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24. Spieltag in der Bundesliga

Kane-Doppelpack und Kimmich-Volley: Bayern sorgen gegen Dortmund für Vorentscheidung im Meisterkampf

Nach dem Bundesliga-Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern scheint die Meisterschaft nun entschieden. Der Rekordmeister bezwingt seinen Verfolger.

Abpfiff: Der BVB verliert nach langem Kampf und einem Spiel auf Augenhöhe gegen den FC Bayern. Damit ziehen die Münchner in der Tabelle auf elf Punkte Abstand davon. Gut möglich, dass die Kompany-Elf heute die Vorentscheidung im Titelrennen erzwungen hat.

Trotz des Führungstreffers der Dortmunder durch einen Kopfball von Nico Schlotterbeck in der ersten Hälfte drehen die Münchner im zweiten Durchgang auf und drehen durch Harry Kane das Spiel. Daniel Svenssons erneuter Ausgleich in der 83. Minute hat nicht lange Bestand. Joshua Kimmich knallt den Ball per Volley hinter Gregor Kobel in die Maschen und wird zum Matchwinner für die Bayern.

Aufstellung von Borussia Dortmund:Kobel - Can, Anton, N. Schlotterbeck - Yan Couto, Sabitzer, F. Nmecha, Svensson, Adeyemi, Beier - Fabio Silva
Aufstellung von FC Bayern München:Urbig - Laimer, Upamecano, Tah, Stanisic - Pavlovic, Kimmich, Olise, Gnabry, Luis Diaz - Kane
Tore:Schlotterbeck (26.), Kane (54., 70.), Svensson (83.), Kimmich (87.)

Minute 90+5: Letzte Freistoßmöglichkeit für den BVB, doch Svensson findet mit seiner Flanke keinen Abnehmer.

Minute 90+4: Es gibt nochmal Ecke für die Hausherren. Kurz ausgeführt, dann aber doch mit der Hereingabe. Urbig macht sich lang und faustet den Ball weg.

Minute 90+3: Goretzka und Minjae kommen für Kimmich und Olise.

Minute 90+1: Fünf Minuten oben drauf. Fünf Minuten für den BVB um hier vielleicht doch noch was Zählbares mitzunehmen.

90. Minute: Bischof kommt für Laimer in die Partie.

87. Minute: Tor für den FC Bayern! Kimmich nimmt den Ball im Strafraum volley und hämmert ihn an Kobel vorbei zur erneuten Münchner Führung.

Joshua Kimmich wird zum Matchwinner.

86. Minute: Dortmund fährt den nächsten Konter über Brandt, doch Guirassy vergibt in der Mitte.

83. Minute: Tor für Dortmund! Svensson trifft nach einer Hereingabe von Sabitzer aus dem Halbfeld.

81. Minute: Svensson bringt den Ball in die Mitte, Tah kann gerade noch vor Guirassy klären.

79. Minute: Kane verlagert das Spiel mit einem langen Ball auf Olise, dieser wird im Strafraum jedoch von Svensson abgelaufen.

75. Minute: Kovac nutzt die Zeit und wechselt ein letztes Mal: Beier, Adeyemi und Nmecha machen Platz für Inacio, Brandt und Bellingham.

73. Minute: Olise liegt am Boden, das Spiel ist unterbrochen, damit der Franzose behandelt werden kann.

70. Minute: Tor für den FC Bayern! Kane tritt an und verwandelt vom Punkt. Damit schnürt er seinen vierten Doppelpack in Serie in der Bundesliga.

Kane trifft vom Punkt.

69. Minute: Elfmeter für den FC Bayern! Schlotterbeck räumt Stanisic ab.

67. Minute: Der BVB wechselt. Guirassy kommt für Silva in die Partie.

65. Minute: Adeyemi bricht auf der linken Seite durch und findet Couto im Rückraum. Dieser schießt jedoch übers Tor.

62. Minute: Kompany wechselt. Gnabry macht Platz für Musiala.

60. Minute: Beide Teams scheinen nun mit offenem Visier zu spielen, auf beiden Seiten häufen sich nun die Großchancen.

57. Minute: Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, Dortmunds Nmecha legt den Ball Bayerns Olise in den Lauf, der frei vor Kobel den Ball aber nicht aufs Tor bekommt.

56. Minute: Aber Dortmund bleibt mutig. Silva findet Beier am kurzen Pfosten, dieser trifft jedoch nur das Außennetz.

54. Minute: Tor für den FC Bayern! Kimmich chippt auf Gnabry, der mit der Kopfball-Ablage auf Kane, der den Ball an Kobel vorbeischiebt. Treffer Nummer 29 für den Engländer in der laufenden Bundesligasaison.

