Neues Talent
Warum Rossis Sorge bei Eintracht-„Juwel“ Lisztes unbegründet ist
Krisztian Lisztes will sich bei Eintracht Frankfurt durchsetzen. Die mahnenden Worte von Nationaltrainer Marco Rossi wirken deplatziert.
Frankfurt - Marco Rossi, Nationaltrainer von Ungarn, hat im Gespräch mit dem Sportbuzzer das Gefühl gehabt, Krisztian Lisztes aufrütteln zu müssen. „Wenn Krisztian denkt, er wäre schon ein Star und bekäme etwas geschenkt, dann spielt er in der Regionalliga ein der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt“, sagte der frühere Profi, der seine Fußballschuhe unter anderem auch für die Hessen schnürte.
Lisztes ist sich bewusst, wie groß der Sprung ist
Wer Lisztes in seinen ersten Tagen in der neuen sportlichen Heimat erlebt hat, der sieht mitnichten einen abgehoben und arrogant auftretenden Youngster. „Er ist ein guter Junge“, heißt es in Gesprächen mit Verantwortlichen des Traditionsklubs. Lisztes weiß, dass der Sprung aus Ungarns erster Liga nach Deutschland ein gewaltiger ist. Die Beine sind schwer nach zwei sehr intensiven Wochen, die Intensität hoch.
Der 19-Jährige muss sich vor allem daran gewöhnen. Bei der Eintracht geht alles einen Schritt schneller, die Konkurrenz auf seinen Positionen ist mit Farés Chaibi, Can Uzun, Mario Götze, Ansgar Knauff, Junior Dina Ebimbe und auch Omar Marmoush gewaltig. Trainer Dino Toppmöller ließ daher bei der ersten Pressekonferenz nach dem Trainingsauftakt offen, ob Lisztes bleiben oder besser verliehen werden soll.
Spielpraxis in der zweiten Mannschaft? Lisztes wohl offen für diese Idee
Er darf sich nun im Trainingslager in den USA weiter zeigen. Ein großer Vorteil von Lisztes ist, dass er eine gute Physis hat. Er ist 1,83 Meter groß und durchaus athletisch und muskelbepackt. Die Voraussetzungen für die intensive Spielweise sind somit gegeben. Und Lisztes hat zudem die nötige Demut. Nach fussball.news-Informationen könnte er sich bei einem Verbleib vorstellen, neben dem Training bei den Profis auch in der zweiten Mannschaft in der Fußball-Regionalliga auszuhelfen und Spielpraxis zu sammeln. Es gilt nun für alle Seiten abzuwägen, ob dieses Modell Sinn ergeben könnte.
Die Sorge von Rossi, der vor Arroganzanfällen warnt, wirkt zumindest auf den ersten Blick unbegründet. Lisztes hat einen gesunden Blick auf die Realität. Marijo Knez, Head of Germany der Berater-Agentur CAA Base, sagte bereits im Januar bei fussball.news: „Krisztian Lisztes ist ein Rohdiamant im europäischen Fußball. Er wird noch etwas Zeit benötigen, sich an Rhythmus und Intensität in der Bundesliga zu gewöhnen. Mit etwas Geduld kann er für die Eintracht zu einem sehr wichtigen Spieler werden und sich entwickeln.“ Eine endgültige Entscheidung, wie es bei ihm weitergeht, wird wohl nach der Rückkehr aus den USA getroffen.
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