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Schiri-Tagung

So ordnet der DFB das Handspiel von Marc Cucurella ein

Die Handspiel-Debatte um Marc Cucurella im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien nimmt kein Ende. Wie bewertet der DFB die Szene?

Frankfurt – Die Erinnerung an das Viertelfinale der Europameisterschaft zwischen Deutschland und Spanien wird von einer Szene in der 106. Minute dominiert. Jamal Musiala zog aus etwa 17 Metern Entfernung ab und der Ball traf die Hand des spanischen Linksverteidigers Marc Cucurella. Die entscheidende Frage war, ob es sich um ein strafbares Verhalten von Cucurella handelte oder ob die Entscheidung des Schiedsrichters Anthony Taylor, auf einen Elfmeterpfiff zu verzichten, korrekt war.

Handelfmeter? So ordnet Knut Kircher die Szene ein

Knut Kircher, Geschäftsführer der DFB-Schiedsrichter, trat am Dienstagnachmittag erstmals öffentlich auf und stellte klar: „Wir haben die Situation regeltechnisch eingeordnet. Dabei kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Indizien für Handspiel sprechen.“ Er führte aus, dass Cucurella seine Arme nicht am Körper, sondern weit ausgestreckt hatte und zudem seine Schulter herabhing.

Es war eine der Skandal-Szenen der EM 2024: Spaniens Marc Cucurella berührt nach einem Schuss von Jamal Musiala den Ball klar mit der Hand – der Elfmeterpfiff blieb allerdings aus.

Die Kontroverse war enorm. Roberto Rosetti, der Chef der UEFA-Schiedsrichter, zeigte in München zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel verschiedene Videos, die er nach eigenen Angaben auch den Spielern der Teams vor dem Turnier gezeigt hatte. Ein Video zeigte eine Situation, die der in Stuttgart ähnelte. Diese stammte aus einem Champions League-Duell zwischen RB Leipzig und Manchester City, als Castello Lukeba den Ball aus nächster Nähe an den Arm bekam.

Wie UEFA-Schiri-Boss Rosetti argumentiert

Rosetti argumentierte damals laut Sportschau: „Das ist niemals ein Elfmeter.“ Er erklärte, dass der Arm in einer natürlichen Position nahe am Körper gewesen sei und der Spieler versucht habe, den Ballkontakt zu vermeiden. Bei der Europameisterschaft werde man genauso vorgehen wie im Europapokal. Ein weiterer Hinweis auf fehlende Absicht sei, dass der Arm nach dem Ballkontakt zurückgeschwungen sei. Die Diskussionen - sie werden wohl auch in Zukunft nicht abreißen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Gerhard Schultheiß

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