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Frust auf der Insel

Bayern-Star wird beim Ex-Verein schmerzlich vermisst: „War der beste Angreifer“

Während der kolumbianische Neuzugang Luis Díaz beim FC Bayern glänzt, mehren sich in Liverpool die Stimmen, dass sein Abgang ein gewaltiger Fehler der Klubverantwortlichen war.

Liverpool / München - In der vergangenen Sommer-Transferperiode wähnte man sich beim FC Liverpool als Triumphator über den FC Bayern, nachdem man dem deutschen Rivalen Super-Talent Florian Wirtz von Bayer Leverkusen vor der Nase weggeschnappt hatte. Weil sich außerdem Alexander Isak und Hugo Etikité dem amtierenden englischen Meister angeschlossen hatten, ließ man Luis Díaz zum FC Bayern ziehen. Die Reds wurden zunächst für all diese „Weltklasse-Deals“ gefeiert, aktuell wird der letzte Transfer-Sommer jedoch wesentlich nüchterner betrachtet.

CL-Spiel gegen den FC Chelsea: Luis Díaz inmitten jubelnder Bayern.

Denn der anfangs argwöhnisch betrachtete Kolumbianer ist beim FC Bayern längst mehr als nur ein hochkarätiger Neuzugang. Der 28-Jährige ist in seiner ersten Saison in München rasend schnell zu einem Schlüsselspieler in der Offensive geworden. Er glänzt mit Tempo, leidenschaftlicher Intensität und vielen Scorerpunkten (13 Tore / 7 Assists). Diese Erfolgsgeschichte beim deutschen Rekordmeister sorgt nun in Liverpool für heftige Diskussionen. Dort stellt man sich vermehrt die Frage, ob der Verkauf des Flügelstürmers nicht ein gravierender Fehler war.

Im Vorfeld des Premier-League-Topspiels zwischen Tabellenführer Arsenal und dem FC Liverpool (0:0) entwickelte sich bei Sky Sports eine hitzige Debatte. Dabei legte Daniel Sturridge legte den Finger in die offene Wunde seines Ex-Vereins – und rückte Díaz ins Zentrum seiner Argumentation. Denn für den ehemaligen Stürmer wiegt der Abgang des heutigen Bayern-Stars wesentlich schwerer, als viele LFC-Verantwortliche es sich eingestehen wollen.

Für Ex-Liverpool-Star ist der Díaz-Abgang der Grund für die schwächelnden Reds

„Die Lösung des Rätsels ist Luis Díaz“, so Sturridge ohne geringste Zweifel. „Er war der beste Angreifer der letzten Saison. Mohamed Salah hat zwar die Rekorde gebrochen, aber Díaz hat gepresst, Chancen kreiert, Tore erzielt und dem Spiel eine andere Energie gegeben.“ Zur Freude des FC Bayern liefert der kolumbianische Nationalspieler exakt diese Qualitäten Woche für Woche im Trikot des Rekordmeisters.

Als Gesprächspartner Gary Neville darüber rätselte, ob das Liverpooler Team nach dem Titelgewinn unter dem niederländischen Coach Arne Slot möglicherweise satt geworden sei, widersprach Sturridge vehement. Für den 26-fachen englischen Nationalspieler, der 2022 seine aktive Karriere beendet hatte, ist es kein mentales Problem, sondern ein strukturelles – und Díaz steht sinnbildlich dafür.

Díaz verkörpert unter Vincent Kompany jene aggressive, vertikale Spielweise, die Münchens Offensive so schwer ausrechenbar macht. Sein Pressing, seine Läufe in die Tiefe und seine Fähigkeit, Spiele mit Intensität zu prägen, haben ihn schnell zu einem unverzichtbaren Element des FCB-Spiels gemacht. In Liverpool scheint dagegen genau dieser Input verloren gegangen zu sein. Die Reds durchlebten eine äußerst mäßige Saison, sind früh aus dem Titelrennen ausgeschieden. Sturridge sieht darin eine klare Verbindung zu den personellen Abgängen – allen voran zu Díaz. „Du glaubst es nicht, aber das ist die Wahrheit“.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mladen Lackovic

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