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Enttäuschender Turnierstart wirkt nach
Türkei-Trainer kontert Kritiker vor drohendem WM‑Aus mit Weltmeister-Spruch
In der Türkei liegen nach dem enttäuschenden WM-Start die Nerven blank. Auswahltrainer Vincenzo Montella wehrt sich gegen die Kritik.
In der Türkei herrscht nach dem enttäuschenden Auftakt in die Weltmeisterschaft 2026 pure Enttäuschung. Galt die türkische Nationalmannschaft vor Turnierstart ob der starken Kader-Qualität für viele noch als Geheimfavorit, ist nach der 0:2-Niederlage gegen Australien von der Euphorie nur noch wenig zu spüren. Die türkischen Medien gehen mit der Nationalmannschaft hart ins Gericht und auch die Fans sind erwartungsgemäß bedient.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Für Türkei-Trainer Vincenzo Montella ist die Kritik völlig überzogen, er bemängelt den Umgang mit der Nationalmannschaft deutlich. „Dieses Chaos enttäuscht mich sehr“, wütete er vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Paraguay (20. Juni, 5 Uhr, alle TV-Infos) und verwies auf die Entwicklung seines Teams: „Diese Mannschaft hat in den letzten drei Jahren großartige Ergebnisse erzielt, und ich finde, wir verdienen ein wenig mehr Respekt nach dem ersten Spiel, auch wenn wir es besser hätten machen können.“
Türkei nach enttäuschendem WM-Start unter Druck – Montella rechnet mit Kritikern ab
Insbesondere Montella, der seit September 2023 im Amt ist, wird in der Türkei oftmals kritisch gesehen. Jetzt gibt der 52-Jährige Kontra: „Wir haben dieses Spiel mit klarem Kopf vorbereitet, obwohl um uns herum so viel Chaos war. Ich beziehe mich nicht auf alle Medien, aber es gibt ein paar Individuen, die für Wirbel sorgen.“ Dass es nach dem verpatzten WM-Start Kritik geben würde, war auch Montella bewusst, „aber nicht in diesem Ausmaß“.
Und dennoch ist die Situation ernst. Bei einer Niederlage gegen Paraguay und einem gleichzeitigen Punktgewinn der USA gegen Australien wäre die Türkei vorzeitig aus der Gruppe ausgeschieden. Daran denkt Montella aber keinesfalls, er lebt die „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ vor. „Wir sind vereinter als je zuvor, um es herumzureißen und nach der Niederlage zurückzuschlagen“, stellte er klar.
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Damit auch die Spieler weiterhin an ein Weiterkommen glauben und innerhalb der Mannschaft bessere Stimmung herrscht als im eigenen Land, durften kürzlich sogar die Familien der Spieler ins Teamcamp reisen. Montella zieht also alle Register – und konnte sich zum Abschluss der Pressekonferenz einen kleinen Seitenhieb gegen die Kritiker nicht verkneifen: „Ich bin sicher: Wenn wir morgen gewinnen, werden einige Leute wieder sagen, wir werden Weltmeister.“ (dwe)