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Letzte Chance ungenutzt – Club-WM geht ohne Sané weiter
In der siebten Minute der Nachspielzeit hätte es so weit sein können: Sané lief allein auf Flamengos Keeper Augustin Rossi zu, doch der Torerfolg blieb aus. Damit endet seine Münchner Laufbahn ohne einen Treffer in diesem Turnier. Der Offensivspieler wird in der entscheidenden Phase der Club-WM nicht mehr mitwirken – sein Wechsel zu Galatasaray Istanbul wird ab Dienstag offiziell.
Im Hard Rock Stadium äußerte sich Sané nach der Partie zu seinem Abschied: „Es ist mit dem Turnier ein bisschen speziell, dass man es nicht mehr zu Ende spielen kann. Ich habe die zwei Wochen noch mal sehr genossen, weil es eine spezielle Truppe ist, eine Einheit ist. Ich habe mich gefreut, mit den Jungs hier auf dem Platz stehen zu dürfen.“
Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern
Der Flügelspieler wechselt nach einem Beraterwechsel ablösefrei in die Türkei, wo Galatasaray ihm ein finanziell deutlich attraktiveres Angebot machte. In München hätte er Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Dennoch wollte der Nationalspieler bei der Klub-WM in den USA noch einmal für den FC Bayern auf dem Platz stehen. „Ich bin nicht hierhin gekommen, um Urlaub zu machen. Den hätte ich auch irgendwo anders machen können.“ Und so kam Sané immerhin in drei von vier möglichen Spielen zum Einsatz.
Zum Verhältnis mit den Verantwortlichen des Rekordmeisters sagte Sané: „Wir gehen im Guten auseinander.“ Auch Sportvorstand Max Eberl lobte Sanés professionelles Verhalten während des Turniers und kündigte eine offizielle Verabschiedung im Teamquartier in Orlando an.
Nach dem Abpfiff gab es herzliche Szenen auf dem Rasen. Manuel Neuer verabschiedete sich von seinem langjährigen Teamkollegen mit den Worten: „Ich werde ihn vermissen. Leroy ist ein super Mensch.“ Zum verpassten Tor meinte er mit einem Schmunzeln: „Er hatte ein bisschen Scheiße am Schuh.“ Leon Goretzka teilte die Meinung: „Ich hätte mir gewünscht, dass Leroy noch sein Törchen macht am Ende. Es waren fünf schöne Jahre mit ihm.“
Zur Vergabe seiner Rückennummer hatte Sané dann zum Abschied noch einen klaren Wunsch: Die 10 solle Jamal Musiala übernehmen. „Ich hoffe, dass er sie kriegt. Der Junge hat noch einiges Großes vor sich“, sagte Sané über seinen engen Freund und Nationalmannschaftskollegen. (BenHot)