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DFB-Pokal-Finale in Berlin

FC Bayern holt das Double – HurriKANE fegt über tapfere Stuttgarter hinweg

Der FC Bayern sichert sich mit einem abgeklärten 3:0 gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal. Matchwinner in Berlin ist Dreierpacker Harry Kane. Der Ticker zum Nachlesen.

Fazit: Der FC Bayern gewinnt erstmals seit 2020 wieder den DFB-Pokal und schlägt den VfB Stuttgart am Ende deutlich mit 3:0. Lange Zeit präsentierten sich die Schwaben jedoch als die gefährlichere Mannschaft, traten aggressiv auf und kamen auch besser aus der Halbzeitpause. Dann brachte Kane die Münchner nach einer Freistoßvariante über Olise mit einem Flugkopfball überraschend in Führung.

Der Treffer zeigte Wirkung: Stuttgart fand anschließend kaum noch zurück in die Partie, während Bayern die Kontrolle übernahm und eiskalt zuschlug. Mit einem Dreierpack machte Kane den Pokalsieg schließlich perfekt. Spätestens in der zweiten Hälfte zeigte der Rekordmeister seine ganze Routine und verdiente sich den Titelgewinn.

Trotz der klaren Niederlage kann der VfB vor allem auf die ersten 55 Minuten stolz sein. Die taktisch stark eingestellten Schwaben stellten den FC Bayern über weite Strecken vor große Probleme und lieferten dem Favoriten lange ein Duell auf Augenhöhe.

Aufstellung FC Bayern:Urbig – Laimer (90. Bischof), Tah, Upamecano, Stanisic (90. Ito) – Kimmich (C), Pavlovic, Diaz, Musiala (76. Karl), Olise (90. Guerreiro) – Kane
Aufstellung VfB Stuttgart:Nübel – Hendriks, Chabot, Jaquez (64. Jeltsch) – Mittelstädt, Stiller, Chema (86. Nartey), Leweling – Führich (78. El Khannouss), Demirovic (86. Tomas), Undav (C)
Tore:1:0 Kane (55.), 2:0 Kane (80.), 3:0 Kane (90.)

ABPFIFF! Bayern München holt das Double.

90. + 5 Minute: Sieben Minuten werden übrigens nachgespielt. Der FC Bayern hat noch dreimal gewechselt. Ito, Bischof und Guerreiro kommen für Olise, Laimer und Stanisic.

90. + 2 Minuten: TOOOOOOOR für den FC Bayern! Kane, Kane und nochmals Kane! Der Engländer erledigt die Stuttgarter mit einem Hattrick, trifft, wie gewohnt, sicher vom Punkt und sichert den Bayern den Pott.

90. Minute: ELFMETER für den FC Bayern! Nach einer Außenrist-Flanke von Olise bekommt Stiller den Ball klar an den abgespreizten Arm – Schiedsrichter Jablonski zeigt sofort auf den Punkt.

88. Minute: Beim VfB läuft offensiv kaum noch etwas zusammen, während Bayern weiter auf die Entscheidung drängt. Ein abgefälschter Abschluss von Olise rauscht dabei nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

85. Minute: Die Schlussphase läuft. Die letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit sind angebrochen, dazu dürfte es wie erwartet noch eine längere Nachspielzeit aufgrund der Pyro-Show der Fanlager geben.

84. Minute: Dass der VfB hier noch einmal zurückkommt, ist nun zum jetzigen Zeitpunkt äußerst unwahrscheinlich.

80. Minute: TOOOOOOR für den FC Bayern! Kane schnürt den Doppelpack. Zunächst trifft der Engländer mit einem gefühlvollen Abschluss aus rund 20 Metern nur die Latte, doch Bayern bleibt im Angriff. Kurz darauf legt Luis Díaz im Strafraum quer auf den Engländer, der sich stark zum Tor dreht und den Ball überlegt unten rechts einschiebt.

78. Minute: Beide Teams haben gewechselt. Youngster Karl kommt für Musiala, der auch diesmal ohne entscheidenden Moment bleibt. Auf der anderen Seite kommt Bilal El Khannouss für Chris Führich ins Spiel, der heute insgesamt eher glücklos agierte.

