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Sehr selbstbewusst ins Top-Duell

Bayern-Trainer Kompany kontert französische Pressevertreter

Der FC Bayern tritt aufgrund einer ausgezeichneten Saison mit breiter Brust zum CL-Halbfinal-Hinspiel bei PSG an. Vincent Kompany demonstriert dies eindrucksvoll auf der PK.

Die Fußballwelt freut sich auf zwei außergewöhnliche Champions-League-Halbfinalspiele zwischen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Bayern, der sich in der laufenden Spielzeit auf Rekordjagd befindet. Einen Tag vor dem Hinspiel im Pariser Prinzenpark fanden die obligatorischen Pressekonferenzen mit den Trainern und jeweils einem Spieler statt. Obwohl sich beide Seiten der Schwere der Aufgabe absolut bewusst sind, scheint das Selbstvertrauen gewaltig zu sein, selbst ins Endspiel in Budapest am 30. Mai einzuziehen.

FCB-Coach Kompany zeigt sich auf der PK vor dem PSG-Spiel kämpferisch.

Bereits zur Mittagszeit legte die PSG-Fraktion vor und Erfolgstrainer Luis Enrique zeigte sich dabei absolut überzeugt von der Stärke seines Teams. Zwar lobte er den Gegner: „Die Bayern sind, blickt man auf die Konstanz allein, etwas besser als wir: Sie haben gerade einmal zwei Spiele verloren“, legte dann aber voller Überzeugung nach: „Aber blickt man darauf, wie wir als Team funktionieren, bin ich überzeugt, dass es niemanden gibt, der besser ist als wir“.

Upamecano kontert PSG-Coach: „Bester Verein der Welt“

Am Abend waren dann die Bayern nach ihrer Ankunft in der französischen Hauptstadt an der Reihe. Als französischer Nationalspieler war es die Aufgabe von Dayot Upamecano, sich in seinem Heimatland den Fragen der internationalen Medienvertreter zu stellen. Der 27-Jährige verbarg nicht seine große Vorfreude auf das Duell mit seinen Landsleuten: „Es ist ein großes Spiel für uns, wir sind total auf unser Spiel fokussiert.“ Nicht weniger selbstbewusst als Enrique gab er als FCB-Ziel aus, beide Halbfinalspiele zu gewinnen, und auf die Frage, warum er nicht nach Paris gewechselt sei, antwortete er knapp, dass er „beim besten Verein der Welt“ spielen würde.

Als FCB-Chefcoach Vincent Kompany an der Reihe war, missfiel ihm sichtbar die negative Färbung der gestellten Fragen aus Münchner Sicht. Nach wie vor kritisiert er die Handhabung der UEFA, die zu seiner Gelbsperre geführt hat, und infolge derer er in Paris seine Mannschaft nicht von der Bank aus betreuen darf

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis. © ETIENNE ANSOTTE
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft. © VINCENT VAN DOORNICK
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte. © IMAGO / pmk
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. © IMAGO / Norbert Schmidt
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt.
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt. © IMAGO / Thorge Huter
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte.
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte. © IMAGO/Simon Bellis
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren.
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren. © Back Page Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität.
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität. © IMAGO/Philip Oldham
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“.
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“. © IMAGO/Nico Vereecken
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen.
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung.
Kompany und Touré feierten beide große Erfolge mit ManCity. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung. © Matt McNulty/Jmp/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz. © Javier Garcia/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander.
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander. © IMAGO/Steven Paston
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt.
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt. © "Schalke 04 v Manchester City"
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel.
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“.
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“. © Martin Rickett
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie.
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie. © IMAGO/Mark Cosgrove/News Images
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln.
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln. © Paul Currie/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken.
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis.
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis. © IMAGO / Pro Shots
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an.
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an. © BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie.
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie. © IMAGO/Jimmy Bolcina
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha.
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha. © IMAGO/Vincent Van Doornick
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany.
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany. © IMAGO/Neal Simpson/Shutterstock
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert.
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert. © IMAGO

Auf die Frage, wie man die überragende PSG-Offensive verteidigen muss, antwortete der Belgier mit einer Gegenfrage: „Ich kann die Frage zurückgeben: Was machen sie mit unseren Stürmern.“ Kompany führte dazu weiter aus: „Beide Teams haben unglaublich viel Kreativität, auch was das Positionsspiel und das Finden von Lösungen angeht. Es geht um Details, Intensität und Energie. Wir spielen jetzt schon zum vierten Mal gegeneinander. Wir haben Erfahrung gegen sie, aber das gilt auch für den Gegner.“

