Fans teilweise ausgeschlossen
FIFA macht weiteren Ticket-Irrsinn für WM 2026 öffentlich
Bald können sich normale Fans auf Tickets für die Fußball-WM 2026 bewerben. Doch die FIFA wäre nicht die FIFA, hätte sie keine Überraschung parat.
Zürich – Wer in das FIFA-Museum in Zürich will, zahlt regulär 26 Schweizer Franken. Zu sehen gibt es dafür unkritisches Sich-auf-die-Schulter-Geklopfe vom Fußballweltverband. Aber immerhin: der Preis ist klar und es werden alle gängigen Zahlungsmittel akzeptiert. Mindestens einer dieser Punkt trifft auf den Ticketerwerb für die Fußball-WM der Herren 2026 nicht zu – wahrscheinlich sogar beide nicht.
Die FIFA teilte mit, dass sich in der ersten Verkaufsphase jeder für die regulären Tickets – sprich: nicht VIP-Tickets – ab 10. September bewerben könne. Nur eine klitzekleine Voraussetzung gibt es zu beachten: Man benötigt eine VISA-Karte. Alle weiteren Zahlungsmittel werden erst in den weiteren Phasen freigeschaltet.
Bewerber für WM-Tickets aufgepasst: FIFA-Sponsor VISA hat seine Finger im Spiel
Was zunächst Erinnerungen an den einen Kiosk im Kiez weckt, der weiterhin nur auf Bargeld besteht, hat einen ganz einfachen Hintergrund. Wie der Kiosk erhofft sich auch die FIFA einen finanziellen Vorteil. VISA ist immerhin einer der Hauptsponsoren des Verbandes und dürfte für diese Regelung wohl etwas Geld an den Zürichsee überweisen.
Interessierte an einem Ticket für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada, die sich jetzt schon auf die weiteren Verkaufsphasen mental und terminlich vorbereiten wollen, müssen sich noch gedulden. Erst im September will die FIFA die weiteren Termine bekanntgeben.
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Preise für Tickets bei WM 2026 sind weiterhin unklar und drohen zu explodieren
Wer jetzt gedacht hat, noch fanunfreundlicher könne ein Ticket-Vergabe-Verfahren nicht sein, der hat sich noch nicht mit der möglichen Preisgestaltung auseinandergesetzt. Schon im Mai berichtete die britische Times, dass die Preise für Tickets in einem dynamischen Verfahren festgelegt werden sollen. Heißt: Die Nachfrage bestimmt den Preis.
Bei den Tickets gibt es damit zwar einen Startpreis, durch steigende Nachfrage kann dieser aber stark ansteigen. Im Fall einer Fußball-WM braucht niemand ein Hellseher zu sein, um festzustellen, dass im Fall eines „Dynamic Pricing“ die Karten für viele Fans schlicht nicht mehr bezahlbar sein werden. Die FIFA selbst wollte die Berichte übrigens bislang weder bestätigen noch zurückweisen. Und somit scheint vor allem eines sicher: Gianni Infantino wird nach der WM wieder einmal vom erfolgreichsten Wettbewerb der Welt sprechen. (sch)
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