Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Immer gefährlich

Die bitterste Erfahrung des FC Bayern mit Real Madrid

Der FC Bayern hatte in seiner jüngeren CL-Vergangenheit einige Negativerlebnisse mit Real Madrid. Hier ein Paradebeispiel dafür, warum die Königlichen so gefürchtet sind.

Das diesjährige Champions-League-Viertelfinale zwischen Real Madrid und dem FC Bayern ist die Neuauflage des großen Klassikers im europäischen Vereinsfußball. Galten die Münchner lange Zeit als „La Bestia Negra“, als der Angstgegner des 15-fachen Rekordgewinners des begehrten Henkelpotts, behielt dieser zuletzt stets die Oberhand.

Können die Bayern gegen Real Madrid endlich wieder jubeln?

In den letzten vier Duellen (2014; 2017; 2018; 2024) setzten sich die spanischen Hauptstädter jeweils durch. Die pure Statistik – sechs Siege, zwei Unentschieden –, die eine klare Dominanz Reals vermitteln könnte, täuscht aber darüber hinweg, dass zumindest die jüngsten drei Aufeinandertreffen jeweils Dramatik pur boten und bis zur letzten Minute auf Messers Schneide standen. Nicht selten standen dabei die Schiedsrichter im Mittelpunkt.

FC Bayern gewinnt drei von vier Partien, Real die Champions League

Vor den beiden Duellen im April (7. April im Estadio Santiago Bernabéu; 15. April in der Allianz Arena) gilt der FC Bayern als die formstärkere Mannschaft. Dennoch gibt es niemanden, der die Spanier nicht zuletzt wegen eines besonderen Phänomens auf die leichte Schulter nehmen würde: Real Madrid ist der Königsklassen-Spezialist. Egal, wie schlecht die Saison zuvor gelaufen ist, wenn die entscheidende CL-Phase beginnt, ist es hellwach und in Bestform. Ausgebuffter, erfahrener als die Gegner.

In der Spielzeit 1999/2000 musste der deutsche Rekordmeister in dieser Hinsicht die brutalste Erfahrung machen. Obwohl die spanische Liga damals an der Tabellenspitze ein wahres Schneckenrennen war, konnte Real Madrid nicht in den Meisterschaftskampf eingreifen und wurde am Ende hinter Deportivo La Coruña, dem FC Barcelona, Valencia und Real Zaragoza nur Fünfter – und wäre nicht für die nächste CL-Spielzeit qualifiziert gewesen.

