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„Denken nicht daran, auszuscheiden“
Real Madrid spuckt vor Bayern-Duell große Töne
Real Madrid kündigt vor dem Wiedersehen mit dem FC Bayern eine große Europapokalnacht an. Die Antwort aus München fällt ähnlich selbstbewusst aus.
Wenn die Königlichen aus Madrid vor einem großen Abend in der Champions League die Brust herausstrecken, hat das oft Methode. Auch vor dem Europapokal-Kracher gegen den FC Bayern (alle TV-Infos) ist es nicht anders. Die Botschaft vor dem Viertelfinal-Hinspiel am Dienstag ist klar: Zweifel sind in der Real-Kabine nicht erwünscht.
Vinícius Júnior (r.) und Trainer Álvaro Arbeloa gehen mit maximalem Selbstbewusstsein ins Duell mit dem FC Bayern. Die Antwort aus München fällt ähnlich selbstbewusst aus.
Weder die 1:2-Niederlage auf Mallorca noch die Qualität des Gegners ändern dabei den Tonfall. Vinícius Júnior beispielsweise sprach vor der mit Spannung erwarteten Begegnung mit fester Überzeugung von einer „schönen letzten Saisonphase“, die nun bevorsteht. Trainer Álvaro Arbeloa schob zugleich jeden Gedanken an ein Ausscheiden kategorisch beiseite.
Real Madrid spuckt vor Duell gegen den FC Bayern große Töne: „Denken nicht daran, auszuscheiden“
„Wir denken nicht daran, in dieser Runde auszuscheiden“, formulierte Arbeloa auf der Pressekonferenz vor der Partie den königlichen Anspruch mit großem Selbstbewusstsein. Für ihn gebe es „nur ein Ziel: Die Bayern zu schlagen“. Am Dienstag gehe es auch darum, den Madridistas „eine große Champions-Nacht“ zu schenken. Weiter betonte der Coach, der als Nachfolger für den zuvor glücklosen Xabi Alonso installiert wurde, er habe „die besten Spieler der Welt“ und deshalb wollen die Königlichen auch das „beste Team der Welt“ stellen.
Absolutes Selbstvertrauen mit dem Hang zur Großspurigkeit – dieser Ton gehört in Madrid zur Identität. Vinícius Júnior nahm in der Medienrunde auch gleich die Fans mit in die Verantwortung. „Ganz sicher spielt bei uns die Verbindung zwischen Spielern und Fans eine große Rolle. Sie verändert die Dynamik der Spiele zu Hause, vor allem in der Champions League“, erklärte der Brasilianer.
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid
Doch die Münchner kommen nicht als ehrfürchtiger Herausforderer in die spanische Hauptstadt. Im Gegenteil: Auch beim FC Bayern wächst vor dem Hinspiel die Überzeugung, dass dieses Mal eine bittere Königsklassen-Serie enden kann: Halbfinale 2014, Viertelfinale 2017, Halbfinale 2018, Halbfinale 2024 – in allen der vier letzten Duelle in der Champions League zogen die Bayern den Kürzeren. Joshua Kimmich sagte daher: „Es ist mal an der Zeit!“
Auch Vincent Kompany, der am Dienstag sein 100. Pflichtspiel als Bayern-Trainer vor der Brust hat, strahlte vor dem Abflug nach Madrid Zuversicht aus: „Das ist der beste Verein in der Geschichte der Champions League. Darum ist das eine schöne Aufgabe.“ FCB-Boss Max Eberl fand nach dem wilden 3:2 in Freiburg noch deutlichere Worte: „Mehr positives Gefühl, um nach Madrid zu fahren, geht nicht.“ Auch vom angeschlagenen Torjäger Harry Kane gab es vor dem Spiel gute Nachrichten.
Bayern-Youngster Lennart Karl, der am Wochenende das entscheidende Tor kurz vor Abpfiff beisteuerte, brachte die Stimmung mit seiner jugendlichen Direktheit auf den Punkt: „Wir können jetzt jeden Gegner schlagen“ und gegen seinen Traumverein gelte: „Einfach gewinnen – und fertig“. Im Duell des verbalen Säbelrasselns vor dem ersten Showdown am Dienstag geht zunächst mal kein Team als Sieger hervor – auf dem Rasen wird sich dann zeigen, wer sportlich die Nase vorn hat. (kus)