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Favorit auf Nagelsmann-Nachfolge
„Stand heute keine Lust“ – so reagierte Klopp in der Vergangenheit auf Bundestrainer-Spekulationen
Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat für die Nachfolge von Julian Nagelsmann als deutscher Bundestrainer. Ein Blick auf Klopps bisherige Aussagen.
Nach dem WM-Aus gegen Paraguay steht Bundestrainer Julian Nagelsmann laut Informationen von Absolut Fussball vor dem Aus. Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat als Nachfolger – doch seine Aussagen der vergangenen Jahre zeigen ein widersprüchliches Bild. Der 58-Jährige gilt seit Jahren als Wunschkandidat – beim DFB, in der Öffentlichkeit und in den Medien.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Doch ob der DFB überhaupt schon einmal bei Klopp angeklopft hat, ist Stand heute reine Spekulation. Was es gibt, sind Klopps eigene Worte gegenüber der Presse – und die haben sich über acht Jahre hinweg deutlich gewandelt. Im August 2018, kurz nach dem blamablen WM-Aus in Russland, war Klopps Haltung noch eindeutig.
Klopp während Liverpool-Zeit: „Nein, ich stehe nicht zur Verfügung.“
In der Welt am Sonntag sagte er: „Sollte ich irgendwann einmal gefragt werden, und ich wäre verfügbar, dann würde ich darüber nachdenken. Ob ich mir in der aktuellen Situation, in der ich noch vier Jahre an den FC Liverpool gebunden bin, Gedanken mache, nur weil Deutschland gerade eine schlechte WM gespielt hat? Nein. Ich stehe nicht zur Verfügung.“
Im Oktober 2019 legte er bei MagentaTV nach: „Stand heute habe ich keine Lust. Ich könnte auch gar nicht hundertprozentig sagen, ob ich der Richtige wäre.“ Doch mit den Jahren wurde der Ton weicher. Im Januar 2023 räumte Klopp in der Sport Bild erstmals öffentlich ein: „Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass ich irgendwann mal Bundestrainer werde. Aber es muss passen. Und das hat es bisher nicht.“
Neun Fünfen beim WM-Aus! Die Einzelkritik zum DFB-Drama gegen Paraguay
Solange er einen laufenden Vertrag hatte, schloss er ein Engagement beim DFB konsequent aus – nicht wegen mangelndem Interesse, sondern aus Pflichtgefühl gegenüber seinen Klubs. Im März 2021 sagte er in der Sport Bild: „Das wäre ohne Frage eine große Ehre, aber es passt vom Timing her nicht. Es tut mir sehr leid, falls ich Leute damit enttäusche. Aber ich kann nicht einfach aus meiner Verantwortung herausgehen.“
Im Juli 2023, als Hansi Flick – der derzeit mit dem FC Barcelona erfolgreich ist – bereits entlassen worden war, erklärte Klopp bei einer Podiumsdiskussion: „Der Nationaltrainer-Job ist und wäre eine große Ehre – das steht völlig außer Frage. Das Problem, das dem Ganzen entgegensteht, ist meine Loyalität. Ich kann Liverpool jetzt nicht einfach verlassen und sagen, ich übernehme mal ganz kurz Deutschland. Das funktioniert nicht und die Anfrage ist ja auch gar nicht da.“
Seit dem 1. Januar 2025 ist Klopp Head of Global Soccer bei Red Bull. Er nimmt damit eine übergeordnete strategische Rolle ein und unterstützt die sportlich Verantwortlichen der Red-Bull-Vereine bei der Weiterentwicklung der Spielphilosophie. Bei seiner Vorstellung sagte er: „Ich freue mich, nach fast 25 Jahren an der Seitenlinie nun meine Expertise und meine Vision von Fußball auf globaler Ebene bei Red Bull einzubringen.“
Jürgen Klopp: Sind Red Bull und DFB miteinander vereinbar?
Ob seine neue Rolle beim Red-Bull-Konzern einen Wechsel zum DFB überhaupt zuließe, ist offen. Klopp selbst hält sich bedeckt. Im März 2026 sagte er bei MagentaTV: „Im Moment denke ich da natürlich gar nicht drüber nach, es gibt zum Glück auch keinen Grund dafür.“ Kurz vor dem WM-Turnier, erklärte er knapp: „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen.“
Die bisher letzte Aussage von Klopp gab es dann kurz nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft: „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich verstehe, dass, wenn über den Bundestrainer gesprochen wird, dann in irgendeiner Form mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment, um darüber wirklich zu sprechen, und vor allem natürlich auch nicht mit mir“, erklärte Klopp bei MagentaTV. (cb)