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Verhandlungen dauern an

Exklusiv: Keine Einigung mit RB – Klopp könnte dennoch nächste Woche übernehmen

Das Warten auf den Durchbruch in den Verhandlungen um Jürgen Klopp geht weiter. Wann könnte der Bundestrainer im DFB-Campus vorgestellt werden?

Der Vertrag mit dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp kann nicht mehr in dieser Woche fixiert werden. Das ist nach dem Gespräch, das DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesligaboss Hans-Joachim Watzke am Dienstag in München mit Red-Bull-Topmanager Oliver Mintzlaff führten, gewiss (alle Entwicklungen im Ticker).

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Die Unterredung verlief, wie Absolut Fussball und die Frankfurter Rundschau erfuhren, dennoch positiv. Aber es hakt noch bei etlichen Details, was in solchen komplexen Fällen, in denen noch ein laufender Vertrag existiert, nicht ungewöhnlich ist. Klopp hat sich Ende 2024 bis 2029 an den RB-Konzern gebunden, die Auflösungsgespräche sollen am Wochenende in New York vertieft werden. Dann wird Mintzlaff sich vor Ort mit dem wegen seiner TV-Expertentätigkeit dort weilenden Klopp und dessen Berater Marc Kosicke treffen. 

Jürgen Klopp könnte nächste Woche als neuer Bundestrainer vorgestellt werden

Berichte der Deutschen Presseagentur vom Dienstagabend, wonach der DFB und Red Bull „eine Einigung erzielt“ hätten, konnten von Absolut Fussball und der FR nicht bestätigt werden. Auch Details zwischen der Klopp-Seite und dem DFB müssen noch besprochen werden. Inhalte wurde nicht genannt, über die tiefergehenden Gesprächsinhalte wurde striktes Stillhalten vereinbart. Auch das ist völlig üblich in solchen Situationen, in denen sich noch einiges im Fluss befindet.

Das heißt nicht, dass es einen Rückschlag in den Verhandlungen gegeben hätte. Nach wie vor sind alle Parteien bemüht und optimistisch, zu einer Einigung zu kommen. Aber bei Red Bull bestimmt auch der thailändische Hauptanteilseigner mit, außerdem muss sich Mintzlaff mit seinen beiden Kollegen in der RB-Führungstroika noch präzise abstimmen.  

BVB- und Liverpool-Legende, RB-Feindbild und jetzt Bundestrainer: Die Karriere von Jürgen Klopp