75. Minute: Die Schwaben kombinieren sich geduldig nach vorne und arbeiten sich bis an den Münchner Strafraum vor. Dort steht Bayern defensiv jedoch kompakt. Führich bringt schließlich eine Flanke auf Chema, dessen Kopfball am linken Pfosten vorbeigeht.

71. Minute: Die Stuttgarter wirken zunehmend eingeschüchtert. Das Tor von Harry Kane scheint die Schwaben aus dem Tritt gebracht zu haben. Denn aktuell kontrollieren die Bayern die Partie und lassen derzeit kaum Zweifel aufkommen. Dennoch bleibt die knappe Führung wacklig – Stuttgart als künftiger Champions-League-Teilnehmer besitzt jederzeit die Qualität, zurück ins Spiel zu finden.

69. Minute: Pavlovic stoppt den anlaufenden Leweling und wird dabei noch angeschossen – die Szene endet mit Abstoß für den FC Bayern.

67. Minute: Derzeit ist insgesamt wenig Struktur im Spiel zu erkennen, dennoch läuft die Partie weiter und die Akteure scheinen sich auf die Bedingungen eingestellt zu haben. Trotz des offensiv bislang eher zurückhaltenden Auftritts führt der Rekordmeister und ist auf Kurs Pokalsieg. Für Stuttgart bleibt Hoffnung, da noch über 20 Minuten zu spielen sind und zudem eine längere Nachspielzeit zu erwarten ist.

65. Minute: Stuttgart findet kaum noch ins Spiel. Die mehrfachen Unterbrechungen in den vergangenen Minuten haben dem VfB sichtbar den Rhythmus genommen. Aktuell ist von den Schwaben offensiv wenig zu sehen, auch wenn die Partie inzwischen weiterläuft und auf dem Platz wieder Intensität aufgenommen wurde.

62. Minute: Laimer vergibt die große Chance auf das 2:0! Nach einem Schlenzer von Luis Díaz ins rechte Eck kann Nübel nur nach vorne abwehren, doch der Österreicher setzt den Abpraller aus kurzer Distanz über das leere Tor.

60. Minute: Die Partie ist weiterhin unterbrochen. Olise nutzt die Pause für einen kurzen Austausch mit den Bayern-Reservisten Bischof und Karl auf der Bank. Doch Schiedsrichter Jablonski pfeift dann wieder an, auch wenn weiterhin ein dicker Rauchdunst über dem Platz hängt.

55. Minute: TOOOOOOR für den FC Bayern! Eine einzige Aktion genügt dem Engländer – und der FC Bayern geht in Führung. Kimmich spielt einen Freistoß kurz nach rechts auf Olise, der Tempo aufnimmt und von zu großem Abstand seines Gegenspielers profitiert. Seine Flanke mit dem eigentlich eher schwächeren rechten Fuß findet Kane am Fünfmeterraum, der sich von der Abwehr löst und per Kopf zur Führung trifft. Danach wird das Spiel aufgrund von Pyro-Rauch aus beiden Fanlagern im Olympiastadion unterbrochen.

51. Minute: In beiden Fanlagern wird Pyrotechnik gezündet, woraufhin Schiedsrichter Jablonski die Partie kurz unterbricht. Nach wenigen Sekunden wird das Spiel jedoch wieder freigegeben.

50. Minute: Nübel rutscht beim Abschlag kurz weg, bringt den Ball aber dennoch bis an die Mittellinie. Stuttgart schaltet über Leweling schnell um, doch der Flügelspieler macht zu wenig aus der Gelegenheit und flankt ins Toraus. Bayern versucht derweil, nach der Pause rasch wieder die Kontrolle zu übernehmen.

48. Minute: Olise dringt mit Tempo und viel Ballsicherheit in den Strafraum vor und findet Kane. Im Duell mit Chabot geht der Angreifer zu Boden, doch Schiedsrichter Jablonski lässt die Partie weiterlaufen.