Verletztenliste kein FCB-Nachteil

Den großen Nachteil des FC Bayern aufgrund der aktuellen Verletzungsmisere sieht der 40-Jährige nicht: „Wir wollen immer den ganzen Kader zur Verfügung haben. Bei Raphaël Guerreiro ist es nicht so schlimm, aber es ist natürlich schade, dass es in dieser Phase passiert. Tom Bischof und Lennart Karl kommen auch bald zurück, Sven Ulreich ist jetzt wieder dabei. Wir haben den Kader, den wir brauchen, um in diesem Spiel anzugreifen.“

Den permanenten Nachfragen der Medienvertreter zur Handhabung der enormen Stärken des Titelverteidigers entgegnet Kompany stets mit dem Hinweis, dass diese auch in seinem Team vorhanden wären: „Es gibt keine Wunderlösung. Der Vorteil, den wir haben, ist dass wir oft gegeneinander gespielt haben. Das gilt in beide Richtungen. Wir wissen, wie wir den Gegner in Schwierigkeiten bringen können. Paris hat die Qualität, andere Positionen auf dem Platz einzunehmen, aber das wird uns nicht überraschen. Sie haben sehr viel Qualität in allen Bereichen – wenn man unser Team anschaut, haben wir aber auch diese Qualitäten.“

Die Nachfrage, ob Jamal Musiala gehemmt in die Partie gehen würde, weil er sich ausgerechnet im Klub-WM-Viertelfinale gegen PSG die schwere Verletzung zugezogen hätte, verneint der Bayern-Trainer: „Es geht ihm gut. Das gehört zum Leben, zum Fußball. Für Spieler wie Jamal kann man alles mit Fußballspielen lösen. Er muss sich nicht so viele Gedanken machen. Wie er zuletzt gespielt hat, soll er weitermachen. Ich gebe ihm weiter Zeit. Er kann eine wichtige Rolle spielen, aber wir haben auch andere Spieler, die entscheidend sein können.“

Mit weiterem Europarekord ins CL-Finale?

Dann lockte die Aussicht auf einen weiteren Rekord, den die Bayern in dieser Saison noch brechen können, aus Kompanys Gesicht ein Lächeln hervor. Es handelt sich dabei um den europäischen Saison-Torrekord des FC Barcelona aus der Triple-Spielzeit 2014/15 unter Luis Enrique. Die Katalanen mit dem Traum-Sturmtrio Messi, Neymar, und Luis Suárez hatten damals in 60 Pflichtspielen 175 Tore erzielt. Die Münchner stehen derzeit nach 49 Saisonspielen bei 167 – und es stehen noch mindestens sechs, bei Erreichen des CL-Endspiels sieben Partien aus.

Nachdem er zuvor bei den Fragen zu seinen Spielern regelmäßig ins Schwärmen geraten war, erklärte er das Rezept für diese Torflut, auch mit dem Verweis, dass alle Mannschaftsteile für den Erfolg verantwortlich wären: „Es ist immer die Qualität der Spieler. Du brauchst Spieler, die treffen können. Sie haben diesen Hunger weiterzumachen. So erreichst du diese Zahlen. Meine Rolle ist, zu schauen, was wir verbessern können, und diesen Hunger aufrechtzuerhalten. Es ist die DNA dieses Klubs. Die Hauptsache ist aber das Gewinnen von Trophäen.“

Am Ende der Pressekonferenz konfrontierte ein ausländischer Medienvertreter den Bayern-Coach noch mit den extrem selbstbewussten Aussagen von Luis Enrique, welche er allerdings zusätzlich verschärfend noch falsch zitierte. Kompany sollte somit zur PSG-Behauptung, „konstanter und besser“ als der FCB zu performen, Stellung nehmen.

Auf diese falsch übermittelte Botschaft, die ihn zunächst etwas zu irritieren schien, kam von Kompany eindeutig die Ansage, PSG entthronen zu wollen: „Für mich ist der Titelverteidiger im Recht, sich alles zuzusprechen. Wir kämpfen um den Titel, den PSG letztes Jahr erreicht hat. Sie verdienen jedes Lob. Wir wollen das, was sie haben. Wir haben Hunger. Morgen ist das Hinspiel, es wird ein Rückspiel in München geben, und wir hoffen, dass wir über diese beiden Spiele das bessere Team sein werden.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mustafa Yalcin

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