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Stegemann pfeift wieder Dortmund

Schiedsrichter vor brisantem Wiedersehen mit dem BVB

Fast zwei Jahre lang hat Schiedsrichter Sascha Stegemann kein Spiel von Borussia Dortmund geleitet. Nach seinem letzten Einsatz erhielt er Morddrohungen.

Dortmund – Wenn Borussia Dortmund am kommenden Freitag (10. Januar, 20.30 Uhr) in der Bundesliga Bayer 04 Leverkusen empfängt, wird Sascha Stegemann der Schiedsrichter der Partie sein. Als der 40-Jährige letztmals im April 2023 ein Spiel mit Beteiligung des BVB leitete, erhielt er danach Morddrohungen.

Stegemann und ein verwehrter Elfmeter-Pfiff mit Folgen

Borussia Dortmund war damals im Rahmen des 30. Spieltags beim VfL Bochum zu Gast, beim Stand von 1:1 wurde Karim Adeyemi in der 65. Minute im Strafraum von Danilo Soares von hinten zu Boden gebracht. Stegemann entschied sich gegen einen Elfmeter. Der Video-Assistent hatte die Szene zwar gecheckt, aber nicht eingegriffen.

Sascha Stegemann rückte bei seinem letzten Spiel mit BVB-Beteiligung unfreiwillig in den Fokus.

Erste Zweifel kamen Stegemann erst nach dem Schlusspfiff aufgrund von Reaktionen der Dortmunder. Der Referee und der Verband räumten anschließend eine Fehlentscheidung ein – es folgten teilweise härteste Anfeindungen aus der Fanszene.

Am Tag nach dem Vorfall hätten daheim zwei Polizisten bei ihm geklingelt und von konkreten Morddrohungen gegen ihn und seine Familie berichtet, berichtete Stegemann laut dem General-Anzeiger.

Er sei dann am folgenden Tag zu einem Fernsehauftritt nach München begleitet und vier Wochen lang geschützt worden. Seine Frau habe ihn darin bestärkt, Schiedsrichter zu bleiben.

Ärgerlich aus Sicht des BVB war damals vor allem die Tatsache, dass man mit dem verwehrten Elfmeter in Bochum die Chance auf das 2:1 und damit auf den Sieg verpasste. So nahmen die Dortmunder nur einen Punkt mit, zum Saisonende hätten zwei Zähler mehr gereicht, um vor dem FC Bayern Meister zu werden. Stattdessen holten sich die Münchner die Schale.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Depositphotos

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