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Stimmen zu Paris St. Germain - FC Bayern

Musiala-Horror, Doppel-Rot, brutales Bayern-Aus: „Es ist tragisch – aber wir lieben ihn...“

Jamal Musiala schwer verletzt
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Jamal Musiala erlitt gegen Paris St. Germain eine sehr schwere Verletzung. Seine Kollegen schlugen angesichts der schlimmen Bilder die Hände über dem Kopf zusammen.

Atlanta – Der FC Bayern ist bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft im Viertelfinale nach einem Wahnsinnsspiel gegen Paris St. Germain ausgeschieden. Überschattet wurde jedoch alles von einer Horror-Verletzung von Superstar Jamal Musiala.

Das Spiel in der Statistik:

Paris St. Germain:Donnarumma - Hakimi, Marquinhos, Pacho, Nuno Mendes - Joao Neves, Vitinha, Fabian (79. Zaire-Emery) - Barcola (70. Dembélé), Doué (79. Hernandez), Kvaratskhelia (84. Lucas Beraldo) - Trainer: Luis Enrique.
FC Bayern München:Neuer - Laimer, Upamecano, Tah, Stanisic (33. Boey, 87. Guerreiro) - Kimmich, Pavlovic (80. Goretzka) - Olise, Musiala (46. Gnabry), Coman (80. Müller) - Kane - Trainer: Kompany.
Schiedsrichter:Taylor (England).
Tore:1:0 (78.) Doué, 2:0 (90.+6) Dembélé.
Rote Karte(n):Pacho (81./grobes Foulspiel), Hernandez (90.+2/Tätlichkeit).

Inzwischen ist klar: Der Nationalspieler (22) hat sich nach einem harten Einsteigen von PSG-Keeper Gianluigi Donnarumma das linke Wadenbein gebrochen. Zudem wurden auch mehrere Bänder in Mitleidenschaft gezogen. Im Fernsehen wurde sogar darauf verzichtet, eine Zeitlupe von der Szene zu zeigen – so grausam waren die Bilder. Der 22-Jährige soll mindestens fünf Monate ausfallen, wie die Bild-Zeitung in der Nacht auf Sonntag (6. Juli, MESZ) berichtete. Musiala soll am Sonntag mit dem Team zurück nach München fliegen und dort dann umgehend operiert werden, hieß es.

rosenheim24.de hatte über die unglückliche 0:2 (0:0)-Niederlage des FC Bayern gegen den amtierenden Champions League-Sieger bereits berichtet. Désiré Doué erzielte in der 78. Minute die Führung für die Franzosen, die den Erfolg nach Roten Karten für Verteidiger Willian Pacho (81.) und Lucas Hernandez (90.+2) in der Schlussphase mit neun Spielern über die Zeit retteten. Ousmane Dembélé (90.+6) gelang sogar noch der zweite Treffer für PSG. Insgesamt gesehen war der FC Bayern sicherlich keine zwei Tore schlechter, aber zu uneffektiv, um die mit allen Mitteln gewaschenen Franzosen zu besiegen. Angesichts der Dramatik ging am Ende fast unter, dass (Skandal-)Schiri Anthony Taylor beim letzten Auftritt von Legende Thomas Müller einen Elfmeter für die Bayern zurücknahm und zwei Tore wegen Abseits nicht gab.

Stimmen der Beteiligten:

Vincent Kompany (Trainer FC Bayern): „Wir haben uns nicht belohnt für eine Leistung, die es genau so gebraucht hat für ein Spiel gegen PSG. Das ist schade. Ich wusste, dass es ein enges Spiel wird. Es hätte 1:0, 2:0 für uns enden können oder für sie. So ist es gekommen. Es war ein Spiel mit hoher Intensität und auf einem hohen Niveau (...).“

Luis Enrique (Trainer Paris St. Germain): „Es war ein sehr intensives Spiel – ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Ich wusste, dass beide Teams über 90 Minuten viele Chancen bekommen werden. Wir sind sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Das Ende war etwas verrückt und es gab viele sehr intensive Situationen. Und beide Spieler, die eine Rote Karte bekommen haben, haben es uns noch schwerer gemacht durchzuhalten.“

Die Highlights im Video:

Thomas Müller (FC Bayern): „Wenn man verliert, ist es immer „tough“. Das muss man erstmal schlucken und verarbeiten. (...) Unser Team hat gut gespielt, wir haben in der ersten Halbzeit super dagegengehalten – auch von unserer Zweikampfstärke und vom Pressing her. (...) Ich hatte immer das Gefühl: Wir sind drauf und dran, selbst ein Tor zu machen. Wir hatten zwei Abseitstore und viele Situationen, wo nur ein Hauch gefehlt hat. Am Ende war es ein Topspiel, das hinten raus wirklich wild wurde – auch ein bisschen unfair mit den Roten Karten. Da ging es etwas zu heiß her. Dann fehlt uns eine Szene, ein Tor, um in die Verlängerung zu kommen. Aber sie haben gewonnen – und für unser gutes Spiel können wir uns am Ende nichts kaufen.“

...über die schwere Verletzung von Musiala: „Es ist brutal bitter, wenn du raus musst, weil es wirklich nicht mehr geht. In der Halbzeit hast du dann diese Momente, in denen du dich schwer tust, bei der Sache zu bleiben. Wir sind ja keine Roboter – wir haben persönliche Beziehungen. Gerade Jamal hat in den letzten Monaten einen harten Leidensweg hinter sich. Ich wünsche ihm gute Besserung.“

Manuel Neuer (Torwart und Kapitän FC Bayern) über PSG-Keeper Donnarumma: „Eine Situation, wo man nicht so reingehen muss! Das ist risikofreudig. Er nimmt die Verletzung seines Gegenspielers in Kauf. Ich bin zu ihm und habe gesagt: ‚Willst du nicht mal zu unserem Spieler hingehen?‘ Das gehört sich aus Respekt, da auch mal hinzugehen und dem Jungen alles Gute zu wünschen. Hat er dann auch noch gemacht. (…) Es gehört immer Fairness dazu. Ich hätte anders reagiert.“

Max Eberl (Sportvorstand FC Bayern): „Es ist tragisch. Wir lieben ihn (Anm. der Redaktion: Jamal Musiala) für seine Spielfreude, jetzt so ein Nackenschlag. Das ist für ihn extrem schwierig, aber wir sind für ihn da als Familie.“

... über Donnarumma: „Er hat keine Rücksicht genommen. Wenn ich mit 100 Kilo und im Sprint auf den Unterschenkel drauf springe. Kein Vorwurf, aber das Risiko geht er ein, in einer hohen Intensität.“ (mw)

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