Harry Kane gleicht aus.

52. Minute: Erste Mega-Chance für die Münchner. Gnabry bringt den Ball flach in die Mitte, alle rauschen vorbei, aber eben auch Upamecano am langen Pfosten. Kobel wäre bereits geschlagen gewesen.

50. Minute: Nächster super Spielzug der Dortmunder. Nmecha schickt Svensson, der durch die Münchner Abwehrreie brechen kann und beim Abschluss gerade noch von Tah gestoppt werden kann.

48. Minute: Dortmund trägt über Beier und Adeyemi einen mutigen Vorstoß vor, wird jedoch durch Pavlovic gebremst.

46. Minute: Weiter geht’s im Signal Iduna Park. Wie giftig kommen die Bayern nach dem Rückstand aus der Kabine? Die zweiten 45 Minuten werden es uns zeigen. Keine Wechsel zur Pause.

Pause: Der FC Bayern dominiert zwar über weite Teile der Partie das Spiel, doch wird nur selten wirklich gefährlich. Generell sehen die 81.000 Fans im Signal Iduna Park kaum wirkliche Großchancen aus dem Spiel heraus. Das einzige Tor bisher erzielte der BVB durch Nico Schlotterbeck nach einem Eckball.

Doch in der zweiten Hälfte wird der FC Bayern sich sicherlich noch einmal aufbäumen und alles daran setzen, die dritte Saisonniederlage abzuwenden. Vincent Kompany hat schließlich auch noch jede Menge Qualität auf der Bank sitzen, beispielsweise in Person von Jamal Musiala oder Lennart Karl. Auf der anderen Seite besonders bitter für die Dortmunder Gastgeber: Kapitän Emre Can musste kurz vor der Pause verletzt vom Feld.

Minute 45+7: Kimmich mit einem letzten Eckball in diesem Durchgang, doch Kobel kann den Ball wegfausten. Jablonski bittet die Teams in die Kabine.

Minute 45+5: Can sitzt wieder am Boden, jetzt scheint wirklich Feierabend für den BVB-Kapitän zu sein. Bensebaini steht erneut bereit und kommt jetzt tatsächlich in die Partie.

Minute 45+1: Sechs Minuten gibt Jablonski noch obendrauf in diesem ersten Durchgang.

45. Minute: Kimmich prüft Kobel erneut aus der Distanz, aber wieder ist Kobel da. Mehr als Distanzschüsse sind für den Rekordmeister aktuell nicht drin.

42. Minute: Can beißt wohl die Zähne zusammen und kämpft sich zurück aufs Feld, Bensebaini stand bereits zur Einwechslung bereit. Auch die Kapitänsbinde wurde bereits an Schlotterbeck weitergegeben.

38. Minute: Can wälzt sich am Boden, hält sich das Knie, das sieht nicht gut aus. Er scheint sich ohne Fremdeinwirkung wehgetan zu haben und muss wohl runter. Das Spiel ist vorerst unterbrochen.

37. Minute: Bayern kann sich jetzt wieder in der Hälfte des BVB festsetzen, kommt aber aktuell nicht zu wirklichen Abschlussmöglichkeiten.

33. Minute: Beier verstolpert den Ball vorm Tor. Zuvor hatte der BVB einen schön kombinierten Angriff vorgetragen, der so jedoch in den Armen von Urbig endet.

30. Minute: Der Führungstreffer ist zumindest in den ersten Minuten nach dem Tor auch ein Wirkungstreffer. Dortmund jetzt auch besser im Spiel, Bayern entgleitet die Kontrolle ein wenig.

26. Minute: Tor für Borussia Dortmund! Nach einem Foul von Upamecano an Adeyemi bringt Svensson den Ball in den Strafraum und Schlotterbeck köpft zur Dortmunder Führung ein.

Nico Schlotterbeck köpft Dortmund in Front.

24. Minute: Kimmich nimmt sich aus der zweiten Reihe ein Herz und zieht einfach mal ab, doch Kobel kann parieren.

23. Minute: Bayern geht weiter aggressiv vorne drauf, gewinnt 70 Prozent der Zweikämpfe. Doch noch hält das Dortmunder Bollwerk.

20. Minute: Schlotterbeck kommt mit Gelb davon. Olise legt sich den Ball zum Freistoß zurecht, spielt diesen jedoch in die Arme von Kobel.

18. Minute: Aufruhr im Stadion. Schlotterbeck hat Stanisic mit der offenen Sohle abgeräumt, trifft aber auch den Ball. Jablonski steht im Kontakt mit dem VAR. Stanisic steht mittlerweile wieder.

