„Liegt auch am Verein“
Vertrag läuft aus: Bayern-Star denkt nicht an Verlängerung
Ein Bayern-Star hat sich vom fast Aussortierten zurück zum Stammspieler entwickelt. Über eine Vertragsverlängerung denkt er derzeit dennoch nicht nach.
München – Lange Zeit galt Serge Gnabry beim FC Bayern bereits als aussortiert und zählte zu den Verkaufskandidaten. Nach seinem starken Saisonstart hat sich das aber geändert. In Abwesenheit von dem Verletzten Jamal Musiala übernimmt Gnabry häufig die Zehnerposition hinter Harry Kane und fühlt sich dort offensichtlich pudelwohl. Nach zehn Partien steht der 30-Jährige bereits bei sieben Torbeteiligungen.
Daher wird inzwischen nicht mehr über einen Abgang, sondern eine Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrags spekuliert. Gnabry selbst zeigt sich diesbezüglich allerdings gelassen und schiebt den Spielball zum FC Bayern. „Am Ende des Tages liegt es auch am Verein, auf mich zuzukommen. Wann das passieren wird, oder auch nicht passieren wird, sehen wird in der Zukunft“, sagte er auf einer Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft.
Bayern will Gnabry-Vertrag unter einer Bedingung verlängern
Heißt im Umkehrschluss: Bisher kamen noch keine Signale vonseiten des Vereins, der laut Bild allerdings grundsätzlich offen für eine Verlängerung ist. „Die Bayern haben ein grundsätzliches Interesse, mit ihm zu verlängern“, sagte Bild-Reporter Tobi Altschäffl jüngst. Jedoch müsse er die Leistungen der vergangenen Wochen „jetzt schon weiter zeigen. Also dieses Jahr passiert da nichts mehr, eher Frühjahr oder Beginn des Jahres.“
Sollte Gnabry also bis dahin weiter so abliefern wie bisher in der Saison, ist eine Verlängerung denkbar – zumindest unter einer Bedingung. Der DFB-Star muss dem Boulevardblatt zufolge zwingend auf Gehalt verzichten. Zu den aktuellen Konditionen – Gnabry verdient wohl zwischen 17 und 18 Millionen Euro – werden die Münchner demnach nicht verlängern.
Für Gnabry indes ist das alles Zukunftsmusik. „Ich konzentriere mich darauf, gut zu spielen und mir keinen Kopf zu machen.“ Bisher klappt das offenbar sehr gut. Abzuwarten bleibt jedoch, wie sich seine Rolle und Spielzeit verändert, wenn Musiala wieder zurückkehrt. Der Platz im Zentrum ist dann wieder für den 22-Jährigen reserviert, auf den Flügelpositionen sind Luis Diaz und Michael Olise gesetzt. Es könnte also nochmal eng für Gnabry werden. (dwe)
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