47. Minute: Schiedsrichter Jablonski greift früh ein: Musiala stellt Führich ein Bein und wird vom Referee zur Ordnung gerufen. Insgesamt steigt die Intensität, mehrere Spieler bewegen sich bereits am Rand einer ersten Gelben Karte.

46. Minute: Der zweite Durchgang in Berlin läuft!

Halbzeit: Der VfB Stuttgart stellt den FC Bayern vor große Probleme: Die Schwaben sind offensiv klar im Vorteil und erarbeiten sich die besseren Chancen, allen voran Mittelstädt fällt dabei positiv auf. Die Münchner hingegen wirken in der Offensive bislang blass und weitgehend abgemeldet.

45. Minute: Eine Minute wird im ersten Durchgang nachgespielt.

42. Minute: Kimmich bringt einen Freistoß aus dem Halbfeld scharf in den Strafraum auf Kane, der den Ball zunächst kontrolliert und aus kurzer Distanz abschließt. Nach einem Zweikampf mit Hendriks geht der Angreifer zu Boden – ein Foul liegt jedoch nicht vor.

40. Minute: Jeltsch wird zunächst doch nicht eingewechselt, wodurch es auf der VfB-Bank wieder ruhiger wird. In der eigenen Hälfte kommt Chema gegen Olise zu spät, Schiedsrichter Jablonski entscheidet auf Foul, verzichtet aber auf eine Verwarnung.

38. Minute: Der VfB ist seit längerer Zeit vor allem defensiv gefordert, während Bayern versucht, Lücken zu finden – bislang jedoch ohne Durchschlagskraft.

36. Minute: Nübel muss nun mal richtig eingreifen: Stanisic hat weit vor dem Strafraum viel Rasen vor sich und zielt wuchtig aufs VfB-Tor. Stuttgarts Keeper ist schnell untern und faustet den Ball weg.

34. Minute: Urbig ist diesmal auf dem Posten und faustet eine gefährliche Ecke von Mittelstädt aus der Gefahrenzone. Für Chabot scheint es hingegen nicht weiterzugehen – der Verteidiger muss raus, Jeltsch macht sich bereits für die Einwechslung bereit.

32. Minute: Tah findet Musiala mit einem guten Steckpass in der gegnerischen Hälfte, der kurz aufdreht und Kane einbindet. Dessen Linksschuss wird jedoch sofort von einem Stuttgarter Verteidiger geblockt. Danach die nächste Unsicherheit bei Urbig: Der von Nagelsmann als Trainingskeeper für die USA nominierte Torhüter spielt einen Querpass unkontrolliert ins Seitenaus.

30. Min: Der FC Bayern kommt erstmals zum Abschluss: Luis Díaz zieht zentral durch und schließt flach durch die Beine eines Gegenspielers auf Nübel ab, der sicher zupackt. Insgesamt bleibt München offensiv aber weiterhin blass und kaum im Spiel.

27. Minute: Führich hat im Gegenstoß links viel Raum, zieht nach innen und versucht es mit einem Schlenzer ins rechte untere Eck. Der Abschluss bleibt jedoch zu harmlos, sodass Urbig sicher zupacken kann.

26. Minute: Alle Augen auf das Duell zwischen Jeff Chabot und Harry Kane! Offensichtlich hat Sebastian Hoeneß den Abwehr-Chef des VfB damit beauftragt, dem Star-Stürmer der Bayern nicht von der Seite zu weichen. Kane holt sich zeitweise den Ball als Innenverteidiger vor dem eigenen Tor bei Urbig ab, Chabot bleibt indes weit in der gegnerischen Hälfte verbissen an Kanes Rücken dran.

24. Minute: Bemerkenswert: Der VfB Stuttgart kommt bereits nach nicht einmal einer halben Stunde auf fünf Torschüsse – und damit mehr als Leverkusen im gesamten Halbfinale gegen Bayern (vier).

22. Minute: Olise bringt eine gefühlvolle Flanke von rechts in den Strafraum, wo Nübel am Fünfmeterraum daneben greift. Der Ball springt über Kane hinweg von der Schulter des Stürmers deutlich über das Tor. Währenddessen muss Chabot im Stuttgarter Strafraum nach einer möglichen Verletzung behandelt werden.

