Evakuierung droht
Tornado und Überschwemmung gefährden mehrere WM-Spiele
Extreme Wetterkapriolen in den USA: Heftige Unwetter, Starkregen und Tornado-Warnung wirbeln den Zeitplan der Weltmeisterschaft gehörig durcheinander.
Das Wetterchaos hat die Weltmeisterschaft in Nordamerika voll im Griff. Sintflutartige Regenfälle, schwere Gewittersysteme und eine offizielle Tornado-Warnung der US-Behörden sorgen an den Austragungsorten für Alarmstufe Rot. Laut Medienberichten steht das Duell zwischen Frankreich und dem Irak in Philadelphia wegen einer herannahenden Unwetterfront mit zerstörerischen Winden und heftigen Blitzen vor einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung.
Rund eine Stunde vor dem geplanten Anpfiff sieht es zwar düster aus, aber es könnte zumindest zum Anpfiff kommen, wie lange das Spiel dann schlussendlich dauern wird, ist eine andere Geschichte. Neben den potenziellen Tornados drohen der Region massive Sturzfluten und damit einhergehende Stromausfälle.
Extreme Wetterkapriolen bei der WM
Das Unwetter beeinträchtigt zudem den Flugverkehr, was die Logistik und Abreisepläne der Mannschaften komplett durcheinanderwirbelt. Aus Sicherheitsgründen erwägt die FIFA bereits, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen, wodurch unter anderem das beliebte Public Viewing im Lemon Hill Park für Tausende Fans ohne Ticket ins Wasser fallen könnte.
Auch am zweiten Spielort der Gruppe I in East Rutherford, wo Norwegen auf den Senegal treffen soll, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Der US-Wetterdienst gab eine offizielle Hochwasserwarnung für Teile von New York City und New Jersey heraus, die auch das Finalstadion der WM einschließt. Erwartet werden extreme Niederschlagsmengen von bis zu fünf Zentimetern pro Stunde, die städtische Gebiete unter Wasser setzen könnten.
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New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani mahnte die anreisenden Fußballfans bereits eindringlich zur Vorsicht und die Katastrophenschutzbehörde gab eine Reisewarnung heraus. Sollten die Spiele angepfiffen werden, drohen aufgrund der strikten US-Unwetter-Regeln stundenlange Verzögerungen: Sobald ein Blitz im Radius von 13 Kilometern registriert wird, muss die Partie unterbrochen werden und die Uhr für eine 30-minütige Sicherheitsphase startet bei jedem weiteren Blitz von vorn.
Ein Spielabbruch oder Verschiebungen würden die FIFA vor logistische Mammutaufgaben stellen, da der WM-Terminkalender extrem eng getaktet ist. Und das ausgerechnet in den brisanten Gruppen, in denen Top-Teams wie Frankreich um Superstar Kylian Mbappé oder Norwegen um Erling Haaland um das vorzeitige Weiterkommen kämpfen. (mah)
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