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Wollte Kolumbien-Star wirklich nach München?
FC Bayern gegen FC Barcelona: Wer täuscht im Fall Luis Díaz?
Der FC Bayern stellt Luis Díaz als Star-Transfer vor, der seit Beginn der Gespräche nur nach München wechseln wollte. Aus Barcelona folgt Einspruch.
München – Luis Díaz ist der gefeierte Neuzugang beim FC Bayern. Die Münchner zahlten für den 28 Jahre alten Flügelstürmer rund 70 Millionen Euro an den FC Liverpool. Und beim deutschen Rekordmeister betont man, dass für Díaz der FC Bayern die erste Anlaufstelle für einen Transfer war. „Es war schnell klar, dass Lucho zu uns kommen möchte“, sagte Sport-Vorstand Max Eberl bei der Vorstellung des Kolumbianers.
Auch die Sport Bild schreibt nun: „Nach dem ersten Gespräch per Schalte war klar: Díaz will unbedingt zum FC Bayern, gab den Münchnern sogar den Vorzug vor dem FC Barcelona.“ Das klingt nach einer guten Chemie und einem perfekten Transfer-Match zwischen dem Rekordmeister und seinem neuen Offensivspieler.
Präsident des FC Barcelona behauptet das Gegenteil
Allerdings sagte Joan Laporta, der Präsident des FC Barcelona, Ende Juli der Sportzeitung Mundo Deportivo über die Gespräche mit Luis Díaz: „Ich muss dem Spieler dafür danken, dass er in jedem Moment zu uns kommen wollte. Aber der Transfer hat sich als sehr kompliziert erwiesen.“
Zum Hintergrund: Der FC Barcelona ist hoch verschuldet und muss immer wieder mit legalen Rechen-Tricks dafür sorgen, dass Spieler überhaupt für den Spielbetrieb in Spanien zugelassen werden. Vermutlich griffen die Katalanen nicht intensiver in den Transfer-Poker um Díaz ein, weil sie finanziell zu schwach auf der Brust waren. Daher erscheint es eher schwer vorstellbar, dass Díaz dem FC Barcelona besonders zugeneigt war. Schließlich spielt Geld eine wichtige Rolle.
Mit Verspätung offiziell verabschiedet – Comans harter Weg zur Bayern-Legende
Während also der FC Bayern versichert, dass Luis Díaz von Beginn an Feuer und Flamme für den deutschen Rekordmeister war, betont der FC Barcelona genau das Gegenteil. Letztendlich kennt aber nur Luis Díaz, der den Spitznamen „El Flaco“ trägt, die Wahrheit. Für seine künftige Performance beim FC Bayern dürfte dieser Kampf um die Deutungshoheit seiner Wechselabsichten aber keine Rolle mehr spielen.