Schon als Spieler galt Klopp als verlängerter Arm des Trainers, als Führungspersönlichkeit und Antreiber auf dem Platz. Nach mehreren Jahren bei unterklassigen Vereinen wechselte er 1990 zum FSV Mainz 05. Für die Nullfünfer bestritt er 340 Pflichtspiele, ehe er seine Karriere im Februar 2001 beendete – um in Mainz überraschend den Posten als Cheftrainer zu übernehmen.
Schon als Spieler galt Klopp als verlängerter Arm des Trainers, als Führungspersönlichkeit und Antreiber auf dem Platz. Nach mehreren Jahren bei unterklassigen Vereinen wechselte er 1990 zum FSV Mainz 05. Für die Nullfünfer bestritt er 340 Pflichtspiele, ehe er seine Karriere im Februar 2001 beendete – um in Mainz überraschend den Posten als Cheftrainer zu übernehmen. © dpa/ Kay_Nietfeld
Weil die Vereinskasse leer war, implementierte der FSV Mainz 05 im Februar 2001 kurzerhand den noch als Spieler aktiven Jürgen Klopp als Cheftrainer. Sein Debüt auf der Trainerbank endete am 28. Februar 2001 mit einem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg.
Weil die Vereinskasse leer war, implementierte der FSV Mainz 05 im Februar 2001 nach der Entlassung von Eckhard Krautzun kurzerhand den noch vor wenigen Tagen als Spieler aktiven Jürgen Klopp als Cheftrainer. Sein Debüt auf der Trainerbank endete am 28. Februar 2001 mit einem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg. © dpa/ Tobias_Heyer
Von Beginn an zeigte sich Klopps außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, Mannschaften zu begeistern und Spieler für gemeinsame Ziele einzuschwören. Obwohl ihm anfangs sogar noch der erforderliche Trainerschein fehlte, gewann Mainz unter Klopp sechs der ersten sieben Partien und schaffte den Klassenverbleib.
Von Beginn an zeigte sich Klopps außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, Mannschaften zu begeistern und Spieler für gemeinsame Ziele einzuschwören. Obwohl ihm anfangs sogar noch der erforderliche Trainerschein fehlte, gewann Mainz unter Klopp sechs der ersten sieben Partien und schaffte den Klassenverbleib. © dpa/ Frank May
Der FSV Mainz 05 schaffte unter Klopp nach drei vergeblichen Anläufen im Jahr 2004 den Aufstieg in die Bundesliga.
Schnell wurde deutlich, dass Klopp etwas Besonderes mitbrachte. Er galt als junger Motivator mit einer mitreißenden Ausstrahlung und schaffte es, nahezu jeden Spieler besser zu machen und aus jedem das Maximum herauszuholen. 2004 führte er den FSV Mainz 05 erstmals in die Bundesliga. © dpa/ Arne Dedert
2008 verließ Jürgen Klopp die Mainzer nach sieben Jahren als Cheftrainer.
Nach dem historischen Bundesliga-Aufstieg etablierte Klopp den FSV Mainz 05 erstmals in der Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit mutigem Offensivfußball und seiner mitreißenden Art führte er den Außenseiter zu zwei souveränen Klassenerhalten. Nach drei Jahren in der Bundesliga folgte 2007 zwar der Abstieg, doch Mainz hielt an Klopp fest. Als der direkte Wiederaufstieg 2008 verpasst wurde, endete nach insgesamt sieben Jahren seine Zeit als Cheftrainer am Rhein. © dpa/Frank Leonhardt
2008 wurde Klopp bei Borussia Dortmund als neuer Cheftrainer vorgestellt – dort begann sein Aufstieg zur Trainerlegende.
2008 wurde Klopp bei Borussia Dortmund als neuer Cheftrainer vorgestellt – dort begann sein Aufstieg zur Trainerlegende. © dpa/Bernd Thissen
Klopp begeisterte auch beim BVB mit seiner offenen, emotionalen Art, seiner Authentizität und seinem Humor. Auch auf dem Platz feierten die Dortmunder unter ihm schnell Erfolge.
Klopp begeisterte auch beim BVB mit seiner offenen, emotionalen Art, seiner Authentizität und seinem Humor. Auch auf dem Platz feierten die Dortmunder unter ihm schnell Erfolge. © dpa/ Marcus Brandt
Beim BVB beendete Klopp 2011 die jahrelange Titel-Durststrecke und führte Dortmund ein Jahr später sogar zum Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal.
Beim BVB beendete Klopp 2011 die jahrelange Titel-Durststrecke und führte Dortmund ein Jahr später sogar zum Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal.  © dpa/ Torsten Silz
In Dortmund entwickelte Klopp zahlreiche Spieler weiter und begeisterte die Fans mit offensivem Fußball. Auch Nuri Şahin, der später selbst Trainer des BVB wurde, feierte unter Klopp seinen großen Durchbruch.
In Dortmund entwickelte Klopp zahlreiche Spieler weiter und begeisterte die Fans mit offensivem Fußball. Auch Nuri Şahin, der später selbst Trainer des BVB wurde, feierte unter Klopp seinen großen Durchbruch. © dpa/Franz-Peter Tschauner
Jürgen Klopp und seine Frau Ulla feiern den 2:0-Sieg feiern den 2:0-Sieg über Gladbach und die 2. deutsche Meisterschaft unter dem gebürtigen Stuttgarter.
Jürgen Klopp und seine Frau Ulla feiern den 2:0-Sieg feiern den 2:0-Sieg über Gladbach und die 2. deutsche Meisterschaft unter dem gebürtigen Stuttgarter. © dpa/ Roland Weihrauch
Durch seine emotionalen (Wut-)Ausbrüche an der Seitenlinie erhielt er den Spitznamen “Pöhler”.
Durch seine emotionalen Ausbrüche an der Seitenlinie erhielt Klopp beim BVB den Spitznamen „Pöhler“. © dpa/Bernd Thissen
