des Timings und der Lüfte. Bei vier Weltmeisterschaften traf er zuverlässig – 2014 krönte er sich zudem zum alleinigen WM-Rekordtorschützen. Klose stand für Effizienz und Turniermentalität.
Miroslav Klose (71 Tore) – Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft war kein spektakulärer Dribbler, sondern ein Meister der Laufwege, des Timings und der Lüfte. Bei vier Weltmeisterschaften traf er zuverlässig – 2014 krönte er sich zudem zum alleinigen WM-Rekordtorschützen. Klose stand für Effizienz und Turniermentalität. © imago sportfotodienst

Sollten sich der langjährige Kölner und sein Verein auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, würde die Europa-League-Qualifikation auf Podolski warten. Durch den Pokalsieg ist Górnik Zabre dazu berechtigt, an der dritten Quali-Runde teilzunehmen. Zudem fließen rund eine Million Euro als Preisgeld auf das Vereinskonto. Ob Podolski in 40 Jahren selbst die Klubikone ist, die vom aktuellen Team zur Titelfeier auf den Rasen geholt wird? (is)

Rubriklistenbild: © Imago / Osnapix

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