Vom Unbekannten zum Robben-Erben – Die Geschichte von Bayern-Star Olise

Michael Olise im Bayern-Trikot.
Schon nach anderthalb Jahren im Bayern-Trikot zählt Michael Olise zu den besten Spielern der Welt. Dass der Franzose so eine Entwicklung nehmen würde, war vor wenigen Jahren aber noch nicht abzusehen.  © IMAGO/Markus Ulmer
Michael Olise beim FC Reading.
Sowohl beim FC Arsenal, dem FC Chelsea und Manchester City, seinen drei Jugendvereinen, wusste man seine Qualitäten nicht richtig einzuschätzen.  © Phil Westlake/News Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Michael Olise im Trikot des FC Reading.
Also ging es 2017 in die U18 des FC Reading, wo Olise anfangs Probleme hatte, sich durchzusetzen.  © John Patrick Fletcher via www.imago-images.de
Michael Olise beim Jubeln mit seinen Teamkollegen.
Erst nach zweieinhalb Jahren durfte er dauerhaft in die erste Mannschaft aufrücken – und wusste nach sechs weiteren Monaten plötzlich zu überzeugen.  © JASONPIX/Shutterstock via www.imago-images.de
Michael Olise im Trikot des FC Reading.
In seiner ersten vollen Saison für den damaligen englischen Zweitligisten brillierte Olise mit sieben Toren und zwölf Vorlagen.  © Paul Jenkins via www.imago-images.de
Michael Olise mit der Rückennummer 7 im Trikot von Crystal Palace.
Das reichte aus, damit Crystal Palace 9,3 Millionen Euro für den Flügelspieler zahlte. Olise war also in der Premier League angekommen.  © IMAGO/Sebastian Frej
Michael Olise bei Crystal Palace.
Dort angekommen musste er sich aber zunächst an das Niveau der englischen Elite-Liga gewöhnen. Seine erste Saison beendete Olise mit knapp 1600 Einsatzminuten, war letztlich aber immerhin an 13 Toren direkt beteiligt.  © Carlton Myrie/News Images via www.imago-images.de
Michael Olise jubelt nach einem Treffer.
In seinem zweiten Jahr Premier League war Olise dann endlich unumstrittener Stammspieler, nur mit dem Toreschießen wollte es noch nicht so laufen wie erhofft. Letztlich standen zwei Treffer zu Buche, dafür aber immerhin elf Vorlagen.  © Sebastian Frej via www.imago-images.de
Michael Olise hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen.
Seine dritte Saison im Palace-Trikot wurde von zwei Oberschenkelverletzungen überschattet. Insgesamt verpasste Olise 29 Pflichtspiele. Es waren die ersten schwerwiegenderen Verletzungen seiner Karriere.  © IMAGO/MDI/Shutterstock
Michael Olise wird von seinen Teamkollegen bejubelt.
Obwohl er nur 1278 Minuten auf dem Platz stand, spielte Olise mit zehn Toren und sechs Vorlagen seine bisher beste Saison und war längst der Starspieler von Crystal Palace.  © IMAGO/Alan Stanford
Michael Olise jubelt nach einem Doppelpack gegen Manchester United.
Crystal Palace bemühte sich lange um eine Verlängerung, doch Olise entschied sich dazu, den nächsten Schritt zu gehen. Mehrere Premier-League-Klubs, darunter auch seine ehemaligen Jugendvereine, buhlten um ihn.  © IMAGO/Micah Crook/PPAUK
Michael Olise wurde beim FC Bayern als Neuzugang vorgestellt.
Den Zuschlag bekam letztlich aber der FC Bayern, der im Sommer 2024 53 Millionen Euro für Olise auf den Tisch legte und ihn mit der Trikotnummer 17 ausstattete.  © IMAGO/Photo by FC Bayern München/Pool
Michael Olise bei seiner Bayern-Vorstellung neben Max Eberl.
Direkt bei seiner Vorstellung wurde Olise, der kurz zuvor Olympia-Silber mit Frankreich gewonnen hatte, auf seinen französischen Vorgänger Franck Ribéry angesprochen. „Ich mag ihn sehr“, schwärmte Olise.  © IMAGO/Photo by FC Bayern München/Pool
Michael Olise (von li.), Kingsley Coman und Joao Palhinha auf der Auswechselbank.
In seinem ersten Pflichtspiel für den FC Bayern musste Olise zunächst auf der Bank Platz nehmen. © IMAGO/Michaela Merk
Thomas Müller zusammen mit Michael Olise (r.).
Doch genau wie Ribéry 2007 gelang ihm in der ersten DFB-Pokal-Runde direkt eine Vorlage.  © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Michael Olise im Zweikampf mit Riccardo Calafiori.
Kurioserweise hatte Olise zum Zeitpunkt seines Bayern-Transfers noch kein einziges Länderspiel bestritten, was seinen kometenhaften Aufstieg unterstreicht. Erst im Nations-League-Spiel gegen Italien (6. September 2024) feierte er sein Debüt für „Les Bleus“.  © IMAGO/ Matthieu Mirville
Michael Olise hat gegen Holstein Kiel getroffen.
Auf seinen ersten Treffer im Bayern-Trikot musste Olise unterdessen bis zum dritten Bundesliga-Spieltag warten. Beim Kantersieg gegen Holstein Kiel (6:1) war er erstmals selbst erfolgreich.  © IMAGO/Henning Rohlfs
Michael Olise wird von seinen Bayern-Kollegen umjubelt.
Bis zu seiner ersten Gala-Vorstellung dauerte es anschließend nicht mehr lang. Nach einem Doppelpack in der Champions League war Olise beim 5:0-Sieg gegen Werder Bremen gleich an vier Toren direkt beteiligt.  © IMAGO/Laci Perenyi
Michael Olise jubelt im Bayern-Trikot.
Die anfänglichen Ribéry-Vergleiche hatten zu dem Zeitpunkt längst aufgehört. Stattdessen sahen die Fans in Olise den verspäteten Erben von Arjen Robben, der genau wie der Franzose häufig von der rechten Seite ins Zentrum gezogen ist.  © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
Michael Olise im Bayern-Trikot.
Unabhängig davon, wem von beiden er vom Spielstil her ähnlicher ist, hat Olise sowohl Ribéry als auch Robben statistisch mit 43 Torbeteiligungen in seiner ersten Saison beim FC Bayern in den Schatten gestellt – Ribéry kam damals auf 39 Torbeteiligungen, Robben auf 31.  © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Michael Olise im Sondertrikot des FC Bayern.
Inzwischen war er längst nicht mehr der unbekannte Franzose von der Insel. Seinen Marktwert konnte Olise nach nur einem Jahr in München bereits von 55 auf 100 Millionen Euro steigern und zählte somit zu den teuersten Spielern der Welt.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Michael Olise mit der Meisterschale.
Am Ende der Saison 2024/25 feierte Olise mit dem FC Bayern den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Es war der erste Titel seiner Profi-Karriere.  © Screenshot Michael Olise Instagram
Michael Olise (r.) jubelt mit Raphael Guerreiro.
In seinem zweiten Bayern-Jahr hat Olise dann erneut eine Leistungssteigerung hingelegt. Schon nach 26 Pflichtspielen steht der 24-Jährige bei zwölf Toren und 16 Vorlagen. Macht er so weiter und holt mit den Münchnern noch dazu den Champions-League-Titel, könnte er sogar heißer Kandidat für den Gewinn des Ballon d’Or werden.  © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Michael Olise (r.) jubelt im Frankreich-Trikot mit Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké.
Mittlerweile ist Olise nicht mehr aus der französischen Nationalmannschaft wegzudenken. Dass der Bayern-Star mit der „Équipe Tricolore“ zur WM 2026 fährt, ist so gut wie sicher. © IMAGO/Joly Victor/ABACA
Michael Olise im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
Sein Vertrag beim FC Bayern ist noch bis 2029 gültig, doch schon jetzt gibt es zahlreiche Gerüchte um Interesse aus der Premier League. Ob Olise also eine ähnlich lange Karriere beim deutschen Rekordmeister haben wird wie Robben, bleibt abzuwarten.  © IMAGO/Steffie Wunderl

