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„Nicht mehr Druck als sonst“
Kompany bleibt vor Pokal-Halbfinale in Leverkusen gelassen
Nach dem Bundesliga-Titel ist vor dem Pokal-Halbfinale: Nur drei Tage nach dem 4:2-Sieg über Stuttgart muss der FC Bayern bei Bayer Leverkusen antreten.
FCB-Chefcoach Vincent Kompany zeigte sich auf der Pressekonferenz vor dem Pokal-Kracher in Leverkusen gewohnt fokussiert und gelassen. Obwohl er sich der Bedeutung der Partie absolut bewusst ist, verspürt der 40-Jährige offenbar keine zusätzliche Anspannung: „Ich spüre nicht mehr Druck als sonst“, womit er gleich einleitend verdeutlichte, dass sich an seiner üblichen Herangehensweise an die Spiele auch dieses Mal nichts ändern wird.
„Aber es ist ein Halbfinale über 90 oder 120 Minuten – ab morgen wissen wir, wer nach Berlin fährt. Das sind ganz besondere Spiele. Man darf es nicht kleinreden, aber die Abläufe, und die Vorbereitung bleiben gleich und wichtig, wie für alle anderen Spiele. Wir freuen uns auf die Aufgabe“, führt der belgische Erfolgstrainer des FC Bayern weiter aus.
Achtes Duell gegen Bayer seit September 2024
Mit Bayer Leverkusen wartet ein Gegner, den die Bayern aufgrund der zahlreichen Duelle der letzten beiden Spielzeiten in- und auswendig kennen. Dazu Kompany: „Es ist, glaube ich, schon das achte Duell in zwei Jahren. Sie hatten zwei unterschiedliche Trainer, aber wir kennen die Spieler gut und wissen genau, was auf uns zukommt.“
Auf die letzte Bundesliga-Schlacht bezogen, in welcher die Bayern vor gut einem Monat in Leverkusen am Ende in doppelter Unterzahl ein 1:1 erkämpften: „Wir haben im letzten Spiel genau gesehen, welche Emotionen man braucht – und welche man besser zu Hause lässt. Was wir immer erlebt haben, war ein totaler Kampf. Wir erwarten daher dieses Mal auch nichts anderes.“
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Bereits auf die Atmosphäre in einem möglichen Endspiel in Berlin angesprochen, hält sich der FCB-Coach zurück: „Ich habe mich noch nicht damit beschäftigt, mit dem HSV haben wir das auch nicht geschafft. Es gibt immer ein erstes Mal, ich hoffe, das kommt dieses Jahr. Aber ich habe viel Respekt vor dem Gegner von morgen – jeder hat sich diese Hoffnung verdient, wenn man so weit kommt. Aber die Erfahrung aus England und Belgien, wo ich Pokalfinals spielen konnte, nehme ich mit, wenn es irgendwann soweit sein wird.“
In der vergangenen Spielzeit war der FC Bayern nach Manuel Neuers früher Roten Karte in der heimischen Arena bereits im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 0:1 an Leverkusen gescheitert. Das beschäftigt Kompany nicht mehr: „Es geht nicht um Revanche. Natürlich nimmt man eine Niederlage immer mit in die nächsten Spiele. Dann willst du zeigen, dass du wieder die bessere Mannschaft sein wirst. Aber wir nehmen nur noch mit, was vor uns liegt, nicht mehr, was hinter uns liegt.“
Danach sah die Pflichtspielbilanz auf FCB-Sicht sehr positiv aus: drei Siege, zwei Unentschieden. Auch das interessiert den 40-Jährigen vor dem anstehenden Halbfinale nicht mehr: „Auch wenn wir zuletzt Erfolgserlebnisse gegen sie gespürt haben, auch in der Champions League. Morgen aber ist wieder eine neue Geschichte. Ich glaube, niemand von uns wird dieses Spiel unterschätzen. Wir haben Vertrauen, wir wissen, was auf uns zukommt.“