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„Hat nicht gut funktioniert“
Ex-DFB-Star Hitzlsperger fällt Nagelsmann-Fazit und äußert Neuer-Vermutung
Thomas Hitzlsperger wird die WM mit der ARD als Experte begleiten. Doch bereits vor dem Turnier teilt er seine Meinung zum Bundestrainer und zur Neuer-Kausa.
Die Debatte um die Nummer eins im deutschen Tor bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko scheint kein Ende zu nehmen, dabei galt Oliver Baumann über die gesamte WM-Qualifikation und restliche Vorbereitung als gesetzt. Doch die Gerüchte um ein DFB-Comeback von Manuel Neuer halten sich hartnäckig und werden immer konkreter. Dabei war der frühere Welttorhüter bereits nach der Heim-EM 2024 zurückgetreten.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Zahlreiche Experten haben in den vergangenen Wochen bereits ihre Meinung abgegeben. Auch Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger äußerte sich nun in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“ zu der Thematik: „Ich hab in den letzten Tagen häufiger das Wort ‚Eiertanz‘ gelesen, ich glaube, das trifft es ganz gut“, so der 44-Jährige. „Eigentlich denkt man, es sind nur Profis am Werk, und trotzdem herrscht Unklarheit.“
Ex-Nationalspieler Hitzlsperger fühlt mit Baumann mit
Hitzlsperger erklärt weiter: „Eigentlich ist Manuel Neuer ja zurückgetreten und es gibt gar keinen Anlass, weiter darüber nachzudenken oder zu sprechen und plötzlich hat man ein Thema in der Öffentlichkeit, das weder der Bundestrainer gestern Abend (im ZDF-Sportstudio am Samstag; Anm. d. Red.) abgeräumt hat, noch Manuel Neuer noch was dazu beigetragen hat, sondern alle diskutieren und spekulieren und klar ist gar nichts.“
Da sich Nagelsmann nicht klar hinter Baumann stellt, wird für den 52-Nationalspieler eine Neuer-Rückkehr „immer wahrscheinlicher“. Dennoch fühlt er mit dem Hoffenheimer Keeper mit: „Er kann einem nur leidtun, wenn die Entscheidung auf Manuel Neuer fällt.“ Ob Neuer tatsächlich im deutschen Aufgebot steht, wird sich mit der offiziellen Nominierung am kommenden Donnerstag, dem 21. Mai, zeigen.
Das Quartier der DFB-Elf bei der WM 2026: Billard, Schach und ganz viel Idylle
Hitzlsperger hält es jedoch auch für möglich, dass Nagelsmann sich bereits davor zu der Personalie äußern wollte, dann jedoch ausgebremst wurde: „Vielleicht hat er vorgehabt, zu sagen, dass Manuel Neuer die neue Nummer eins ist, und dann verletzt er sich gegen Köln. Und dann merkt er, er kann es doch nicht sagen.“
Neuer musste beim 5:1-Heimsieg der Bayern in der 60. Minute mit Wadenproblemen vom Platz und wurde von Jonas Urbig, der sich selbst auch noch Chancen auf eine WM-Nominierung ausrechnen kann, ersetzt. Wie gravierend Neuers Blessur ist und ob das Pokalfinale am kommenden Samstag sowie etwaige Nordamerika-Reisen in Gefahr sind, ist bisher nicht bekannt.
Hitzlsperger kritisiert Nagelsmanns Kommunikation
Generell hadert Hitzlsperger jedoch mit Nagelsmanns Vorgehen: „Er ist ein sehr erfahrener Trainer, aber in der Kommunikation als Bundestrainer ist er trotzdem auch noch jung. Es täte gut, wenn er Leute an seiner Seite hätte, die ihn gut beraten würden. Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, würde ich behaupten: Die Beratung hat nicht gut funktioniert“, zieht er als Fazit und wird sogar noch deutlicher: „Ideale Vorbereitung sieht anders aus.“
Besonders hebt er darüber hinaus den Unterschied zwischen Vereins- und Bundestrainer hervor: „Dieses Amt ist sehr, sehr groß. Er hat nicht jede Woche ein Spiel, über das er dann sprechen kann und sich wieder aufs Neue vorbereiten kann, sondern er hat viel Leerlauf. Und plötzlich hat er verschiedene Themen, mit denen er sich beschäftigen kann und teilweise auch muss. Da wird die Kommunikation viel wichtiger, als das Tagesgeschäft auf dem Trainingsplatz. Da sind so viele Hürden mittlerweile.“ (hbr)