Schlussmann engagiert beim Training
Trotz schwerer Verletzung: Eintracht rechnet mit baldigem Comeback
Trotz seiner schweren Verletzung vor ungefähr zwei Monaten blickt Eintracht Frankfurt optimistisch auf eine baldige Rückkehr von Keeper Kaua Santos.
Frankfurt – Der 17. April dieses Jahres sollte sich für Eintracht Frankfurt zu einem großen Tag entwickeln. Der Aufprall in die Realität? Er war nach dem Aus im Viertelfinale der Europa League gegen die Tottenham Hotspur (0:1) hart und schmerzhaft.
Eintracht-Torhüter verletzte sich schwer am rechten Knie
Das galt unter anderem auch für Kaua Santos. Der junge Keeper verließ sein Gehäuse bei einer Flanke etwas zu tollkühn und sprang beim Versuch, das Leder zu klären, in James Maddison (43.). Nach langer Prüfung gab es den Elfmeter, der letztendlich zum Aus führte. Noch bitterer wurde es für Santos, der sich bei dieser Aktion das hintere Kreuzband im rechten Knie riss.
Seitdem sind ziemlich genau zwei Monate vergangen. Santos hat das Lachen nicht verlernt. Er hält sich aktuell in seiner Heimat Brasilien auf und verbringt täglich bis zu sechs Stunden mit Training im Gym und Physiotherapie. Der 1,97-Meter-Hüne hat sein Mindset geschärft, ist fokussierter, muskulöser, athletischer, der zuvor schon eindrucksvolle Körper noch imposanter geworden.
Santos blickte im Gespräch mit Sport Bild bereits zuversichtlich nach vorne: „Die Heilung verläuft sehr gut, das Gefühl bei der Reha wird immer besser. Mein Ziel ist es, im Laufe der Vorbereitung wieder auf dem Platz zu stehen. Dafür arbeite ich hart.“ Für ihn gilt es, in Sachen Motivation das richtige Maß zu finden. Er will schnellstmöglich auf den Platz zurückkehren, den Rasen riechen, durch die Lüfte hechten und im Konkurrenzkampf gegen Kevin Trapp Ausrufezeichen setzen.
Harte Arbeit für das Comeback bei der Eintracht
Dabei darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten, wie schwer die Verletzung war. Die ersten Gerüchte in den Stunden nach der Diagnose gingen bis in den Bereich neun oder zehn Monate Pause. Der Schock war groß. Statt einer Operation entschied sich Santos für eine konservative Behandlungsmethode, die sehr gut angeschlagen hat. Die Fortschritte jedenfalls sind enorm.
Die Eintracht-Verantwortlichen können an ihrem Torhüter-Plan somit höchstwahrscheinlich festhalten. Santos kehrt am kommenden Wochenende in die Mainmetropole zurück. Wenn die Vorbereitung am 9. Juli startet, dann peilt die Nummer 1 der Zukunft an, Teile des Trainings auf dem Platz mitzumachen.
Wann Santos tatsächlich wieder auf Pflichtspiel-fit ist, lässt sich noch nicht seriös prognostizieren. Die Idee, keinen neuen Schlussmann zu verpflichten, kann Sportvorstand Markus Krösche jedoch aufrechterhalten. Der Konkurrenzkampf zwischen Trapp und Santos – er kann in der kommenden Saison in die nächste Runde gehen.
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