David Alaba ist beim FC Bayern nach anfänglichen Schwierigkeiten zum Topstar aufgestiegen. Nun erklärt er, was ihm der Verein bis heute bedeutet.
David Alaba blickt im Interview mit Sports Illustrated auf seine Zeit beim FC Bayern zurück. Der 112-fache österreichische Nationalspieler denkt dabei sehr gerne an München: „Das war eine prägende Zeit für mich als Spieler und Mensch, ich bin dort gereift und erwachsener geworden, habe bittere Niederlagen erlebt und viele Titel gefeiert“, so der bald 34-Jährige.
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Deshalb werde der deutsche Rekordmeister „für immer einen Platz in meinem Herzen haben.“ Jedoch ist er „aber niemand, der ständig in Erinnerungen an die Vergangenheit schwelgt“, auch wenn sowohl der Verein wie auch die bayerische Landeshauptstadt fest zu seiner Geschichte gehörten.
Sehr rascher Aufstieg zum Publikumsliebling beim FCB Alaba ist gebürtiger Wiener, wurde dort beim Traditionsverein Austria groß. „Allerdings wurde München nach 13 Jahren für mich zu einem zweiten Zuhause, ich habe sehr gerne dort gewohnt.“ Er kam 2008 als 16-Jähriger an die Säbener Straße, entwickelte sich beim FC Bayern rasch zum Publikumsliebling.
„Gerade als junger Spieler, wenn man plötzlich in der Öffentlichkeit steht und viel Aufmerksamkeit bekommt, ist das nicht immer einfach“, berichtete Alaba: „Heute, mit 33, sehe ich viele Dinge anders als noch vor zehn Jahren und gehe anders damit um.“ Jede Karriere bringe Höhen und Tiefen mit sich: „Ich habe zum Beispiel durch Verletzungen viel gelernt – gerade, was den Umgang mit Rückschlägen angeht.“
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid Real Madrid und der FC Bayern zählen zu den größten Klubs aller Zeiten. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt weit zurück. Im Europapokal der Landesmeister 75/76 trafen beide Klubs im Halbfinale aufeinander. © via www.imago-images.de Nach einem 1:1 im Hinspiel konnten die Bayern das Rückspiel im Olympiastadion durch einen Doppelpack von Gerd Müller mit 2:0 für sich entscheiden. Am Ende konten die Münchner auch den Henkelpott bejubeln. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel Auch in den 80ern trafen beide Teams aufeinander. In der Saison 86/87 setzten sich die Bayern wieder durch, 87/88 konnten die Madrilenen den Rekordmeister erstmals herauskegeln. © imago sportfotodienst Erst im Jahr 2000 sahen sich beide Teams wieder – und das ganze viermal. Denn damals gab es in der Champions League noch eine Zwischenrunde, bei der beide Teams aufeinandertrafen. Dort triumphierten die Bayern klar und deutlich, doch im Halbfinale flog man gegen Anelka und Co. unglücklich raus. Die Madrilenen setzten sich am Ende auch die Krone auf. © IMAGO Die Rache folgte eine Saison später: Die Bayern gewannen das Halbfinal-Hinspiel in Madrid mit 1:0 und konnten sich auch zu Hause mit 2:1 durchsetzen. Auch im Finale tirumphierte man. Die Rache folgte eine Saison später: Die Bayern gewannen das Halbfinal-Hinspiel in Madrid mit 1:0 und konnten sich auch zu Hause mit 2:1 durchsetzen. Auch im Finale tirumphierte man. © IMAGO Nur eine Saison später traf man wieder aufeinander – dieses Mal allerdings im Viertelfinale. Nach einem 2:1-Hinspiel-Sieg der Bayern schlug Real Madrid zurück und gewann mit 2:0 im Bernabéu. Wie schon in den beiden Saisons zuvor hatte der Gewinner des Aufeinandertreffens auch ein Abo auf den Henkelpott. Nur eine Saison später traf man wieder aufeinander – dieses Mal allerdings im Viertelfinale. Nach einem 2:1-Hinspiel-Sieg der Bayern schlug Real Madrid zurück und gewann mit 2:0 im Bernabéu. Wie schon in den beiden Saisons zuvor hatte der Gewinner des Aufeinandertreffens auch ein Abo auf den Henkelpott. © IMAGO 2004 riss die Serie. Zwar konnten sich die Königlichen am Ende im Achtelfinale (1:1, 1:0) durchsetzen – Champions-League-Sieger wurde in dieser Saison allerdings der FC Porto. 