Nationalspieler als Ersatz?
Matthäus hat Upamecano–Nachfolger vom BVB im Visier
Der FC Bayern München muss die Verteidigung der nächsten Saison planen. Sollte Dayot Upamecano nicht verlängern, sieht Lothar Matthäus den perfekten Nachfolger beim BVB.
München – Der FC Bayern München steht vor einer wichtigen Personalfrage: Der Vertrag von Innenverteidiger Dayot Upamecano läuft im kommenden Sommer aus. Es droht der ablösefreie Verlust eines absoluten Leistungsträgers, der in zehn Saisonspielen achtmal in der Startelf stand. Sportdirektor Christoph Freund bestätigte laufende Gespräche, vermied jedoch eine klare Einordnung der Verhandlungen. Ebenso äußerte sich Herbert Hainer auf der Wiesn.
Lothar Matthäus sieht bereits einen klaren Kandidaten für die mögliche Nachfolge – ausgerechnet beim größten Konkurrenten Borussia Dortmund. „Dann sollte sich der FC Bayern um Nico Schlotterbeck bemühen“, meinte der Rekordnationalspieler. Der BVB-Star könnte trotz Vertrag bis 2027 verfügbar werden, da die Verlängerungsgespräche zögerlich verlaufen.
Schlotterbeck hat die nötigen Qualitäten
„Dortmund müsste ihn im Sommer verkaufen, wenn man noch eine ordentliche Ablöse kassieren will“, stellte Matthäus fest. Der 64-Jährige traut Schlotterbeck „sowohl jetzt als auch bei der WM im kommenden Jahr eine wichtige Rolle“ beim DFB-Team zu. „Schlotterbeck hat auf jeden Fall die Qualität für den FC Bayern“, betonte der Weltmeister von 1990.
„Schlotterbeck als Linksfuß würde auch gut zu Tah passen und das Aufbauspiel der Bayern aus der eigenen Defensive wäre noch besser“, prophezeite Matthäus. Selbst für den Fall, dass Upamecano bleibe, sei der BVB-Verteidiger „eine Überlegung wert“. Unklar sei, wie es mit Min-Jae Kim weitergehe, der im Sommer noch als Verkaufskandidat galt.
Bei einem möglichen Poker um Schlotterbeck sieht Matthäus die Gefahr englischer Konkurrenz: „Ein englischer Klub könnte kommen und deutlich mehr bieten und dann sowohl den Spieler als auch den BVB überzeugen.“ Klar sei: „Wenn Schlotterbeck weiter so spielt wie in den letzten anderthalb Jahren, ist er für ganz viele Klubs interessant.“
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Innenverteidiger vom BVB zum FC Bayern wechselt. Mit Thomas Helmer 1992 und Mats Hummels 2016 gelang dieser Schritt bereits prominenten Vorgängern. Die Bayern haben also Erfahrung mit solchen brisanten Transfers vom Erzrivalen und könnten erneut zuschlagen, sollte sich die Gelegenheit bieten. (tb)
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