Bis heute zählt Klopp zu den erfolgreichsten Trainern der BVB-Geschichte und gilt noch immer als Maßstab für neue Trainer bei den Schwarz-Gelben. Das liegt nicht nur an seinen Erfolgen auf dem Platz, sondern auch an seinen Qualitäten als Motivator und Menschenfänger.
Bis heute zählt Klopp zu den erfolgreichsten Trainern der BVB-Geschichte und gilt noch immer als Maßstab für neue Trainer bei den Schwarz-Gelben. Das liegt nicht nur an seinen Erfolgen auf dem Platz, sondern auch an seinen Qualitäten als Motivator und Menschenfänger. © dpa/Timur Emek
2013 führte er den BVB zudem ins Champions-League-Finale. In einem dramatischen Endspiel im Londoner Wembley-Stadion unterlag Borussia Dortmund dem FC Bayern München knapp mit 1:2.
2013 führte er den BVB zudem ins Champions-League-Finale. In einem dramatischen Endspiel im Londoner Wembley-Stadion unterlag Borussia Dortmund dem FC Bayern München knapp mit 1:2. © dpa/Andy Rain
Nach zwei Vizemeisterschaften und dem Champions-League-Finale erlebte Borussia Dortmund unter Klopp aber auch einen sportlichen Rückschlag: In der Bundesliga rutschte das Team zwischenzeitlich auf den letzten Tabellenplatz ab und überwinterte 2014 als Schlusslicht. Trotz dieser schwierigen Phase gelang es Klopp wieder, das Team zu stabilisieren, und der BVB beendete die Saison noch versöhnlich auf Platz 7.
Nach zwei Vizemeisterschaften und dem Champions-League-Finale erlebte Borussia Dortmund unter Klopp aber auch einen sportlichen Rückschlag: In der Bundesliga rutschte das Team zwischenzeitlich auf den letzten Tabellenplatz ab und überwinterte 2014 als Schlusslicht. Trotz dieser schwierigen Phase gelang es Klopp wieder, das Team zu stabilisieren, und der BVB beendete die Saison noch versöhnlich auf Platz 7.  © dpa/ Marius Becker
Dennoch gelang am Ende der Saison noch der Einzug ins DFB-Pokalfinale. Dort musste sich Borussia Dortmund jedoch erneut dem Rivalen FC Bayern München geschlagen geben.
Dennoch gelang am Ende der Saison noch der Einzug ins DFB-Pokalfinale. Dort musste sich Borussia Dortmund jedoch erneut dem Rivalen FC Bayern München geschlagen geben. © dpa/Federico Gambarini
Ob in der Pressekonferenz, auf der Trainerbank oder im direkten Austausch mit den Fans – Klopp wirkte nie wie eine Figur, die eine Rolle spielte. Er war die Rolle. Nach der Saison 2014/15 gab er schließlich seinen Abschied als BVB-Trainer bekannt.
Ob in der Pressekonferenz, auf der Trainerbank oder im direkten Austausch mit den Fans – Klopp wirkte nie wie eine Figur, die eine Rolle spielte. Er war die Rolle. Nach der Saison 2014/15 gab er schließlich seinen Abschied als BVB-Trainer bekannt. © dpa/Bernd Thissen
Nur wenige Monate später wurde Klopp als neuer Trainer des kriselnden Premier-League-Klubs FC Liverpool vorgestellt. Dort trat er die Nachfolge von Brendan Rodgers an.
Nur wenige Monate später wurde Klopp als neuer Trainer des kriselnden Premier-League-Klubs FC Liverpool vorgestellt. Dort trat er die Nachfolge von Brendan Rodgers an. Gleich bei seiner Vorstellung sorgte er mit einem legendären Satz für Aufsehen. In Anspielung auf José Mourinhos Spitznamen „The Special One“ bezeichnete sich Klopp selbst augenzwinkernd als „The Normal One“.  © dpa/Phil Richards
In Liverpool entwickelte sich eine regelrechte Klopp-Mania. Fans aller Generationen verehrten den Deutschen, dessen Leidenschaft und Nähe zum Verein ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der Klubgeschichte machten.
In Liverpool entwickelte sich eine regelrechte Klopp-Mania. Fans aller Generationen verehrten den Deutschen, dessen Leidenschaft und Nähe zum Verein ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der Klubgeschichte machten. © dpa/Peter Powell
An der Anfield Road gelang Klopp das Kunststück, den schlafenden Fußballriesen wiederzubeleben und ihn wieder im Spitzenfeld der Premier League zu etablieren.
An der Anfield Road gelang Klopp das Kunststück, den schlafenden Fußballriesen wiederzubeleben und ihn wieder im Spitzenfeld der Premier League zu etablieren.  © dpa/Adam Davy/PA Wire/dpa | Adam Davy
Der erfolgreiche Aufschwung unter Klopp gipfelte 2018 im Champions-League-Finale, in dem Liverpool auf Real Madrid traf. Die Reds mussten sich geschlagen geben, sodass Klopp auch sein zweites Champions-League-Finale als Verlierer beendete.
Der erfolgreiche Aufschwung unter Klopp gipfelte 2018 im Champions-League-Finale, in dem Liverpool auf Real Madrid traf. Die Reds mussten sich den Königlichen mit 1:3 geschlagen geben, sodass Klopp auch sein zweites Champions-League-Finale als Verlierer beendete. © dpa/Mike Egerton/PA Wire/dpa | Mike Egerton
Unter Klopp erlebte der FC Liverpool einen nachhaltigen sportlichen Aufschwung. Die Mannschaft begeisterte mit intensivem, offensivem Fußball und etablierte sich wieder als europäische Spitzenmannschaft. Auch Spieler wie Mohamed Salah, Sadio Mané oder Trent Alexander-Arnold entwickelten sich in dieser Phase zu Weltklasseakteuren.
