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Emotionale Worte
Luis Diaz lässt Heimatland Kolumbien auch in München nie los
Nach einer Saison beim FC Bayern steht für Luis Diaz die WM mit Kolumbien an. Vor Turnierbeginn spricht er über seine besondere Verbindung zu seinem Heimatland.
Für Luis Diaz ist die WM 2026 weit mehr als nur ein sportliches Großereignis. In einer neuen Videoreihe des FC Bayern München spricht der Offensivstar nicht nur über Fußball, sondern auch über seine Heimat Kolumbien, das Leben fern der Familie und die Bedeutung von Kultur und Gemeinschaft für Millionen Kolumbianer auf der ganzen Welt.
Absolut Bayern – absolut hautnah! Unsere Reporter sind für euch hinter den Kulissen des Rekordmeisters unterwegs. Videos, Analysen, Interviews und viele weitere exklusive Inhalte bekommt ihr im Web, in der App und auf Social Media.
Im Mittelpunkt der Folge steht Jackson Heights im New Yorker Stadtteil Queens, eine der größten kolumbianischen Gemeinschaften außerhalb Südamerikas. Dort erzählen Restaurantbetreiber Alejandro Osorio und Musikerin Andrea Chavarro, wie sie ihre Wurzeln über Essen, Musik und gemeinsame Traditionen lebendig halten. Gleichzeitig schlägt das Video die Brücke zu Diaz, der selbst seit Jahren fern seiner Heimat lebt und genau diese Erfahrungen nachvollziehen kann.
Bayern-Star Luis Diaz: „Kolumbien ist einfach ein anderes Land“
„Was vermisse ich? Vieles. Kolumbien ist einfach ein anderes Land“, sagt der Bayern-Profi. Besonders die Nähe zu seinen Angehörigen fehle ihm im Alltag. „Ich vermisse vor allem die Menschen, meine Familie, meiner Familie nah zu sein. Das ist für mich das Wichtigste.“ Kolumbiens WM-Hoffnungsträger lässt dabei emotionale Einblicke zu.
Diese Verbundenheit begleitet Diaz auf seinem gesamten Karriereweg. Ob in Portugal, England oder inzwischen in Deutschland: Der Nationalspieler sieht jede Station als neue Erfahrung, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. „Portugal, Liverpool, jetzt Deutschland. Das waren alles unglaubliche Orte mit Sprachen, die sich von der unterscheiden, die ich gewohnt bin. Aber ich versuche, es zu genießen, mich wohlzufühlen und glücklich zu sein. Das ist für mich das Wichtigste“, erklärt der 29-Jährige.
Spätstart, Fanliebling und Familiendrama – das Leben von Bayern-Königstransfer Luis Diaz
Wie stark die Heimat auch tausende Kilometer entfernt präsent bleibt, beschreiben die beiden New Yorker Stimmen eindrucksvoll. Osorio, dessen Familie vor mehr als vier Jahrzehnten aus Kolumbien in die USA auswanderte, berichtet von den emotionalen Begegnungen in seinem Restaurant. Viele Gäste kämen nicht nur wegen des Essens. „Sie fühlten sich, als würden sie bei ihrer Mutter oder Oma essen“, erzählt er über seine Mutter, die mit ihrem Imbisswagen zur lokalen Legende wurde. Für viele Einwanderer sei ein Gericht oder ein vertrauter Geruch oft die stärkste Verbindung zur Heimat.
Ähnlich erlebt Musikerin Andrea Chavarro die kolumbianische Kultur. Für sie ist vor allem Salsa weit mehr als Musik. „Salsa bringt mich oft zum Weinen, weil es sich gewissermaßen spirituell anfühlt“, sagt sie. Die Rhythmen würden Erinnerungen an Familie, Kindheit und Herkunft wecken. Genau diese Mischung aus Lebensfreude, Zusammenhalt und Stolz auf die eigenen Wurzeln macht für viele Kolumbianer einen wichtigen Teil ihrer Identität aus.
Auch die Nationalmannschaft spielt dabei eine besondere Rolle. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft schwärmt Diaz von der Unterstützung seiner Landsleute in den USA. „Es ist unglaublich, wie die Kolumbianer die Nationalmannschaft in letzter Zeit angefeuert haben“, sagt der Bayern-Star. Gerade weil ein Großteil des Turniers in den USA stattfindet, erwartet er eine außergewöhnliche Atmosphäre auf den Rängen. Die Begeisterung sei für die Spieler zusätzlicher Antrieb, alles auf dem Platz zu lassen.
Kolumbiens Fans sind energiegeladen für die WM
Wie groß die Fußball-Leidenschaft der kolumbianischen Community tatsächlich ist, schildert auch Osorio. Wenn die Nationalmannschaft spiele, seien die Restaurants in Jackson Heights regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt. Schon bei der Copa America hätten sich lange Schlangen gebildet. „Man spürt diese Energie hier. Bei Siegen ist das unglaublich“, erzählt er. Fußball werde für viele Menschen zum emotionalen Verbindungspunkt zwischen alter und neuer Heimat.
Zum Abschluss beschreibt Diaz Eigenschaften, die er mit seinem Heimatland verbindet und die ihn bis heute prägen. „Wir Kolumbianer sind kreativ, fleißig, sehr entschlossen, sehr fröhlich und auch sehr bescheiden“, sagt der Bayern-Profi. Werte, die ihn durch seine Karriere begleitet haben und die er inzwischen auch beim deutschen Rekordmeister einbringt.
Seine Reise hat ihn durch verschiedene Länder, Kulturen und Fußballwelten geführt. Die Verbindung zu Kolumbien ist dabei jedoch nie verloren gegangen. „Ich habe tolle Erfahrungen gemacht. Ich hoffe, dass ich das noch lange teilen kann“, sagt Diaz. Gleichzeitig betont er, wie wohl er sich bei seinem neuen Verein fühlt: „Ich bin sehr glücklich, Teil dieses großartigen Vereins zu sein.“ Mal sehen, welche Erinnerungen die WM mit Kolumbien für ihn noch bereithält.(brg)