Auch in der Fußball-Königsklasse lief es nur mäßig. In der in jener Zeit ausgespielten Zwischenrunde der Champions League, in welcher in vier Gruppen die Viertelfinalisten ausgespielt wurden, wurde Real zweimal heftig vom FC Bayern abgewatscht: Zu Hause im Bernabéu mit 2:4 und zu Lothar Matthäus’ FCB-Abschied in München gar mit 1:4. Nur mit Ach und Krach konnten sich die Madrilenen schließlich – punktgleich mit Dynamo Kiew – als Zweiter für die Runde der letzten Acht qualifizieren.

Im Halbfinale trafen beide Mannschaften wieder aufeinander. Anders als in der Zwischenrunde flutschte es für Real aber im Hinspiel zu Hause sofort: Nicolas Anelka erzielte in der 4. Minute die Führung, die Jens Jeremies mit einem unglücklichen Eigentor (33.) zur 2:0-Halbzeitführung ausbaute. Nach dem Seitenwechsel vergaben die Bayern zahlreiche Großchancen, am Spielergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. So war ihre Ausgangslage vor dem Rückspiel in Zeiten der Auswärtstorregel sehr mäßig.

Im Rückspiel im Olympiastadion gingen wiederum die Bayern früh durch Carsten Jancker in Führung (12.). Die Euphorie der FCB-Fans verflog an jenem sommerlichen Mai-Tag jedoch sehr rasch, als Anelka in der 31. Spielminute ausglich: Es war nicht mehr das Madrid der Zwischenrunde, dem man in einem Spiel „locker“ vier Gegentore einschenken konnte.

Giovane Élbers 2:1 war bereits der Endstand, obwohl die Bayern bis zum Schlusspfiff verzweifelt alles versuchten, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Wenige Wochen später holte sich Real Madrid im spanischen Duell mit dem FC Valencia, von dem es noch in der heimischen Liga distanziert worden war, souverän (3:0) seinen damals achten Henkelpott. Den Münchnern blieb nur die bittere Erkenntnis, dass selbst drei Siege in vier Partien gegen Madrid nicht reichten, um dieses vom großen Triumph, den man insgesamt wohl sogar mehr verdient gehabt hätte, abzuhalten.

Die älteren Bayernfans werden dagegen die Halbfinal-Duelle 1976 (1:1; 2:0) und 2001 (1:0; 2:1) gegen die Königlichen viel besser in Erinnerung haben. Danach gewann der FCB jeweils die weltweit begehrteste Trophäe im Vereinsfußball.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Kommentare