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Gegen Kiel

Kimmich legt nach Fast-Debakel gegen Kiel den Finger in die Wunde

Nach dem turbulenten 4:3-Erfolg des FC Bayern gegen Holstein Kiel äußert Joshua Kimmich deutliche Kritik an den Leistungen des Rekordmeisters.

München – Wenn dem FC Bayern im Kalenderjahr 2025 eines fehlt, dann ist es Leichtigkeit. Das wurde im Heimspiel gegen Holstein Kiel erneut deutlich.

Kimmich warnt Bayern-Stars nach Sieg gegen Kiel

Zwar führte der Tabellenführer und deutsche Rekordmeister nach 54 Minuten mit 4:0 gegen den Aufsteiger, doch die Störche arbeiteten sich zurück ins Spiel. Der Treffer von Finn Porath (62.) war mehr als nur Ergebniskosmetik, weil Steven Skrzybski in der Nachspielzeit per Doppelpack (90.+1, 90.+3) den Rückstand auf ein Tor verkürzte. Für einen Moment durften die Kieler an einem Punktgewinn schnuppern, die Zähler gingen aber an den FC Bayern – der keinesfalls in große Jubelstürme ausbrach.

Vielmehr haderten die Spieler mit der erbrachten Leistung. Das war schon nach dem Champions-League-Spiel gegen Slovan Bratislava (3:1) der Fall, erst recht nach der Niederlage gegen Feyenoord Rotterdam (0:3) schlugen die Stars kritische Töne an. Joshua Kimmich sagte etwa, in dieser Verfassung sei der FC Bayern keine Spitzenmannschaft. Und am Samstagnachmittag stellte er klar, was ihm und seinen Mannschaftskollegen fehlt, um wieder zur Spitze zu gehören.

Joshua Kimmich hat seine Kritik am FC Bayern untermauert

„Es ist keine Sache der Qualität. Es ist eher in den Köpfen“, appellierte Kimmich gemäß dem kicker an seine Teamkollegen, die Konzentration zu wahren: „Wir dürfen unsere Prinzipien nicht verlieren. Wenn wir die verlieren, sind wir eine normale Mannschaft. So sind wir gegen jede Mannschaft verwundbar.“

Hamann kritisiert FC Bayern: „Hat mit Konzentration zu tun“

Den Münchnern ist es zum wiederholten Male misslungen, von der ersten bis zur letzten Sekunde eine konzentrierte Leistung zu zeigen und nichts anbrennen zu lassen. In den vergangenen dreizehn Pflichtspielen wahrte Bayern nur zweimal die weiße Weste, bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste Manuel Neuer gleich dreimal in einer Partie hinter sich greifen.

„Das hat uns vor allem in der Hinrunde ausgezeichnet, dass wir die Spiele über 90 Minuten durchgezogen haben, dass wir den Hunger 90 Minuten auf den Platz gebracht haben“, legte Kimmich laut der Bild-Zeitung den Finger in die Wunde. „Das geht uns jetzt ein bisschen ab.“

Ähnliche Kritik musste sich die Mannschaft von Dietmar Hamann gefallen lassen. In Anlehnung an die Pleite in Rotterdam warnte der TV-Experte vor den kommenden Wochen. „Du musst in der Lage sein, wenn es in die heiße Phase geht, 90 Minuten da zu sein“, sagte Hamann mit Blick auf die Champions-League-Playoffs gegen Celtic Glasgow (12. Februar, 18. Februar).

„Es sind alles Warnsignale. Ich kann mir vorstellen, dass das eine oder andere kritische Wort gesprochen wird. Du kannst so ein Spiel gegen Kiel nicht aus der Hand geben, das müssen sie schnellstmöglich rausbekommen. Das hat mit Konzentration zu tun, mit Verantwortung.“ Kimmich dürfte dieser Kritik kaum widersprechen – denn von seiner einstigen Souveränität ist der FC Bayern weit entfernt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mladen Lackovic

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