2004 riss die Serie. Zwar konnten sich die Königlichen am Ende im Achtelfinale (1:1, 1:0) durchsetzen – Champions-League-Sieger wurde in dieser Saison allerdings der FC Porto. © via www.imago-images.de Ein historischer Moment zwischen beiden Mannschaften ereignete sich im Jahr 2007: Nachdem die Bayern in Madrid mit 2:3 unterlagen, wollten sie in München alles tun, um weiterzukommen. Direkt nach dem Anstoß gingen die Münchner drauf und sorgten für einen Fehler der Madrilenen. Nach 10,12 Sekunden erzielte Roy Makaay den Führungstreffer – bis heute Rekord in der Königsklasse. Ein historischer Moment zwischen beiden Mannschaften ereignete sich im Jahr 2007: Nachdem die Bayern in Madrid mit 2:3 unterlagen, wollten sie in München alles tun, um weiterzukommen. Direkt nach dem Anstoß gingen die Münchner drauf und sorgten für einen Fehler der Madrilenen. Nach 10,12 Sekunden erzielte Roy Makaay den Führungstreffer – bis heute Rekord in der Königsklasse. © IMAGO Am Ende setzten sich die Münchner mit 2:1 durch und kamen aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Den Titel gab es allerdings nicht. Am Ende setzten sich die Münchner mit 2:1 durch und kamen aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Den Titel gab es allerdings nicht. © IMAGO/PICS UNITED/Eric Verhoeven Besonders groß war der Traum vom Titel in der Saison 11/12. Denn die Bayern wollten unbedingt ins „Finale Dahoam“. Bereits im Hinspiel ging es hoch her. Ribery traf zur Führung, Özil konnte in der zweiten Hälfte ausgleichen und am Ende war es Mario Gomez, der in der 90. Minute zum umjubelten Siegtreffer für den Rekordmeister traf. Besonders groß war der Traum vom Titel in der Saison 11/12. Denn die Bayern wollten unbedingt ins „Finale Dahoam“. Bereits im Hinspiel ging es hoch her. Ribery traf zur Führung, Özil konnte in der zweiten Hälfte ausgleichen und am Ende war es Mario Gomez, der in der 90. Minute zum umjubelten Siegtreffer für den Rekordmeister traf. © imago sportfotodienst Was folgte, war ein Rückspiel, das wohl kein Bayern-Fan vergessen wird. Die Königlichen legten los wie die Feuerwehr und führten durch einen Doppelpack von Cristiano Ronaldo schnell mit 2:0. Robben konnte den Anschlusstreffer erzielen. Dann passierte nicht mehr allzu viel, beide Mannschaften mussten zum ersten Mal gegeneinander ins Elfmeterschießen. Dort hielt Neuer direkt die ersten beiden Strafstöße von Ronaldo und Kaká. Was folgte, war ein Rückspiel, das wohl kein Bayern-Fan vergessen wird. Die Königlichen legten los wie die Feuerwehr und führten durch einen Doppelpack von Cristiano Ronaldo schnell mit 2:0. Robben konnte den Anschlusstreffer erzielen. Dann passierte nicht mehr allzu viel, beide Mannschaften mussten zum ersten Mal gegeneinander ins Elfmeterschießen. Dort hielt Neuer direkt die ersten beiden Strafstöße von Ronaldo und Kaká. © Philippe Ruiz Kroos und Lahm zeigten im Anschluss Nerven und scheiterten an Casillas. Doch nachdem Sergio Ramos seinen Elfmeter über das Tor setzte, hatte Bastian Schweinsteiger die Möglichkeit, die Bayern ins Finale zu schießen – und das gelang ihm. Über das Finale reden wir an dieser Stelle besser nicht. Kroos und Lahm zeigten im Anschluss Nerven und scheiterten an Casillas. Doch nachdem Sergio Ramos seinen Elfmeter über das Tor setzte, hatte Bastian Schweinsteiger die Möglichkeit, die Bayern ins Finale zu schießen – und das gelang ihm. Über das Finale reden wir an dieser Stelle besser nicht. © Philippe Ruiz 2014 sann Real auf Rache. Was geschah, war die bisher wohl deutlichste K.-o.-Runde zwischen beiden Mannschaften. Nach einem 1:0-Sieg im Bernabéu konnten die Königlichen auch dank eines überragenden Sergio Ramos mit 4:0 bei den Bayern triumphieren. Am Ende der Saison durften die Madrilenen den 10. CL-Titel bejubeln. 2014 sann Real auf Rache. Was geschah, war die bisher wohl deutlichste K.-o.