20. Minute: Ein Fehlpass von Chabot leitet eine Bayern-Chance ein: Musiala reagiert schnell, setzt sich im Laufduell gegen den Abwehrchef durch, wird aber noch entscheidend abgedrängt. Anschließend halten die Münchner sich kurz am Strafraum fest, ehe ein Chip von Kimmich in Richtung Kane zu ungenau gerät.

17. Minute: Mittelstädt kommt aus der Distanz zum Abschluss: Nach Ablage von Undav zielt er flach ins rechte untere Eck, doch Urbig macht sich lang und lenkt den platzierten Schuss zur Ecke. Diese bleibt anschließend ohne Gefahr für den FC Bayern.

15. Minute: Der VfB Stuttgart kontrolliert die Partie überraschend und zwingt Bayern zunehmend in die Defensive. Die Schwaben agieren mit und gegen den Ball klar strukturiert und lassen den Rekordmeister kaum zur Entfaltung kommen.

13. Minute: Bayern kommt erstmals in eine Kombination rund um den Stuttgarter Strafraum, doch Stanisic steht auf der linken Seite im Abseits – die Fahne geht entsprechend hoch.

11. Minute: Stuttgart übernimmt zunehmend die Kontrolle und kommt gefährlicher vor das Tor. Undav setzt sich im Strafraum durch und legt auf Mittelstädt ab, dessen Abschluss aus spitzem Winkel nur das Außennetz trifft. Bayern findet offensiv kaum Lösungen – Kimmichs Vorstoß bleibt ohne Anspielstation, da der VfB das Münchner Spiel gut unterbindet.

8. Minute: Ein abgefälschter Schuss von Führich segelt gefährlich in den Fünfmeterraum, doch bevor Demirovic zum Abschluss kommt, ist Urbig zur Stelle und klärt die Situation.

6. Minute: Der deutsche Meister kontrolliert zwar den Ball, findet aber noch kaum Wege in die gegnerische Hälfte. Auffällig ist dabei Kane, der sich früh mehrfach tief fallen lässt und als Spielmacher aus dem Mittelfeld agiert.

4. Minute: Ein misslungener Abschlag von Urbig landet direkt bei Chema, doch Stuttgart spielt die Szene nicht sauber aus. Über Undav gelangt der Ball zu Stiller, dessen Abschluss jedoch deutlich am Tor vorbeigeht.

3. Minute: Bayern findet langsam ins Spiel: Musiala wird im Umschaltmoment gefoult, der anschließende Freistoß von Kimmich aus dem Mittelfeld verpufft jedoch ohne Abnehmer im Strafraum.

1. Minute: Nach nur dreißig Sekunden bekommen die Stuttgarter eine Ecke von rechts. Deniz Undav köpft den Ball anschließend aufs Tor, aber der Kopfball kommt ohne Druck in die Richtung von Jonas Urbig geflogen, der den Ball ganz leicht auffangen kann.

Anpfiff! Das DFB-Pokalfinale ist eröffnet. Die Bayern stoßen an und spielen im ersten Durchgang von rechts nach links.

Update, 19.50 Uhr: Die Eröffnungszeremonie des DFB-Pokal-Finals ist in vollem Gange. Die Spieler finden sich derweil zum Einlauf im Tunnel des Olympiastadions für den Einlauf zusammen.

