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Nach Leihspieler-Forderung
Eberl-Statement zu Uli Hoeneß lassen tief blicken
Es knistert und knatscht beim FC Bayern. Zumindest auf Führungsebene. Nun wird Max Eberl durch Aussagen von Uli Hoeneß in den Fokus gerückt – und antwortet.
München – Runde frei für die nächste Anekdote im Transfer-Wirrwarr des FC Bayern. Erst am Dienstag hatte Uli Hoeneß im Gespräch mit der SZ deutlich dafür plädiert, dass der Kader in dieser Wechselperiode nur noch mit Leihspieler aufgefüllt werden solle. Und da das Wort vom Bayern-Macher immer noch viel Gewicht im Verein hat, musste Max Eberl nun natürlich Stellung nehmen.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt gegen RB Leipzig (Freitag, 20.30 Uhr – alle TV-Infos zum Spiel) wurde der Sportvorstand auf die Aussagen von Hoeneß angesprochen. Eberl stellte zuallererst unmissverständlich klar: „Erstmal das, was Uli in der Öffentlichkeit sagt, wird auch intern angesprochen.“ Heißt: Weitere Arbeit für den Bayern-Boss nach den jüngsten Forderungen.
Uli Hoeneß fordert Bayern-Boss Eberl zu Leihen auf – dessen Aussagen lassen tief blicken
Weiter führte Eberl aus: „Und das Zweite ist, dass der Klub Geld sparen will. Wir haben Kingsley Coman verkauft – zusätzlich, was nicht unbedingt der Plan war. Nick Woltemade haben wir nicht verpflichten können. Deshalb habe ich die Aufgabe bekommen, eine Leihe zu machen. Das ist die Aufgabe, die uns im Sport gegeben wird, die wir zu akzeptieren haben.“
Die Journalisten bohrten an der Stelle natürlich noch einmal nach. Und Eberl ließ durchaus tief blicken: „Über meine Gefühle möchte ich nicht sprechen. (…) Wir müssen jetzt kreativ werden. Es ist keine einfache Aufgabe, ehrlicherweise auf dem Markt, wo wir gerade gesprochen haben, was andere Ligen und Konkurrenten ausgeben.“
Weltmeister, Manager-Legende, Haft – Flugzeugabsturz beendete Leben von Uli Hoeneß beinahe schon 1982
Der 51-Jährige wurde natürlich auch noch einmal gesondert auf das Hickhack um Stuttgart-Stürmer Nick Woltemade angesprochen. Die Bayern-Verantwortlichen blitzten bekanntlich mehrfach bei den VfB-Bossen ab, stellten zuletzt im Video-Call gar ein Finanzierungsmodell vergeblich vor. Eberl zum Stand der Dinge: „In der Transferperiode wurde so viel gesprochen. Der Stand ist, dass es aktuell vom Tisch ist. Keine Ahnung, was bis zum 1. September passiert.“
Doch den Humor hat Eberl letztlich nicht verloren. „Vielleicht leiht uns ihn ja Stuttgart. Wir können ja leihen. Vielleicht können wir kreativ werden.“ Ob darüber beim FC Bayern auch die weiteren Verantwortlichen sowie Uli Hoeneß lachen können, wird sich dann in der nahen Zukunft zeigen. In der nächsten Runde des Transfer-Wirrwarrs. (rele)