16. Minute: Olise prüft nun erstmals Kobel mit einem Schuss von der rechten Strafraumkante.

15. Minute: Die zweite Ecke bringt Svensson jetzt in den Strafraum, aber auch das bekommen die Münchner gut verteidigt.

14. Minute: Die erste Ecke der Partie gehört den Dortmundern, doch die kurze Variante bringt keinerlei Gefahr.

12. Minute: Emre Can liegt am Boden, ist leicht umgeknickt, kann aber vorerst weiterspielen.

11. Minute: Kane kommt zum ersten Mal zum Abschluss, aber auch sein Schuss wird geblockt und kommt gar nicht erst ins Aufgaben­gebiet von Kobel.

9. Minute: Bayern läuft hoch an, Dortmund tut sich schwer, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Doch auch bei den Münchnern schleichen sich jetzt immer wieder Fehlpässe ein.

6. Minute: Olise kommt im Strafraum zum Abschluss, wird aber direkt geblockt, doch der FC Bayern greift von Beginn an voll an.

4. Minute: Die Bayern lassen den Ball viel laufen, Dortmund noch mit wenigen Aktionen am Ball. Doch es gab noch keine Torabschlüsse.

2. Minute: Die erste gefährliche Situation. Can einen Steilpass auf Gnabry gerade noch klären. Letzterer wäre sonst frei durch gewesen.

1. Minute: Jablonski gibt den Ball frei. Die Bayern in den roten Trikots stoßen an.

Update, 18.27 Uhr: Nachdem die Fußball-Hymne „You Will Never Walk Alone“ durch das Stadion dröhnte, kommen nun die beiden Mannschaften in die Arena. Die Südtribüne begrüßt ihre Mannschaft mit einer beeindruckenden Choreografie. Nach dem obligatorischen Handshake geht es endlich los.

Die Dortmunder Choreografie.

Update, 18.20 Uhr: In wenigen Minuten geht es los, das Stadion ist heiß, 81.000 Zuschauer fiebern dem Duell der beiden deutschen Fußball-Giganten entgegen. Zum 139. Mal heißt es Borussia Dortmund gegen den FC Bayern. 35 Mal konnten die heutigen Hausherren gewinnen, 68 Mal die Gäste aus München. 34 Begegnungen hatten keinen Sieger.

Update, 18.10 Uhr: Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany findet vor dem Showdown noch einmal den Weg vors Mikrofon: „Das sind die Momente fürs Leben, wenn man diese Spiele gewinnt“, erklärt Kompany. „Wir wollen angreifen, wir wollen Tore schießen und wir wollen das Spiel gewinnen“, fährt er fort.

Update, 17.55 Uhr: Die Partie leiten wird Schiedsrichter Sven Jablonski unterstützt von den beiden Assistenten Sascha Thielert und Eduard Beitinger sowie dem Vierten Offiziellen Frank Willenborg. Im Kölner Keller sitzen die Videoassistenten Sören Storks und Dr. Justus Zorn.

Update, 17.43 Uhr: BVB-Coach Niko Kovac verrät am Sky-Mikro, warum er auf Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini in der Startformation verzichtet: „Sie sind seit zwei Wochen in der Fastenzeit und wir haben schon vier Spiele gespielt. Es kostet viel Energie, wenn du den ganzen Tag nichts essen und nichts trinken kannst, und deswegen konnte ich die Jungs heute auch nicht spielen lassen“, so Kovac. „Ich als Trainer muss dann auch die Verantwortung übernehmen und auch auf die Gesundheit meiner Spieler schauen.“

Update, 17.30 Uhr: Die Aufstellungen der beiden Mannschaften liegen vor. Bayern startet wie bereits erwartet mit Jonas Urbig im Tor. Bei Konrad Laimer hat es für die Startelf gereicht, er beginnt auf der wahrscheinlich rechten Abwehrseite. Die Doppelsechs bilden Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Auf der Zehn bekommt Serge Gnabry den Vorzug vor Jamal Musiala und Lennart Karl.

Beim BVB bilden wie erwartet Emre Can, Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck die Dreierkette. Yan Couto und Daniel Svensson bespielen die Außenbahnen und im Zentrum beginnen der Ex-Münchner Marcel Sabitzer und Felix Nmecha. Im Sturm überrascht Niko Kovac und setzt Top-Stürmer Serhou Guirassy auf die Bank. Für ihn startet Fabio Silva vor Karim Adeyemi und Maximilian Beier.