Unter Klopp erlebte der FC Liverpool einen nachhaltigen sportlichen Aufschwung. Die Mannschaft begeisterte mit intensivem, offensivem Fußball und etablierte sich wieder als europäische Spitzenmannschaft. Auch Spieler wie Mohamed Salah, Sadio Mané oder Virgil van Dijk entwickelten sich in dieser Phase zu Weltklasseakteuren. © dpa/Peter Byrne
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In Klopps Zeit beim FC Liverpool prägte die sportliche Rivalität mit Manchester-City-Trainer Pep Guardiola die Premier League maßgeblich. Beide Teams spielten auf höchstem Niveau und trieben einander zu Höchstleistungen an, wodurch sich intensive und hochklassige Duelle entwickelten. © dpa/ Jon Super
2019 erfüllte Klopp nach einer starken Saison endlich seinen Traum vom Champions-League-Titel. Im Finale im spanischen Madrid traf der FC Liverpool auf Tottenham Hotspur und setzte sich mit 2:0 durch. Bereits früh brachte ein Elfmeter von Mohamed Salah die Reds in Führung, ehe Divock Origi in der Schlussphase den Endstand besorgte. Für Klopp war es der erste Champions-League-Titel mit Liverpool und der bis dato größte Erfolg seiner Trainerkarriere.
2019 erfüllte Klopp nach einer starken Saison endlich seinen Traum vom Champions-League-Titel. Im Finale im spanischen Madrid traf der FC Liverpool auf Tottenham Hotspur und setzte sich mit 2:0 durch. Bereits früh brachte ein Elfmeter von Mohamed Salah die Reds in Führung, ehe Divock Origi in der Schlussphase den Endstand besorgte. Für Klopp war es der erste Champions-League-Titel mit Liverpool und der bis dato größte Erfolg seiner Trainerkarriere. © dpa/ Jan Woitas
Ein Jahr später setzte er noch einen drauf und machte sich endgültig zur Legende in Liverpool. 2020 gewann der FC Liverpool die englische Meisterschaft und holte damit die erste Premier-League-Trophäe seit 1990. Mit deutlichem Vorsprung dominierte das Team die Liga und krönte eine überragende Saison, in der das Team 99 Punkte holte.
Ein Jahr später setzte er noch einen drauf und machte sich endgültig zur Legende in Liverpool. 2020 gewann der FC Liverpool die englische Meisterschaft und holte damit die erste Premier-League-Trophäe seit 1990. Mit deutlichem Vorsprung dominierte das Team die Liga und krönte eine überragende Saison, in der das Team 99 Punkte holte. © dpa/Paul Ellis
Fans aller Generationen verehrten den Deutschen, dessen Leidenschaft und Nähe zum Verein ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der Klubgeschichte machten. Umso emotionaler verlief sein Abschied im Sommer 2024. „I am running out of energy“, erklärte Klopp seine Entscheidung nach neun Jahren in Liverpool. Als er bei seiner Verabschiedung im Anfield-Stadion sogar den Fangesang auf seinen Nachfolger Arne Slot anstimmte, zeigte er noch einmal genau jene Größe, die ihn während seiner gesamten Karriere ausgezeichnet hatte.
Fans aller Generationen verehrten den Deutschen, dessen Leidenschaft und Nähe zum Verein ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der Klubgeschichte machten. Umso emotionaler verlief sein Abschied im Sommer 2024. „I am running out of energy“, erklärte Klopp seine Entscheidung nach neun Jahren in Liverpool. Als er bei seiner Verabschiedung im Anfield-Stadion sogar den Fangesang auf seinen Nachfolger Arne Slot anstimmte, zeigte er noch einmal genau jene Größe, die ihn während seiner gesamten Karriere ausgezeichnet hatte. © dpa/Peter Byrne
Jürgen Klopp wurde am 1. Oktober 2024 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Gewürdigt wurden damit neben seinen sportlichen Erfolgen vor allem sein herausragendes soziales Engagement, seine Vorbildfunktion sowie sein Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Jürgen Klopp wurde am 1. Oktober 2024 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Gewürdigt wurden damit neben seinen sportlichen Erfolgen vor allem sein herausragendes soziales Engagement, seine Vorbildfunktion sowie sein Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. © dpa/Bernd von Jutrczenka
Seit Januar 2025 ist Klopp als Head of Global Soccer für Red Bull tätig und verantwortet dort die sportliche Entwicklung der internationalen Fußballklubs des Unternehmens. Nun folgt womöglich die nächste und größte Herausforderung seiner Laufbahn: Als Bundestrainer soll er die deutsche Nationalmannschaft künftig zurück in die Weltspitze führen.
Seit Januar 2025 ist Klopp als Head of Global Soccer für Red Bull tätig und verantwortet dort die sportliche Entwicklung der internationalen Fußballklubs des Unternehmens. Vielen Fans schmeckte das gar nicht – doch als Bundestrainer wünschen sich ihn trotzdem viele. Nun folgt womöglich die nächste und größte Herausforderung seiner Laufbahn: Als Nagelsmann-Nachfolger soll er die deutsche Nationalmannschaft künftig zurück in die Weltspitze führen. © dpa/ Jan Woitas
Am 25. Juli 2026 wurde Jürgen Klopp offiziell als neuer deutscher Bundestrainer vorgestellt. Auch Bernd Neuendorf, Rudi Völler und Hans-Joachim Watzke freuten sich über den Neuzugang.
Am 25. Juli 2026 wurde Jürgen Klopp offiziell als neuer deutscher Bundestrainer vorgestellt. Auch Bernd Neuendorf, Rudi Völler und Hans-Joachim Watzke freuten sich über den Neuzugang. © picture alliance/dpa | Jennifer Brückner

