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Babbel: „Hoeneß schadet dem Verein mehr, als er ihm im Moment nutzt“
Darunter waren Sätze wie „Hoeneß schadet dem Verein mehr, als er ihm im Moment nutzt“ und „Hoeneß gefällt mir überhaupt nicht. Entweder machst du mit oder du bleibst weg, aber das Zwischendrin ist für alle Beteiligten ein Desaster”.
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Die Attacke von Babbel auf Hoeneß, so nachvollziehbar die Argumente auch wirken, darf man natürlich schon als verbale Prügelorgie einordnen. Und wie war das eigentlich früher, bitte nur im metaphorischen Sinne verstehen, auf dem Pausenhof, wenn ein starker Junge (Babbel) den Klassenclown mit großer Klappe (Hoeneß) verprügelt hat?
Babbel gegen Hoeneß: Es geht zu wie auf dem Pausenhof
Freunde des Klassenclowns hatten dann im Wesentlichen drei Optionen:
Sie stiegen in die Prügelei mit ein und verteidigten ihren vermeintlich coolen Kumpel.
Wenn man sich nicht so fit für eine Rauferei fühlte, holte man Hilfe beim Lehrer oder anderen Freunden.
Option drei war die feige Nummer: Man schaute einfach zu oder rannte heimlich weg.
Heruntergebrochen auf die jetzige Attacke von Babbel auf Hoeneß sei diese Analogie zugestanden:
Die Freunde von Uli Hoeneß, also die Presseabteilung des FC Bayern und viele Weggefährten des Patrons, müssten öffentlich kundtun, dass die Aussagen von Markus Babbel eine absolute Frechheit sind und man so mit einer ehrenwerten Bayern-Legende nicht in dieser brachialen Form umgeht.
Seit fünf Tagen ist aber dahingehend nichts passiert.
Option zwei lautet: Hilfe holen. In dem Fall könnten FC-Bayern-nahe Berichterstatter eine Lobeshymne auf Hoeneß halten und Markus Babbel als verbitterten Ex-Münchner darstellen, der ähnlich wie Lothar Matthäus nicht mal Greenkeeper beim Rekordmeister geworden ist.
Auch davon ist nichts zu lesen und zu hören seit fünf Tagen.
Hat Hoeneß noch Freunde beim FC Bayern?
Falls also Uli Hoeneß noch Freunde hat, haben sie nur zugeschaut oder sind weggelaufen. Die feige Nummer vom Pausenhof eben.
Deshalb lautet Michels Meinung: Uli Hoeneß schadet dem FC Bayern mittlerweile so sehr, dass er keine Freunde mehr hat. Zumindest keine, die ihm öffentlich noch die Stange halten.
UPDATE: Am Mittwochmittag, als diese Kolumne schon veröffentlicht war, hat sich nun der erste Freund von Uli Hoeneß öffentlich geäußert. Torwart-Legende Sepp Maier sagte bei Sport1: „Das hat mich richtig wütend gemacht. Diese Respektlosigkeit geht gar nicht. Erstmal sollte sich der Markus Babbel überlegen, was er dem FC Bayern überhaupt zu verdanken hat. Ohne Uli hätte er vielleicht nie so eine Karriere gemacht. Ich weiß ja, dass heutzutage jeder dieser ‘Experten‘ meint, seine Meinung rausposaunen zu müssen, aber was sich der Babbel da geleistet hat, ist unterste Schublade. Zu behaupten, Uli Hoeneß sei „das größte Problem“ des FC Bayern – das ist nicht nur respektlos, das ist einfach nur dumm.“