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Der FC Bayern vor Benfica
Ja, ist bei Luis Diaz scho Weihnachten?!
Der FC Bayern fliegt derzeit „leicht“ über alle hinweg – auch gegen Sporting Lissabon ist das Team von Vincent Kompany Favorit. Oder ist alles zu schön, um wahr zu sein?
München – Für Luis Diaz ist tatsächlich fast schon Weihnachten. Während die Kollegen beim FC Bayern sich den Festschmaus in den verbleibenden drei Spielen des Fußballjahres 2025 noch verdienen müssen, kann der Kolumbianer in den kommenden acht Tagen durchschnaufen. An diesem Dienstag (18.45 Uhr), im Champions-League-Ligaspiel gegen Sporting Lissabon, fehlt der Offensivflitzer rotgesperrt, am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Mainz 05 sitzt er eine Gelbsperre ab.
Dass aus dem Hause Diaz daher schon am Sonntag ein trautes Familienbild vor dem Baum gepostet wurde, ist legitim. Wobei man auch beim Rest des FC Bayern schon 15 Tage vor dem Heiligen Abend nichts gegen ein laut geschmettertes „Oh du fröhliche“ einwenden könnte. Oder ist alles vielleicht doch zu schön, um wahr zu sein?!
Bayern-Boss Eberl will nicht zu euphorisch werden
„Wenn Dinge laufen, fühlt sich alles ein bisschen leichter an“, sagte Max Eberl über die derzeitige Saison, und genau dieses Gefühl strahlt der Rekordmeister derzeit auch aus. In der Liga ist das Team von Vincent Kompany nach dem 5:0 gegen Stuttgart acht Punkte voraus, im DFB-Pokal freut man sich auf das Viertelfinale gegen Leipzig – und in der Königsklasse steht man nicht nur auf dem komfortablen dritten Platz, sondern trifft auch noch auf einen Gegner, gegen den eigentlich nichts schief gehen kann.
Auch wenn Eberl vor dem Double-Sieger aus Portugal warnte: „Sporting ist eine sehr, sehr gute Truppe. Sie entwickeln immer wieder super Spieler auf hohem Niveau“, auf dem Papier spricht alles, aber wirklich alles für die Gastgeber aus München. Ein paar Fakten gefällig? Auch wenn die Kompany-Elf am vergangenen Spieltag beim FC Arsenal (1:3) gesehen hat, dass es noch Teams auf Augenhöhe gibt: Zuhause ist der FC Bayern eine absolute Heimmacht auf großer Bühne.
Vereinzelte Coups und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände
Seit 36 Gruppen- bzw. Liga-Spielen hat die Allianz Arena in der Königsklasse keine Bayern-Pleite mehr gesehen, die letzte Niederlage datiert aus dem Dezember des Jahres 2013 (!), ein 2:3 gegen Manchester City. Hinzu kommt die seit 13 Spielen währende Heimserie gegen portugiesische Clubs, nie gab es einen Sieg der Gäste.
Außerdem ein Pfund: Harry Kane, der in den letzten 15 Champions-League-Heimspielen 16 Mal getroffen hat – und nach dem Hattrick von Stuttgart dort weitermachen will, wo er aufgehört hat. Klingt fast nach einem Selbstläufer, aber man ist beim FC Bayern freilich auch intern bemüht, es bei der wohligen Adventsstimmung nicht allzu gemütlich angehen zu lassen.
Hoeneß stellt klar: „Wir wollen nicht überheblich werden“
„Wir wollen nicht überheblich werden“, sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Samstag bei der Spenden-Gala zu „Ein Herz für Kinder“ und gab der Mannschaft auch gleich seine drei Weihnachtswünsche mit auf den Weg. Sie lauten: „Deutscher Meister werden“, im Pokal „wieder nach Berlin fahren“, und – noch vorsichtig formuliert: „International wieder weit kommen.“
Ein wichtiger Schritt in Richtung Umgehen der Play-Offs kann an diesem Dienstag zur ungewöhnlichen Anstoßzeit gemacht werden. Und ein perfekter Jahresausklang in der Allianz Arena unter dem Baum? Würde sich bei allen gut machen, nicht nur bei Familie Diaz.