Im DFB seinerseits müssen die Führungsleute Neuendorf, Watzke, Generalsekretär Holger Blask und Aufsichtsratschef Alexander Wehrle auch die Funktionäre von der Basis im Aufsichtsrat noch von dem Finanzvolumen überzeugen, das nach der knapp sieben Millionen Euro teuren Trennung von Julian Nagelsmann jetzt noch einmal in ähnlicher Größenordnung auf sie zukommt.

An der Basis hatte es deshalb Rumoren gegeben. Im DFB weist man darauf hin, dass ein Welttrainer wie Klopp angesichts seines Marktwertes ohnehin schon auf mehrere Millionen Euro Gehalt verzichtet und einen von Watzke sogenannten „Patriotismus-Abschlag“ gewährt. Zudem könnte Red Bull angesichts der noch langen Vertragsdauer gut und gerne eine zweistellige Ablöse verlangen, worauf der Konzern augenscheinlich bereit ist, zu verzichten. „Das Geld“, heißt es im Verband, „geben wir lieber für unsere Vereine aus.“

Zum DFB-Aufsichtsrat gehören unter anderem auch die hessische Fußballverbandschefin Silke Sinning und der Präsident des Bayerischen Fußballverbands, Christoph Kern. Ein möglicher Vertrag muss laut DFB „final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden“.  

Neuendorf und Watzke hatten sich mit Klopp und Kosicke am vergangenen Freitag in New York vier Stunden lang getroffen. Über die Dauer des Gesprächs mit Mintzlaff am Dienstag wurde zunächst nichts bekannt. Sollte es zwischen DFB und Red Bull zum erwarteten Durchbruch kommen, könnte Klopp in der kommenden Woche nach seiner Rückkehr aus den USA im DFB-Campus persönlich vorgestellt werden.

Sicher ist das vom Zeitablauf aber noch nicht. Förderlich wäre dieser Zeitablauf, damit alle seit Wochen hochbelasteten Beteiligten beruhigt ihre geplanten Urlaube antreten könnten. Klopp seinerseits hätte noch einen Termin zu erledigen. Am Montag, 27. Juli, ist er als Redner auf dem Internationalen Trainerkongress in Mainz fest eingeplant. Allerdings derzeit noch als „Head of Global Football“ von Red Bull, nicht als Bundestrainer.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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