Update, 17.25 Uhr: Doch auch die Dortmunder müssen mehrere Ausfälle in der Abwehr hinnehmen. Neben dem jungen Filippo Mane (Muskelverletzung) fehlen vor allem Niklas Süle (Oberschenkel-Verletzung) und Julian Ryerson. Letzterer ist aufgrund seiner fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen Leipzig am vergangenen Wochenende für die Partie heute gesperrt und wird dem BVB bitter fehlen.

Update, 17.15 Uhr: Vincent Kompany muss beim FC Bayern in der Defensive auf Spieler verzichten. Alphonso Davies ist zwar bereits wieder im Lauftraining, aber weiterhin nicht fit genug für einen Einsatz heute. Auch Hiroki Ito fällt mit einem Muskelfaserriss im rechten, hinteren Oberschenkel aus. Zudem fehlt Manuel Neuer im Tor. Doch Konrad Laimer konnte die volle Woche mittrainieren und steht wohl zur Verfügung.

Erstmeldung: Das Duell, auf das ganz Fußball-Deutschland gewartet hat: Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München. Seit Jahrzehnten elektrisiert diese Begegnung die Bundesliga-Fans. Am heutigen Samstagabend (alle TV-Infos) ist es wieder so weit, wenn die beiden Ligaprimi im Signal Iduna Park aufeinandertreffen. Der FC Bayern führt aktuell die Tabelle mit 60 Punkten an, gefolgt von Borussia Dortmund mit 52 Punkten.

Ein Sieg der Bayern könnte den Vorsprung auf elf Punkte ausbauen und eine Vorentscheidung im Rennen um die Meisterschaft bedeuten. Für Dortmund hingegen bietet sich die Chance, den Abstand auf fünf Punkte zu verkürzen und damit neue Spannung in den Titelkampf zu bringen. „Wir wissen, dass wir mit einem Sieg morgen einiges wieder spannend machen können“, weiß auch BVB-Trainer Niko Kovac.

Das Hinspiel gewann der FC Bayern mit 2:1.

„Es ist Fußball. Aber vom Gefühl her sind das die Spiele, für die man Fußball spielt“, erklärt Vincent Kompany. „Es ist nicht Dortmund gegen irgendwen, es geht um Dortmund gegen Bayern München. In meinem Kopf geht es nur ums Gewinnen, die Möglichkeit, da zu gewinnen, das ist für mich das Geilste“, so der Bayern-Coach.

Beide Teams gehen mit beeindruckenden Serien in dieses Duell. Bayern hat in dieser Saison nur ein Spiel verloren und ist auswärts seit 20 Spielen ungeschlagen. Kompany betont die Bedeutung des Spiels: „Es ist ein Klassiker, für mich ist das immer ein eigener Titel.“ Die Dortmunder hingegen sind zu Hause noch ungeschlagen und haben in den letzten 16 Ligaspielen nicht verloren. Die letzte Niederlage in der Bundesliga war tatsächlich das Hinspiel in München.

