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Enthüllung
Bayern-Supertalent Karl absolvierte Probetraining bei Real Madrid
Lennart Karl sorgt beim FC Bayern für Furore, dabei hätte das Supertalent auch bei Real Madrid landen können. Doch der Wechsel kam nicht zustande.
München – Lennart Karl ist mit gerade einmal 17 Jahren das aufregendste Talent beim FC Bayern und beweist eindrucksvoll, dass er bereits mit den ganz Großen mitmischen kann. Dabei hätte der Shootingstar des deutschen Rekordmeisters seine Karriere auch bei Real Madrid beginnen können. Im SZ-Podcast „Und nun zum Sport“ enthüllt Sebastian Leisgang diese bemerkenswerte Anekdote.
Der Journalist kommt aus der Nähe von Karls Heimatort Frammersbach, kennt die Familie des Bayern-Talents persönlich und gibt nun exklusive Einblicke: Der damals zehnjährige Karl durchlief tatsächlich die Sichtungsrunden von Real Madrid und durfte 2018 im legendären Santiago Bernabéu vorspielen.
Darum kam der Wechsel von Lennart Karl zu Real Madrid nicht zustande
Der Weg nach Madrid war stark: Von einem Sichtungstraining in Großkrotzenburg über die nächste Runde in Memmingen bis schließlich zur Einladung nach Spanien – Karl hatte sich gegen hunderte Konkurrenten durchgesetzt. Doch der Wechsel zu den Königlichen kam nicht zustande.
„Das mit Real Madrid hat damals bekanntlich nicht geklappt. Der Papa hat mir dann später gesagt, dass er sehr froh drum ist, weil er das Gefühl hatte, dass es da gar nicht so um seinen Jungen ging, sondern darum, Verträge für große Berater-Agenturen auszuhandeln“, erklärt Leisgang im Podcast die Hintergründe.
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Vater Steffen Karl sollte recht behalten. Statt den schnellen Weg über eine frühe Vermarktung zu gehen, setzte die Familie auf eine organische Entwicklung des Talents. Also ging Karl den klassischen deutschen Nachwuchsweg. Von Eintracht Frankfurt zurück zum Heimatverein Viktoria Aschaffenburg, bevor 2022 schließlich der Sprung zum FC Bayern gelang.
In München beeindruckte er zunächst im Jugendbereich, ehe er im Juni bei der Klub-WM sein Profidebüt feierte. Die Zahlen sprechen seither für sich: Sechs Tore und zwei Assists in 21 Pflichtspielen. Besonders in der Champions League setzt Karl neue Maßstäbe. Mit 17 Jahren und 290 Tagen ist er der jüngste Spieler der Geschichte, dem in drei aufeinanderfolgenden Spielen Tore in der Königsklasse gelangen.
Es ist eine Marke, die selbst Superstars wie Kylian Mbappé (18 Jahre, 113 Tage) oder Erling Haaland (19 Jahre, 94 Tage) nicht erreichten. Während Real Madrid 2018 möglicherweise zu sehr auf kommerzielle Aspekte fokussiert war, profitierte Karl von einer bedachteren Herangehensweise. Trainer Vincent Kompany schwärmt heute von seinem Schützling, der sich trotz seiner geringen Körpergröße von 1,68 Metern mit technischer Brillanz und taktischer Intelligenz durchsetzt.
Karl arbeitet beim FC Bayern gerade eindrucksvoll daran, ein Star zu werden. Womöglich ruft bald Bundestrainer Julian Nagelsmann an. Für Real Madrid bleibt die Geschichte derweil eine Mahnung. Wenn die Verantwortlichen des spanischen Rekordmeisters nun zurückblicken, dürften sie sich sicherlich darüber ärgern, dass ihnen ein solches Talent durch die Lappen gegangen ist.