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Im exklusiven Interview
Reiner Calmund kritisiert Upamecano-Berater: „Als kriege der den Hals nicht voll“
Dayot Upamecano verlängert beim FC Bayern. Dennoch kritisiert Reiner Calmund die Rolle des Beraters. Was der Ex-Funktionär über Geld im Fußball denkt.
Der langwierige Poker ist durch. Nach Informationen von Absolut Bayern verlängert Dayot Upamecano dann doch noch beim FC Bayern bis 2030. Die Verhandlungen mit dem französischen Innenverteidiger zogen sich über Wochen. Und das, obwohl das finale Angebot der Bayern ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro beinhaltet. Die gleiche Summe erhält der 27-Jährige als Handgeld.
Dass die Gespräche so lange dauerten und einige Wendungen parat hielten, lag wohl auch an Upamecanos Berater. Ein Verhalten, das nun auch Reiner Calmund auf den Plan ruft. „Ich kenne jetzt den Berater von Upamecano nicht, aber es scheint, als kriege der den Hals nicht voll“, verrät der ehemalige Fußball-Funktionär im exklusiven Interview mit Absolut Fussball.
Reiner Calmund betont Upamecano-Verhandlungen mit FC Bayern: Geld ist nicht alles
Calmund betonte zunächst den sportlichen Wert des Verteidigers: „Upamecano hat bis jetzt 230 Bundesligaspiele für Leipzig und Bayern München gemacht. Bei beiden Vereinen war er ein Leistungsträger. Er ist Stammspieler der französischen Nationalmannschaft, die auch zu den Top drei, vier der Welt gehört.“
In seinen Ausführungen zeigte sich Calmund voll des Vertrauens in die Führungsriege des FC Bayern. „Die aktuelle Führungsetage um Jan-Christian Dreesen, Max Eberl, Christoph Freund schätze ich sehr. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zählen in den letzten Jahrzehnten zu den Top-5-Managern und Vereinsmachern in ganz Europa“, lobte er und fügte hinzu: „Sie können das viel besser beurteilen, wie sinnvoll das ist. Da würde ich mir nicht anmaßen, ihnen zu sagen, was zu tun ist.“
Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern
Die Situation um Upamecano hatte sich zuletzt überraschend entwickelt. Nachdem der FC Bayern zunächst das Vertragsangebot zurückgezogen hatte, signalisierte der Spieler persönlich sein Interesse an einer Verlängerung. Mit Erfolg. Uli Hoeneß soll mit seiner öffentlichen Kritik an den Beratern dazu beigetragen haben, dass sich Upamecano von seinen Beratern distanzierte.
Calmund betontdie Eigenverantwortung des Spielers: „Letztendlich muss aber der Spieler entscheiden, was er macht.“ Der ehemalige Leverkusen-Manager appellierte zudem, nicht ausschließlich finanzielle Aspekte in den Vordergrund zu stellen: „Was mir wichtig ist: Wenn sich der Spieler und seine Familie wohlfühlen und er in einem Spitzen-Verein spielt, dann muss man auch nicht auf die letzten Millionen gucken. Das ganze Geld kann er ja sowieso in seinem Leben nicht mehr ausgeben.“ (fpt)