Hass-Gipfel zwischen FC Bayern und BVB: Die größten Aufreger im Klassiker

Früher hatte das Duell zwischen Bayern München und dem BVB noch etwas weniger Brisanz. Ein Ergebnis bleibt aber bis heute im Kopf: Die Bayern schlugen die Dortmunder 1971 im Grünwalder Stadion mit 11:1.
Früher hatte das Duell zwischen Bayern München und dem BVB noch etwas weniger Brisanz. Ein Ergebnis bleibt aber bis heute im Kopf: Die Bayern schlugen die Dortmunder 1971 im Grünwalder Stadion mit 11:1. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Der erst kürzlich verstorbene Frank Mill sorgte am 9. August 1986 für ein legendäres Missgeschick. Beim Stand von 1:1 traf der Stürmer das leere Tor nicht. Am Ende musste sich der BVB mit einem Unentschieden begnügen.
Der erst kürzlich verstorbene Frank Mill sorgte am 9. August 1986 für ein legendäres Missgeschick. Beim Stand von 1:1 traf der Stürmer das leere Tor nicht. Am Ende musste sich der BVB mit einem Unentschieden begnügen.  © IMAGO
In der Saison 96/97 ging es zwischen beiden Mannschaften schon ordentlich hitzig zu. Bis heute kann man sich vor allem an eine Szene erinnern: Lothar Matthäus ahmt Andreas Möller nach und bezeichnete ihn indirekt als „Heulsuse“. Doch die kleine Meinungsverschiedenheit hat die Freundschaft der beiden Ex-DFB-Stars nicht belastet.
In der Saison 96/97 ging es zwischen beiden Mannschaften schon ordentlich hitzig zu. Bis heute kann man sich vor allem an eine Szene erinnern: Lothar Matthäus ahmt Andreas Möller nach und bezeichnete ihn indirekt als „Heulsuse“. Doch die kleine Meinungsverschiedenheit hat die Freundschaft der beiden Ex-DFB-Stars nicht belastet. © IMAGO
Wenn man an Duelle zwischen Bayern und Borussia Dortmund zurückdenkt, dann kommt einem natürlich sofort Oliver Kahn in den Sinn. Die Bayern-Ikone war für den ein oder anderen Ausraster gut. Am 3. April holte er zum Beispiel zu einem Kung-Fu-Tritt gegen Stephane Chapuisat aus.
Wenn man an Duelle zwischen Bayern und Borussia Dortmund zurückdenkt, dann kommt einem natürlich sofort Oliver Kahn in den Sinn. Die Bayern-Ikone war für den ein oder anderen Ausraster gut. Am 3. April holte er zum Beispiel zu einem Kung-Fu-Tritt gegen Stephane Chapuisat aus. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Doch Chapuisat war nicht der einzige BVB-Spieler, der bei diesem Spiel etwas abbekam. Auch die Biss-Attacke von Kahn gegen Heiko Herrlich wird bis heute in jedem Bundesliga-Rückblick verwendet. Kahn erklärte sich übrigens im Nachhinein: „Ich hatte nach langer Zeit wieder ein Gegentor kassiert und das hat mich ziemlich geärgert. Und meine Situation in der Nationalmannschaft war auch nicht gerade rosig, es gab Kritik an mir.“
Doch Chapuisat war nicht der einzige BVB-Spieler, der bei diesem Spiel etwas abbekam. Auch die Biss-Attacke von Kahn gegen Heiko Herrlich wird bis heute in jedem Bundesliga-Rückblick verwendet. Kahn erklärte sich übrigens im Nachhinein: „Ich hatte nach langer Zeit wieder ein Gegentor kassiert und das hat mich ziemlich geärgert. Und meine Situation in der Nationalmannschaft war auch nicht gerade rosig, es gab Kritik an mir.“ © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Am 7. April 2001 fand das größte Kartenfestival der Bundesliga statt. Beim 1:1 zwischen dem BVB und dem FC Bayern hagelte es insgesamt 14 Karten – elf davon gegen den FC Bayern. Lizarazu flog mit Gelb-Rot vom Platz, Effenberg musste nach einem Ellenbogen-Check duschen gehen. Trotzdem konnten die Bayern den Punkt sichern und wurden in einem denkwürdigen Saison-Finale Deutscher Meister.
Am 7. April 2001 fand das größte Kartenfestival der Bundesliga statt. Beim 1:1 zwischen dem BVB und dem FC Bayern hagelte es insgesamt 14 Karten – elf davon gegen den FC Bayern. Lizarazu flog mit Gelb-Rot vom Platz, Effenberg musste nach einem Ellenbogen-Check duschen gehen. Trotzdem konnten die Bayern den Punkt sichern und wurden in einem denkwürdigen Saison-Finale Deutscher Meister.  © via www.imago-images.de
Auch Giovanne Elber brannten im Duell mit dem BVB mal die Sicherungen durch. Der Stürmer wäre fast auf Jens Lehmann losgegangen, konnte aber von Teamkollegen wie Claudio Pizarro gestoppt werden.
Auch Giovanne Elber brannten im Duell mit dem BVB mal die Sicherungen durch. Der Stürmer wäre fast auf Jens Lehmann losgegangen, konnte aber von Teamkollegen wie Claudio Pizarro gestoppt werden.  © IMAGO
Eigentlich war die 1:2 Niederlage des BVB gegen den FC Bayern über weite Strecken ziemlich unspektakulär. Doch nach dem Führungstreffer von Pizarro konnte Keeper Jens Lehmann nicht aufhören zu meckern. Er flog vom Platz. Da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, musste Hüne Jan Koller ins Tor. Immerhin hielt er seinen Kasten sauber und sorgte für einige legendäre Bilder.
Eigentlich war die 1:2 Niederlage des BVB gegen den FC Bayern über weite Strecken ziemlich unspektakulär. Doch nach dem Führungstreffer von Pizarro konnte Keeper Jens Lehmann nicht aufhören zu meckern. Er flog vom Platz. Da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, musste Hüne Jan Koller ins Tor. Immerhin hielt er seinen Kasten sauber und sorgte für einige legendäre Bilder.  © imago sportfoto
Durch eine längere sportliche Durststrecke des BVB wurde die Rivalität zwischen beiden Mannschaften etwas abgeschwächt – doch dann kam Jürgen Klopp. Der Erfolgs-Trainer zog den erfolgsverwöhnten Bayern den Stecker. Im Jahr 2012 verspottete Neven Subotić Arjen Robben, nachdem dieser den Ausgleich gegen den BVB vom Punkt vergeben hatte. Dortmund gewann mit 1:0 und wurde am Ende Meister.
Durch eine längere sportliche Durststrecke des BVB wurde die Rivalität zwischen beiden Mannschaften etwas abgeschwächt – doch dann kam Jürgen Klopp. Der Erfolgs-Trainer zog den erfolgsverwöhnten Bayern den Stecker. Im Jahr 2012 verspottete Neven Subotić Arjen Robben, nachdem dieser den Ausgleich gegen den BVB vom Punkt vergeben hatte. Dortmund gewann mit 1:0 und wurde am Ende Meister. © imago sportfotodienst
Doch nicht nur das: Auch im DFB-Pokal-Finale gewann Borussia Dortmund und zerlegte die Bayern-Defensive in ihre Einzelteile. Dank eines Dreierpacks von Robert Lewandowski konnte der BVB mit 5:2 gewinnen und ein denkwürdiges Double feiern.
Doch nicht nur das: Auch im DFB-Pokal-Finale gewann Borussia Dortmund und zerlegte die Bayern-Defensive in ihre Einzelteile. Dank eines Dreierpacks von Robert Lewandowski konnte der BVB mit 5:2 gewinnen und ein denkwürdiges Double feiern.  © imago sportfotodienst
Das gefiel natürlich vor allem einem nicht: Uli Hoeneß (l.). Der Bayern-Boss und Hans-Joachim Watzke (r.) belebten die Rivalität auch immer wieder außerhalb des Platzes und hauten sich reihenweise Sprüche um die Ohren.
Das gefiel natürlich vor allem einem nicht: Uli Hoeneß (l.). Der Bayern-Boss und Hans-Joachim Watzke (r.) belebten die Rivalität auch immer wieder außerhalb des Platzes und hauten sich reihenweise Sprüche um die Ohren.  © imago sportfotodienst
Und dann sollte die große Revanche folgen. Mit Jupp Heynckes an der Seitenlinie wollten die Bayern 2012/2013 wieder angreifen und spielten eine Saison, die bis heute fest in den Geschichtsbüchern verankert ist. Auch das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem BVB turg dazu bei.
Und dann sollte die große Revanche folgen. Mit Jupp Heynckes an der Seitenlinie wollten die Bayern 2012/2013 wieder angreifen und spielten eine Saison, die bis heute fest in den Geschichtsbüchern verankert ist. Auch das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem BVB turg dazu bei. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Und auch Arjen Robben bekam seine Rache. In der 89. Minute spitzelte er den Ball an Roman Weidenfeller vorbei und stürzte den BVB ins Tal der Tränen. Die Bayern gewannen das Triple und waren spätestens jetzt wieder die dominante Kraft in Deutschland.
Und auch Arjen Robben bekam seine Rache. In der 89. Minute spitzelte er den Ball an Roman Weidenfeller vorbei und stürzte den BVB ins Tal der Tränen. Die Bayern gewannen das Triple und waren spätestens jetzt wieder die dominante Kraft in Deutschland.  © imago sportfotodienst
Ein weiterer Schachzug der Bayern, um den BVB auf die Plätze zu verweisen: Sie holten die besten Spieler vom großen Rivalen. Mario Götze erzielte nach seinem Wechsel an alter Wirkungsstätte das 1:0 und öffnete schon im November 2013 die Tür zur Meisterschaft. Jubeln wollte er natürlich nicht, die Wut der BVB-Fans war trotzdem groß.
Ein weiterer Schachzug der Bayern, um den BVB auf die Plätze zu verweisen: Sie holten die besten Spieler vom großen Rivalen. Mario Götze erzielte nach seinem Wechsel an alter Wirkungsstätte das 1:0 und öffnete schon im November 2013 die Tür zur Meisterschaft. Jubeln wollte er natürlich nicht, die Wut der BVB-Fans war trotzdem groß. © imago sportfotodienst
Doch auch in den kommenden Jahren gab es den ein oder anderen Aufreger. Beim DFB-Pokalsieg der Bayern 2014 erzielte Mats Hummels ein vermeintliches Tor. Doch das Schiedsrichtergespann entschied, dass der Ball nicht im Tor war - die Dortmunder wüteten. Heutzutage kann so etwas glücklicherweise nicht mehr passieren.
Doch auch in den kommenden Jahren gab es den ein oder anderen Aufreger. Beim DFB-Pokalsieg der Bayern 2014 erzielte Mats Hummels ein vermeintliches Tor. Doch das Schiedsrichtergespann entschied, dass der Ball nicht im Tor war - die Dortmunder wüteten. Heutzutage kann so etwas glücklicherweise nicht mehr passieren.  © imago sportfotodienst
Der Nächste bitte: Auch Robert Lewandowski wechselte 2014 vom BVB zu den Bayern. Anders als Götze konnte der Weltstar sein Potenzial auch während seiner gesamten Laufbahn ausschöpfen. Besonders gerne traf er gegen den BVB. In 29 Spielen erzielte er 29 Tore gegen die Borussen und zog in den Duellen natürlich viel Unmut auf sich.
Der Nächste bitte: Auch Robert Lewandowski wechselte 2014 vom BVB zu den Bayern. Anders als Götze konnte der Weltstar sein Potenzial auch während seiner gesamten Laufbahn ausschöpfen. Besonders gerne traf er gegen den BVB. In 29 Spielen erzielte er 29 Tore gegen die Borussen und zog in den Duellen natürlich viel Unmut auf sich.  © IMAGO/Revierfoto
Auch im Finale 2016 fühlte sich der BVB benachteiligt. In der 39. Minute gab es eine kleine Rangelei zwischen Castro und Ribery. Der Bayern-Star packte dem BVB-Spieler sogar ins Auge – eigentlich eine klare Rote Karte. Am Ende gab es für beide Parteien allerdings gelb. Der Rekordmeister sicherte sich den Titel im Elfmeterschießen.
Auch im Finale 2016 fühlte sich der BVB benachteiligt. In der 39. Minute gab es eine kleine Rangelei zwischen Castro und Ribery. Der Bayern-Star packte dem BVB-Spieler sogar ins Auge – eigentlich eine klare Rote Karte. Am Ende gab es für beide Parteien allerdings gelb. Der Rekordmeister sicherte sich den Titel im Elfmeterschießen.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
In den Folgejahren wollte der BVB den Bayern immer wieder ein Bein stellen, ging aber in München das ein oder andere Mal unter. Trauriger Höhepunkt war das 6:0 der Bayern im März 2018. Schon zur Halbzeit hatte es 5:0 gestanden. Hitzig konnte es bei dieser Deutlichkeit kaum werden.
In den Folgejahren wollte der BVB den Bayern immer wieder ein Bein stellen, ging aber in München das ein oder andere Mal unter. Trauriger Höhepunkt war das 6:0 der Bayern im März 2018. Schon zur Halbzeit hatte es 5:0 gestanden. Hitzig konnte es bei dieser Deutlichkeit kaum werden.  © Laci Perenyi
Im Dezember 2021 gewinnen die Bayern mit 3:2 bei Borussia Dortmund, im Fokus steht aber vor allem Felix Zwayer. „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest Du?“, sagte Jude Bellingham nach dem Spiel und sorgte damit für Diskussionen. Ein umstrittener Handelfmeter und einige andere fragwürdige Entscheidungen sorgten für ordentlich Wut beim BVB.
Im Dezember 2021 gewinnen die Bayern mit 3:2 bei Borussia Dortmund, im Fokus steht aber vor allem Felix Zwayer. „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest Du?“, sagte Jude Bellingham nach dem Spiel und sorgte damit für Diskussionen. Ein umstrittener Handelfmeter und einige andere fragwürdige Entscheidungen sorgten für ordentlich Wut beim BVB. © Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.de
Auch beim 3:1 der bayern in der Rückrunde gab es eine knifflige Aktion: Nach einer Grätsche von Pavard ging Bellingham zu Boden. Weder der Schiedsrichter, noch der VAR plädierten für einen Elfmeter. Marco Rose kochte im Sky-Interview mit Patrick Wasserzieher: „Was willst du von mir hören? Ich kann jetzt auch ‘nen Purzelbaum machen, dann krieg ich auch keinen Elfmeter.“
Auch beim 3:1 der Bayern in der Rückrunde gab es eine knifflige Aktion: Nach einer Grätsche von Pavard ging Bellingham zu Boden. Weder der Schiedsrichter, noch der VAR plädierten für einen Elfmeter. Marco Rose kochte im Sky-Interview mit Patrick Wasserzieher: „Was willst du von mir hören? Ich kann jetzt auch ‘nen Purzelbaum machen, dann krieg ich auch keinen Elfmeter.“ © IMAGO/Eduard Martin
Ein Punkt, der wie eine Meisterschaft gefeiert wurde, erhitzte vor allem im Internet die Gemüter. Der viel gescholtene Anthony Modeste erzielte im Oktober 2022 das umjubelte 2:2 in letzter Sekunde und sicherte dem BVB einen Punkt. Viele Bayern-Fans verspotteten die Dortmunder für die Jubel-Szenen.
Ein Punkt, der wie eine Meisterschaft gefeiert wurde, erhitzte vor allem im Internet die Gemüter. Der viel gescholtene Anthony Modeste erzielte im Oktober 2022 das umjubelte 2:2 in letzter Sekunde und sicherte dem BVB einen Punkt. Viele Bayern-Fans verspotteten die Dortmunder für die Jubel-Szenen. © IMAGO/Joerg Niebergall/Eibner-Pressefo
Doch es gab auch einen zweiten Aufreger: Jude Bellingham traf Alphonso Davies kurz vor der Pause mit seinem Fuß im Gesicht. „Ob Absicht oder nicht, er tritt ihm volle Kanne ins Gesicht. Das ist nicht Gelb, das ist eine Rote Karte. Gelb ist es aber auf alle Fälle“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann nach dem Spiel.
Doch es gab auch einen zweiten Aufreger: Jude Bellingham traf Alphonso Davies kurz vor der Pause mit seinem Fuß im Gesicht. „Ob Absicht oder nicht, er tritt ihm volle Kanne ins Gesicht. Das ist nicht Gelb, das ist eine Rote Karte. Gelb ist es aber auf alle Fälle“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann nach dem Spiel. © IMAGO/Revierfoto
Ein weiteres hitziges Duell war ein Fernduell von Bayern und Dortmund am letzten Spieltag der Saison 22/23. Der BVB hatte es selbst in der Hand, verspielte mit einem 2:2 gegen Mainz allerdings die Meisterschaft, weil Jamal Musiala den FC Bayern kurz vor Schluss in Führung brachte.
Ein weiteres hitziges Duell war ein Fernduell von Bayern und Dortmund am letzten Spieltag der Saison 22/23. Der BVB hatte es selbst in der Hand, verspielte mit einem 2:2 gegen Mainz allerdings die Meisterschaft, weil Jamal Musiala den FC Bayern kurz vor Schluss in Führung brachte. © IMAGO/Revierfoto
Im Dezember 2024 erzielte Jamal Musiala mit einem tollen Kopfball den späten Ausgleich gegen den BVB. Im Vorfeld bekam Süle einen Freistoß ins Gesicht und musste liegen bleiben. Die Spieler von Borussia Dortmund verstanden die Welt nicht mehr. Am Ende blieb es beim 1:1.
Im Dezember 2024 erzielte Jamal Musiala mit einem tollen Kopfball den späten Ausgleich gegen den BVB. Im Vorfeld bekam Süle einen Freistoß ins Gesicht und musste liegen bleiben. Die Spieler von Borussia Dortmund verstanden die Welt nicht mehr. Am Ende blieb es beim 1:1. © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon
Beim letzten Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB gab es vor allem zwischen den Trainerbänken einige Diskussionen. Vor allem Kovac sah man immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie. Die ganz große Rivalität zwischen den Bayern und dem BVB ist allerdings etwas abgeflacht.
Beim letzten Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB gab es vor allem zwischen den Trainerbänken einige Diskussionen. Vor allem Kovac sah man immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie.  © IMAGO/Silas Schueller/DeFodi Images

Doch Dortmund muss sich von einem Rückschlag in der Champions League erholen. Nach der 1:4-Niederlage gegen Atalanta Bergamo ist die Mannschaft von Niko Kovač unter der Woche aus der Königsklasse ausgeschieden und nun gefordert, eine Reaktion zu zeigen. „Wir wollen morgen ein ganz anderes Gesicht zeigen“, so Kovač.

Was die Bayern in dieser Saison so gefährlich macht, ist das neu geformte Offensiv-Trio um Luis Diaz, Harry Kane und Michael Olise. Mit ganzen 85 Treffern nach gerade einmal 23 Spielen entfacht die Kompany-Elf eine nie dagewesene Offensivmacht. Zum Vergleich: Der BVB stellt mit 49 Toren den zweitbesten Angriff der Liga.

Taktisch gesehen wird Bayern versuchen, ihre Stärke in großen Spielen auszuspielen und das Spiel zu dominieren. Dortmund setzt auf die Unterstützung der heimischen Fans und ihre defensive Stabilität. Beide Teams verfügen über die Qualität, das gegnerische Abwehrbollwerk zu durchbrechen, was ein spannendes und offensives Spiel erwarten lässt. (hbr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Maximilian Koch

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