Tausch-Transfer soll Thema sein
Taktik oder Dementi? Bayern kommentiert Gerüchte um Nkunku und Tel
Die Spekulationen um Christopher Nkunku und Mathys Tel beim FC Bayern werden lauter. Sportdirektor Christoph Freund reagiert zurückhaltend.
München – Dem FC Bayern ist die inoffizielle ‚Halbmeisterschaft‘ nach der Hinrunde in der Bundesliga bereits vor dem 17. Spieltag am Mittwochabend gegen die TSG Hoffenheim sicher. Die Münchner haben den besten Angriff und die beste Abwehr, erst eine Niederlage kassiert und vier Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen. Trotzdem gibt es viele Gerüchte über einen möglichen Kader-Feinschliff im Winter-Transferfenster.
Bis Anfang Februar könnte sich beim FC Bayern noch etwas tun, am heißesten wird dabei aktuell über Christopher Nkunku und Mathys Tel spekuliert. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Nkunku soll der Wunschspieler für die Offensive sein, die aktuell etwas zu abhängig von Harry Kane und Jamal Musiala daherkommt. Im Gegenzug soll der Wechsel von Tel zum FC Chelsea ein Thema sein.
Im Pressegespräch vor der Partie gegen Hoffenheim reagierte Christoph Freund mit einer Absage an die Gerüchte. War das ein echtes Dementi oder bloße Taktik?
FC Bayern „sehr zufrieden mit dem Kader“
„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kader, mit der Anzahl von Spielern und auch der Qualität, das haben wir schon oft gesagt“, erklärte der Österreicher. Auf konkrete Frage zu Nkunku sagte Freund: „Nein. Wenn wir so weiter in die Saison gehen, und das ist unser Plan, ist kein Thema, dass wir in der Offensive wen dazuholen, weil wir da sehr gut aufgestellt sind. Qualitativ und in der Anzahl.“
Damit ließ der Sportdirektor die Tür einen Spalt offen: Wenn Bayern nach den Talenten Arijon Ibrahimović (Leihe zu Lazio) und Nestory Irankunda (GZ Zürich) einen Offensivspieler aus dem Aufgebot von Trainer Vincent Kompany abgeben sollte, wäre eine Lücke da. In die könnte womöglich Nkunku stoßen. Immerhin soll sich der FC Bayern mit dem Franzosen bereits einig sein.
„Das klare Ziel“: Tel schafft den Durchbruch beim FC Bayern
Die naheliegende Lösung wäre eine Leihe von Tel, dessen Entwicklung aktuell deutlich stagniert. Der Jungstar ist dafür aber dem Vernehmen nach nicht offen. „Mathys ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, wir haben in den letzten Wochen immer wieder Gespräche geführt. Wir sind im guten Austausch, weil er ein großes Talent ist und eine wichtige Rolle in Zukunft einnehmen soll“, betonte Freund.
„Das klare Ziel von allen Beteiligten ist, dass Mathys bei uns den Durchbruch schafft. Wir glauben daran, Mathys glaubt daran. Darum ist es aktuell für uns kein Thema, uns mit anderen Sachen zu beschäftigen“, erteilte Freund auch in dieser Hinsicht den Gerüchten eine Absage. „Wenn ein Spieler wie Mathys Tel in der Situation ist, wo er nicht so viele Minuten bekommt wie erwünscht oder wir uns vielleicht vorgestellt haben, dann spricht man darüber“, ließ der Sportdirektor aber auch in dieser Personalie einen gewissen Interpretationsspielraum.
Die Idee, Tel an Chelsea abzugeben, um ihn mit Nkunku zu verrechnen, scheint für den deutschen Rekordmeister allerdings nicht zwingend reizvoll. „Es ist unser klarer Plan, dass wir es mit Mathys durchziehen beim FC Bayern und dass er es hier schaffen soll und kann“, betonte Freund.
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