Update, 19.40 Uhr: FCB-Cheftrainer Vincent Kompany sprach bei der ARD im Interview über seine Vorfreude auf das Finale und eine Zielsetzung: „Wir wollen das Spiel einfach gewinnen. Wir haben oft gegen Stuttgart gespielt und wir haben ganz, ganz großen Respekt vor dem, was die da machen. Es ist ein Finale und das haben wir genauso verdient wie Stuttgart.“ Des Weiteren lobte der belgische Erfolgstrainer den Fan-Aufmarsch in der Hauptstadt: „Wenn das Finale so gut ist, wie unsere Fans heute in Berlin, dann passt alles. Ich glaube, dass beide Mannschaften, die heute im Finale stehen, die besten Leistungen bisher gebracht haben.“

Update, 19.33 Uhr: Max Eberl über das Pokalfinale am ARD-Mikro: „Es ist ein großartiges Spiel. Stuttgart gegen Bayern, zwei Top-Mannschaften, die im Pokalfinale aufeinandertreffen, was willst du mehr?“ Zum fehlenden Neuer hatte Eberl zudem weitere Informationen parat. „Es ist nicht besorgniserregend für die Weltmeisterschaft. Jetzt spielt halt Jonas Urbig. Es ist sein erstes Pokalfinale, er hat jetzt ein Jahr viel spielen können und kann heute wieder zeigen, wie gut er ist.“

Update 19.25 Uhr: Zum bereits vierten Mal in dieser Saison treffen Bayern und Stuttgart aufeinander – bislang mit klaren Vorteilen für den Rekordmeister. Der FCB gewann den Supercup im August 2025 in Stuttgart, feierte anschließend ein deutliches 5:0 in der Liga und machte vor rund einem Monat mit einem 4:2 in der Allianz Arena vorzeitig die deutsche Meisterschaft perfekt.

Update, 19.20 Uhr: Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann dürfte das Finale aufmerksam verfolgen: Insgesamt elf Akteure aus seinem am Donnerstag nominierten WM-Kader stehen im Endspiel-Aufgebot. Mit Kimmich, Tah, Leweling, Musiala, Pavlovic, Stiller und Undav beginnen gleich sieben Nationalspieler in der Startelf.

Update, 19.08 Uhr: VfB-Coach Sebastian Hoeneß verändert seine Startelf nach dem 2:2 in Frankfurt kaum. Lediglich Jaquez rückt für Nartey ins Team, wodurch sich die taktische Ausrichtung der Schwaben verändern könnte – offen ist, ob Stuttgart mit Dreier- oder Viererkette startet. Kapitän Karazor sitzt zunächst auf der Bank.

Update, 19.00 Uhr: Die Aufstellungen beider Teams sind da! Vincent Kompany setzt im Olympiastadion bis auf den fehlenden Manuel Neuer auf seine Topbesetzung. Im Vergleich zum 5:1 gegen Köln rücken Stanisic, Pavlovic und Olise zurück in die Startelf, während Bischof, Goretzka und Karl zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Update, 18.55 Uhr: Herzlich willkommen zum heutigen Live-Ticker. Der FC Bayern München und der VfB Stuttgart stehen im Finale des DFB-Pokals von Berlin und spielen ab 20 Uhr um den Pott.

Erstmeldung: Das Olympiastadion in Berlin ist bereit für ein Finale mit besonderer Geschichte: Sechs Jahre nach dem letzten Endspiel greift der FC Bayern München wieder nach dem DFB-Pokal. Gegner am Samstagabend (alle TV-Infos hier) ist der amtierende Titelverteidiger VfB Stuttgart. Während die Münchner ihre ohnehin starke Spielzeit vergolden möchten, träumen die Schwaben von einer erfolgreichen Titelverteidigung.

„Ich habe wirklich Bock auf einen Sieg morgen, das ist das Einzige, was zählt in diesem Moment“, sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany unmittelbar vor dem Finale. Die Vorfreude beim deutschen Rekordmeister ist entsprechend groß. DFB-Kapitän Joshua Kimmich sprach vor dem Endspiel von einer besonderen Atmosphäre rund um den Verein.

„Generell ist es immer etwas sehr Besonderes, nach Berlin zu kommen. Das merkt man beim Klub, in der Mannschaft, sogar in der Familie, dass sich wirklich jeder darauf freut – auch weil wir so lange nicht dabei gewesen sind. Wir werden alles reinhauen“, sagte Kimmich, der mit dem VfB Stuttgart auf seinen Heimatverein trifft. Für den FC Bayern ist es bereits die 25. Finalteilnahme im DFB-Pokal – Rekordwert! Nur vier dieser Endspiele verloren die Münchner bislang.