-Runde zwischen beiden Mannschaften. Nach einem 1:0-Sieg im Bernabéu konnten die Königlichen auch dank eines überragenden Sergio Ramos mit 4:0 bei den Bayern triumphieren. Am Ende der Saison durften die Madrilenen den 10. CL-Titel bejubeln. © imago sportfotodienst In der Saison 16/17 folgte das Aufeinandertreffen im Viertelfinale der Champions League. Und die Bayern waren vom Start weg gewillt, dieses Mal zu gewinnen. Im Hinspiel in München führte man früh durch einen Treffer von Arturo Vidal, der dann sogar per Elfmeter erhöhen konnte. Allerdings verschoss er diesen. In der Saison 16/17 folgte das Aufeinandertreffen im Viertelfinale der Champions League. Und die Bayern waren vom Start weg gewillt, dieses Mal zu gewinnen. Im Hinspiel in München führte man früh durch einen Treffer von Arturo Vidal, der dann sogar per Elfmeter erhöhen konnte. Allerdings verschoss er diesen. © Fotostand / Jakob via www.imago-images.de In der zweiten Hälfte drehten die Gäste durch Cristiano Ronaldo die Partie und hatten mit einem 2:1 im Rücken eine überragende Ausgangspoition für das Spiel im Bernabeu. In der zweiten Hälfte drehten die Gäste durch Cristiano Ronaldo die Partie und hatten mit einem 2:1 im Rücken eine überragende Ausgangsposition für das Spiel im Bernabéu. © Frank Hoermann/SVEN SIMON Und da folgte eines der kontroversesten Spiele der jüngeren Geschichte. Die Bayern gingen durch Lewandowski in Führung, Ronaldo konnte ausgleichen und Ramos stellte mit einem Eigentor die Weichen auf Verlängerung. Und da folgte eines der kontroversesten Spiele der jüngeren Geschichte. Die Bayern gingen durch Lewandowski in Führung, Ronaldo konnte ausgleichen und Ramos stellte mit einem Eigentor die Weichen auf Verlängerung. © Bernd König Dann folgte eine Gelb-Rote Karte für Arturo Vidal. Der Chilene war außer sich und wurde dadurch zu einem der tragischen Helden dieses Duells. Dann folgte eine Gelb-Rote Karte für Arturo Vidal. Der Chilene war außer sich und wurde dadurch zu einem der tragischen Helden dieses Duells. © Roland Krivec/DeFodi.de Denn in der Verlängerung drehten die Königlichen auf und gewannen am Ende mit 4:2 durch einen Dreierpack von CR7. Doch vor allem das Abseitstor von Ronaldo zum 2:2 ist den Bayern-Fans bis heute ein Dorn im Auge. Denn in der Verlängerung drehten die Königlichen auf und gewannen am Ende mit 4:2 durch einen Dreierpack von CR7. Doch vor allem das Abseitstor von Ronaldo zum 2:2 ist den Bayern-Fans bis heute ein Dorn im Auge. © Langer/Eibner-Pressefoto Ein Jahr später hatten die Bayern die Chance auf eine weitere Revanche. Im Hinspiel in München gelang wiedermals ein toller Start. Kimmich erzielte die Führung Mitte der ersten Halbzeit. Ein Jahr später hatten die Bayern die Chance auf eine weitere Revanche. Im Hinspiel in München gelang wiedermals ein toller Start. Kimmich erzielte die Führung Mitte der ersten Halbzeit. © kolbert-press/Christian Kolbert Doch es kam wieder so, wie es kommen musste, und Real drehte die Partie, obwohl Ronaldo einen schlechten Tag erwischte. Dieses Mal waren es Marcelo und Lucas Vázquez, die die Treffer für die Königlichen erzielten. Doch es kam wieder so, wie es kommen musste, und Real drehte die Partie, obwohl Ronaldo einen schlechten Tag erwischte. Dieses Mal waren es Marcelo und Lucas Vázquez, die die Treffer für die Königlichen erzielten. © Bernd Müller Im Rückspiel mussten die Bayern also wieder einen Rückstand aufholen. Und Joshua Kimmich zeigte, dass die Bayern motiviert waren. Bereits in der 3. Minute traf er zum 1:0 aus Sicht der Bayern. Im Rückspiel mussten die Bayern also wieder einen Rückstand aufholen. Und Joshua Kimmich zeigte, dass die Bayern motiviert waren. Bereits in der 3. Minute traf er zum 1:0 aus Sicht der Bayern. © IMAGO/Burak Akbulut Doch Karim Benzema erwischte einen Sahne-Tag, erzielte schnell den Ausgleich und traf kurz nach der Pause zum 2:1. Die Bayern kamen zwar durch James noch zum 2:2, am Ende reichte es aber mal wieder nicht. Doch Karim Benzema erwischte einen Sahne-Tag, erzielte schnell den Ausgleich und traf kurz nach der Pause zum 2:1. Die Bayern kamen zwar durch James noch zum 2:2, am Ende reichte es aber mal wieder nicht. © Huebner/Ulrich Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften gab es im Halbfinale 23/24. Mit dem neuen Topstar Harry Kane wollten die Bayern endlich wieder Real bezwingen. Und nach dem Führungstreffer von Vinicius Jr. konnten Leroy Sané und er die Partie drehen. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften gab es im Halbfinale 23/24. Mit dem neuen Topstar Harry Kane wollten die Bayern endlich wieder Real bezwingen. Und nach dem Führungstreffer von Vinicius Jr. konnten Leroy Sané und er die Partie drehen. © IMAGO/Jose Breton Real wäre aber nicht Real, wenn der Klub keine Antwort parat hätte. Vinicius erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich und ließ die Münchner mal wieder mit ratlosen Gesichtern zurück. Real wäre aber nicht Real, wenn der Klub keine Antwort parat hätte. Vinicius erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich und ließ die Münchner mal wieder mit ratlosen Gesichtern zurück. © IMAGO Im Bernabéu erzielte Alphonso Davies in der 68. Minute den Führungstreffer und stieß das Tor zum Finale weit auf. Die Bayern sahen wie der sichere Sieger aus. Im Bernabéu erzielte Alphonso Davies in der 68. Minute den Führungstreffer und stieß das Tor zum Finale weit auf. Die Bayern sahen wie der sichere Sieger aus. © IMAGO/IPA Sport/ABACA Doch in der 81. Minute wechselten die Madrilenen Ex-Bundesliga-Flop Joselu ein. Und der erzielte in der 88. Minute den Ausgleich. Doch in der 81. Minute wechselten die Madrilenen Ex-Bundesliga-Flop Joselu ein. Und der erzielte in der 88. Minute den Ausgleich. © IMAGO/DAX Images Doch es kam noch schlimmer. In 91. Minute war es wieder Joselu. Die Bayern lagen plötzlich mit 1:2 zurück und mussten die Hoffnungen auf das Weiterkommen begraben. Doch es kam noch schlimmer. In 91. Minute war es wieder Joselu. Die Bayern lagen plötzlich mit 1:2 zurück und mussten die Hoffnungen auf das Weiterkommen begraben. © IMAGO/Alex Perez Doch eine Aktion gab es noch – denkste. Mathijs De Ligt schoss den Ball ins Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter bereits auf Abseits entschieden. Die Bayern waren fuchsteufelswild, doch am Ende mussten sie wieder mit der Enttäuschung umgehen. In dieser Saison gibt es die nächste Chance auf eine Revanche. Doch eine Aktion gab es noch – denkste. Mathijs de Ligt schoss den Ball ins Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter bereits auf Abseits entschieden. Die Bayern waren fuchsteufelswild, doch am Ende mussten sie wieder mit der Enttäuschung umgehen. In dieser Saison gibt es die nächste Chance auf eine Revanche. © IMAGO/kolbert-press/Marc Niemeyer Luis Diaz ofws3sqfa2-v5-ax-s2048.jpeg © Sven Hoppe Am Anfang der Laufbahn nehme man sich viele Dinge, wie öffentliche Kritik, noch mehr zu Herzen. „Mit der Zeit lernt man aber, besser damit umzugehen. Je länger eine Karriere dauert, desto gefestigter wirst du als Spieler und Mensch“, so Alaba.
Als wichtigsten Wert im Reifeprozess nennt der heutige Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft den entsprechenden „Respekt“, und ergänzt dann noch: „Dann ist Liebe für mich ein sehr wichtiger Wert, besonders im Zusammenhang mit der Familie und meinem engeren Umfeld. Und Loyalität.“
Obwohl er zuletzt zahlreiche Verletzungen hatte, führt Alaba Österreich bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko als Kapitän an. Ob er auch auf dem Spielfeld seine frühere Führungsrolle einnehmen kann, wird sich im Laufe des Turniers zeigen. Nach seinem nicht ganz harmonischen Abschied vom FC Bayern 2021 hatte er fünf Jahre lang für Real Madrid gespielt. Beim spanischen Rekordmeister wurde sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert.