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Lange vermisste Grundregeln

Die Basis für eine Erfolgsstory: Kimmich über positive Veränderungen bei Bayern

Nach dem unglücklichen Ausscheiden im CL-Viertelfinale gegen Inter Mailand bemerkt Joshua Kimmich eine positive Entwicklung bei seiner Mannschaft.

München - Ganz Fußball-Deutschland war nach dem 2:2 des FC Bayern in San Siro beim italienischen Meister Inter Mailand gespannt, wie sich der deutsche Rekordmeister beim unangenehm zu bespielenden 1. FC Heidenheim schlagen würde. Durch eine Niederlage wie in der Vorsaison hätte sogar die sicher geglaubte Deutsche Meisterschaft noch einmal ernsthaft in Gefahr kommen können. Doch wer es nicht mit dem FCB hält, musste mit Ernüchterung feststellen, dass eine große mannschaftliche Geschlossenheit die Basis für einen nie gefährdeten souveränen 4:0-Sieg war.

Für FCB-Mannschaftskapitän Joshua Kimmich, der selbst das Tor zum Endstand beisteuerte, war dies ein sehr wichtiges Zeichen. Bereits direkt nach der Partie meinte er im Sky-Interview: „Es sah vielleicht heute manchmal einfach aus, war es aber nicht. Das war ein hartes Stück Arbeit.“

Teamspirit: Die Bayern feiern nach ihrem „Comeback“ in Heidenheim.

Joshua Kimmich über positive Veränderungen in der Bayern-Kabine

Gegenüber der BILD legte der 30-Jährige nach: „Ich hatte das Gefühl, dass wir gefestigter sind. Ich bin in den letzten zehn Jahren nun neunmal aus der Champions League rausgeflogen, da hatte ich oft das Gefühl, dass wir anfangen, uns selbst zu hinterfragen und mit dem Finger auf andere zeigen.

Wir haben in dieser Saison eine andere Basis miteinander — gerade innerhalb der Kabine. Dort hat keiner in den letzten Tagen Schuld bei irgendjemandem gesucht. Wir wussten alle, dass wir das Ausscheiden nicht rückgängig machen können und uns jetzt auf die letzten zwei möglichen Titel konzentrieren müssen.“

Der FCB-Mittelfeldspieler über seinen „sehr schlauen“ Trainer

Lob gab es vom Mittelfeldmotor auch für Chefcoach Vincent Kompany, vor allem für dessen Umgang mit der Mannschaft in der Öffentlichkeit. Dieser stellt sich stets schützend vor seine Spieler: „Das macht er sehr, sehr schlau. Gerade in der Öffentlichkeitsarbeit macht er es sehr geschickt und sehr schlau. Das bringt uns sehr viel, dass wir uns auf uns und unsere Leistung konzentrieren können“, so Kimmich.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass dieser Stil des 39-Jährigen im Team sehr gut ankommt. Nach dem CL-Aus in Mailand hielt der Belgier vor der Mannschaft eine bemerkenswerte Kabinenrede, die zum Einschwören auf die künftigen Aufgaben und Ziele sehr viel Anklang fand: „Wir wollen in einem Monat die deutsche Meisterschaft gewinnen. Wir wollen in zwei Monaten zur Klub-WM und gewinnen. Und wir haben in fünf Monaten schon wieder das erste Champions-League-Spiel und dann wollen wir die Champions League gewinnen.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

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