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Infos zu Technik und Design

Offizieller WM-Spielball braucht Strom

Die WM 2026 wird größer denn je – und auch der Ball für das Turnier bringt einige Neuerungen mit, die weit über das Design hinausgehen.

Dieses Turnier sprengt den bisherigen Rahmen. Die WM 2026 wird nicht nur erstmals in drei Ländern ausgetragen – in Kanada, Mexiko und den USA – sondern ist auch sportlich ein Novum, weil gleich 48 Teams an den Start gehen. Das Eröffnungsspiel steigt am 11. Juni in Mexiko-Stadt, das Finale folgt am 19. Juli in New York/New Jersey (alle Termine und Ergebnisse in unserem WM-Spielplan).

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.

Mit 16 Spielorten, einer längeren Turnierdauer und einer erweiterten K.-o.-Phase mit Sechzehntelfinale setzt die WM neue Dimensionen. Gerade weil dieses Turnier in vielerlei Hinsicht historisch ist, richtet sich der Blick allerdings nicht nur auf Spielplan, Stadien und Favoriten, sondern auch auf ein Detail, das in jeder der insgesamt 104 Partien im Mittelpunkt stehen wird: den offiziellen Spielball.

WM-Spielball steht symbolisch für Gastgeberländer und muss mit Strom aufgeladen werden

Bei der Mega-WM wird mit dem von Ausrüster Adidas hergestellten Trionda gespielt. Schon der Name verweist auf die besondere Konstellation dieses Turniers: Er leitet sich von „Tri“ und dem spanischen Wort „Onda“ für Welle ab und spielt damit auf die drei Gastgeberländer an. So ist auch das Design des Balls klar auf die drei Ausrichter abgestimmt: Rot, Grün und Blau stehen für Kanada, Mexiko und die USA. Hinzu kommen einzelne Symbole, die jedem Gastgeber zugeordnet sind: ein Ahornblatt für Kanada, ein Adler für Mexiko und ein Stern für die USA.

Auffällig ist zudem, dass der Ball mit einer neuen Vier-Panel-Konstruktion gebaut wurde. Diese Bauweise hebt sich von klassischen Ballmustern mit deutlich mehr Einzelteilen ab. Die Panels sind mit tiefen Nähten verbunden und so geformt, dass der Luftwiderstand möglichst gleichmäßig verteilt wird. Das Ziel dahinter ist eine stabilere Flugbahn. Zusätzlich sollen auf der Oberfläche geprägte Strukturen und Symbole den Grip verbessern, also die Kontrolle bei Schüssen, Pässen und Dribblings.

WM 2026: In diesen Stadien wird bei der Mega-Weltmeisterschaft gespielt

Vancouver/Kanada: BC Place Stadium. Kapazität: 21 000-54 320.
Vancouver/Kanada: BC Place Stadium. Kapazität: 21.000-54.320. © IMAGO/Anne-Marie Sorvin
Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer. Kapazität: 51.000.
Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer. Kapazität: 51.000. © IMAGO/Jorge Martinez
Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron. Kapazität: 45.500.
Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron. Kapazität: 45.500.  © IMAGO/Carlos Zepeda
Toronto/Kanada: BMO Field. Kapazität: 30.991.
Toronto/Kanada: BMO Field. Kapazität: 30.991. © IMAGO/Tom Szczerbowski
Seattle: Lumen Field. Kapazität: 67.000.
Seattle: Lumen Field. Kapazität: 67.000.  © IMAGO/Joe Nicholson
Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion. Kapazität: 81.070.
Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion. Kapazität: 81.070. © imago sportfotodienst
Miami: Hard Rock Stadium. Kapazität: 65.326.
Miami: Hard Rock Stadium. Kapazität: 65.326. © IMAGO/Jasen Vinlove
San Francisco: Levi‘s Stadium. Kapazität: 68.500.
San Francisco: Levi‘s Stadium. Kapazität: 68.500.  © Douglas Stringer/Icon Sportswire via www.imago-images.de
Philadelphia: Lincoln Financial Field. Kapazität: 69.176.
Philadelphia: Lincoln Financial Field. Kapazität: 69.176. © IMAGO/Andy Lewis/Icon Sportswire
Dallas: A&T-Stadium. Kapazität: 80.000 bis 108.713
Dallas: A&T-Stadium. Kapazität: 80.000 bis 108.713 © Imago/Robin Alam/Icon Sportswire
New York/ New Jersey: MetLife Stadium. Kapazität: 82.500.
New York/ New Jersey: MetLife Stadium. Kapazität: 82.500. © IMAGO/Dennis Schneidler
Los Angeles: SoFi Stadium. Kapazität: 70.270 bis 100.240
Los Angeles: SoFi Stadium. Kapazität: 70.270 bis 100.240 © IMAGO/Kirby Lee
Kansas City: Arrowhead Stadium. Kapazität: 76.416
Kansas City: Arrowhead Stadium. Kapazität: 76.416 © Imago/Robin Alam/Icon Sportswire
Houston: NRG Stadium. Kapazität: 71.500
Houston: NRG Stadium. Kapazität: 71.500 © Imago/John Glaser
Boston: Gilette Stadium. Kapazität: 68.756.
Boston: Gilette Stadium. Kapazität: 68.756. © IMAGO/Marc Schueler
Atlanta: Mercedes-Benz Stadium. Kapazität: 71.000
Atlanta: Mercedes-Benz Stadium. Kapazität: 71.000  © Imago/ Cecil Copeland

Seine eigentliche Besonderheit steckt allerdings im Inneren. Der Trionda ist erneut mit vernetzter Balltechnologie ausgestattet und arbeitet mit einem 500-Hz-Bewegungssensor, der 500 Mal pro Sekunde Daten erfasst. Registriert werden unter anderem Ballkontakte, Richtungswechsel, Geschwindigkeit, Rotation und Flugbahn.

Bemerkenswert ist auch eine praktische Folge dieser Technik: Der Ball benötigt Strom. Vor den Spielen muss er aufgeladen werden, bei voller Ladung hält das System ungefähr sechs Stunden durch. Seinen größten Nutzen entfaltet der WM-Ball im Zusammenspiel mit den Tracking-Systemen in den Stadien. Mehrere Kameras erfassen dort parallel die Bewegungen der Spieler, hinzu kommen die in Echtzeit übertragenen Daten aus dem Ball.

Der offizielle Spielball der WM 2026 hört auf den Namen „Trionda“.

Zusammen ergibt das ein präzises 3D-Bild des Spiels. Vor allem bei knappen Abseitsstellungen kann das System dadurch den exakten Moment der Ballberührung bestimmen. Genau diese Information ist für die Bewertung enger Situationen entscheidend. Darüber hinaus kann die Technik auch bei Handspielbewertungen, Ballkontakten und möglichen Fouls zusätzliche Anhaltspunkte liefern. Ob diese besondere Technik im Trionda zu weniger strittigen Schiedsrichterentscheidungen führen wird, bleibt jedoch abzuwarten. (kus)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Gonzales Photo

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