Auch sportlich könnte das Finale historisch werden. Unter Vincent Kompany spielt der deutsche Meister eine außergewöhnliche Saison: 45 Siege aus 54 Pflichtspielen. Die pure Dominanz im deutschen Fußball. Mit einem weiteren Erfolg würde der Vereinsrekord aus der Triple-Spielzeit 2012/13 eingestellt werden, obwohl man dieses Jahr „nur“ das Double holen würde. „Diese Saison spricht meine Mannschaft seit dem ersten Tag von diesem Pokal. Wir wollen ihn wieder nach München bringen“, erklärte Kompany.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis. © ETIENNE ANSOTTE
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft. © VINCENT VAN DOORNICK
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte. © IMAGO / pmk
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. © IMAGO / Norbert Schmidt
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt.
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt. © IMAGO / Thorge Huter
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte.
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte. © IMAGO/Simon Bellis
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren.
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren. © Back Page Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität.
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität. © IMAGO/Philip Oldham
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“.
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“. © IMAGO/Nico Vereecken
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen.
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung.
Kompany und Touré feierten beide große Erfolge mit ManCity. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung. © Matt McNulty/Jmp/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz. © Javier Garcia/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander.
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander. © IMAGO/Steven Paston
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt.
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt. © "Schalke 04 v Manchester City"
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel.
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“.
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“. © Martin Rickett
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie.
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie. © IMAGO/Mark Cosgrove/News Images
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln.
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln. © Paul Currie/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken.
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis.
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis. © IMAGO / Pro Shots
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an.
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an. © BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie.
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie. © IMAGO/Jimmy Bolcina
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha.
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha. © IMAGO/Vincent Van Doornick
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany.
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany. © IMAGO/Neal Simpson/Shutterstock
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert.
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert. © IMAGO

Im Mittelpunkt steht erneut Top-Stürmer Harry Kane. Der Engländer erzielte in dieser Saison bereits 58 Pflichtspieltore und führt mit sieben Treffern auch die Torjägerliste des laufenden Pokalwettbewerbs an. Damit nähert er sich sogar einer historischen Marke von Vereinslegende Gerd Müller – diese lag in der Saison 1972/73 bei 66 Toren. Die bisherigen direkten Duelle sprechen klar für den Rekordpokalsieger. Alle drei Begegnungen in dieser Saison gewannen die Bayern deutlich, darunter ein 5:0 in Stuttgart und ein 4:2 in München.

Auch das Supercup-Duell zum Saisonauftakt ging an die Münchner. VfB-Coach Sebastian Hoeneß will daraus dennoch die richtigen Schlüsse ziehen: „Wir schauen uns alle Spiele an und analysieren alle Spiele – egal, wie weit sie zurückliegen. Wir wollen dieses Mal konsequenter sein über einen längeren Zeitraum. Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung. Die nehmen wir uns vor.“

Leon Goretzka feiert Abschiedsspiel im Pokalfinale

Auch die Personalie von Leon Goretzka dürfte im Verlaufe des Abends besonders interessant werden. Der 31-Jährige spielt in Berlin das letzte Mal im Bayern-Dress und feiert nach über acht Jahren seinen Abschied aus München. Die ideale Voraussetzung, um im Pokalfinale von Anfang an auf dem Feld zu stehen. Bleibt abzuwarten, ob Cheftrainer Kompany dem gebürtigen Bochumer diesen Abschiedseinsatz gönnt.

Personell muss der FC Bayern im Finale auf Manuel Neuer, Serge Gnabry und Alphonso Davies verzichten. Stuttgart kann hingegen mit voller Besetzung antreten. Dennoch sieht Kompany sein Team bereit für den großen Abend in Berlin: „Wenn man fünfmal gegen Stuttgart spielt, fünfmal gegen denselben Trainer, dann kennst du den Gegner natürlich genau. Aber man sieht auch Momente, wo sie uns wehtun können.“ (LF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/nordphoto GmbH / Alexander Trienitz

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