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Vor Abgang nach Katar
Warum der Verkauf von Tuta für Eintracht zum Gewinn werden kann
Eintracht Frankfurt hat Tuta für Gespräche freigestellt. Den Brasilianer zieht es nach Katar. Die Hessen erzielen damit einen wichtigen Deal.
Frankfurt – Der bevorstehende Abgang von Tuta in Richtung Katar bewegt das Umfeld von Eintracht Frankfurt. Der Vertrag des Brasilianers läuft im kommenden Sommer aus, Sportvorstand Markus Krösche hatte lange Zeit an einer Verlängerung geschraubt. Inzwischen riecht es nach Trennung. Der neue Klub soll Al-Duhail SC heißen. Der Verein aus der katarischen Hauptstadt Doha zeigt sich bereit, 15 Millionen Euro auf das Konto der Eintracht zu überweisen. Diese Summe bleibt wohl komplett bei den Hessen!
Als Tuta im Mai 2022 seinen Kontrakt noch einmal verlängert hatte, konnte Frankfurt nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, dessen Heimatklub São Paulo die Weiterverkaufsbeteiligung von 30 Prozent abkaufen. Somit ist dieser Transfer in seiner Gesamtheit als Coup zu bezeichnen. Innenverteidiger, die in der Regel in diesem Alterssegment nicht so teuer sind, bei einer Restlaufzeit von elf Monaten für diesen Betrag zu verkaufen, ist stark ausgehandelt.
Muss die Eintracht bei Tuta-Abgang überhaupt aktiv werden?
Die Verantwortlichen sehen sich auch bei einem Tuta-Abgang defensiv schon gut aufgestellt. Mit Robin Koch, Arthur Theate, Nnamdi Collins und Aurèle Amenda stehen Trainer Dino Toppmöller vier Abwehrspieler mit verschiedenen Profilen zur Verfügung. Sollten alle Stricke reißen, kann auch Rasmus Kristensen in die Mitte rücken. Somit würden auch die Einsatzchancen von Eigengewächs Elias Baum etwas steigen.
Ob Krösche tatsächlich noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, bleibt zu diesem Zeitpunkt daher noch offen. Einen Schnellschuss wird es keinesfalls geben. Vor allem bei Amenda und Collins besteht noch große Hoffnung auf weitere Leistungssprünge. Daher kann das zu erwartende Geld zunächst für andere Positionen verwendet werden.
Allerdings ist der Abgang von Tuta, der monatelang verletzt ausfiel, noch nicht fix. Der 26-Jährige stieg zwar wieder ins Mannschaftstraining ein, dennoch bleibt der Medizincheck als letzte Hürde. Er soll in Katar einen lukrativen, langfristig laufenden Vertrag erhalten. Tuta kam im Januar 2019 nach Frankfurt. Mit Ausnahme einer einjährigen Leihe nach Kortrijk blieb er Frankfurt treu und stieg 2022 zu einem der Europa-League-Helden auf.
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Toppmöller jedenfalls wird den Abschied des Allrounders bedauern. Er legte sich zuletzt verbal noch einmal ins Zeug: „Ich nehme Tuta sehr positiv wahr. Er war nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Vorgängern, absoluter Stammspieler. Tuta hat eine Gewichtigkeit in dem gesamten Konstrukt. Er erfährt eine hohe Wertschätzung bei uns.“ Wenige Tage später ist er offiziell „freigestellt“ für Gespräche mit dem neuen Klub. Eine Ära neigt sich nach 187 Pflichtspielen für Eintracht Frankfurt dem Ende zu.