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Fußball-Prominente besuchen Sonderlehrgang
Ex-Bayern-Star Boateng feiert ersten Erfolg in neuer beruflicher Karriere
Jérôme Boateng ist nun ausgestattet mit der B-Lizenz und steht für neue Aufgaben als Trainer bereit. 22 weitere Spieler folgten seinem Beispiel.
Oberhaching – Welcher Ex-Weltmeister hat denn hier erfolgreich die Schulbank gedrückt? An der Sportschule Oberhaching ist der erste Sonderlehrgang des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zum Erreichen der Trainer-B-Lizenz abgeschlossen worden. Mit der Übergabe der Zertifikate durften 23 aktive und ehemalige Profis – darunter der Weltmeister (2014) Jérôme Boateng – ihre bestandenen Prüfungen feiern.
Ex-Bayern-Star Boateng besteht Trainer-Prüfung
„Es war eine echt harte Zeit“, resümiert Simon Skarlatidis von der SpVgg Unterhaching, einer der neuen B-Lizenz-Inhaber. Er erklärt in einer Pressemeldung des BFV: „Neben dem Alltag im Verein noch den Trainerschein zu machen, war schon eine Herausforderung. Da gab’s bei mir die eine oder andere Nachtschicht.“ Der 33-Jährige lobte allerdings auch die Rücksichtnahme des Verbands für die Bedürfnisse und Abläufe in den Vereinen.
Bayern Münchens Ex-Star Jérôme Boateng, der derzeit beim Linzer ASK spielt, äußert sich ebenfalls erfreut über seine neue Qualifikation. „Jetzt ist es ein tolles Gefühl, ich bin erleichtert und auch ein Stück weit stolz“, erklärt der 36-Jährige. Die Ausbildung habe ihn bestärkt, seine eigene Trainer-Philosophie zu entwickeln: „Wo der Weg hingeht, werden wir sehen. Noch spiele ich ja!“
Verbandstrainer Steffen Winter betont, dass das Team des BFV über das Normalmaß hinaus Inhalte von den Teilnehmern gefordert habe, da viele der angehenden Trainer aus dem aktiven Spielbetrieb kämen: „Am Ende freut es uns, dass wir mit unserer Qualität etwas zurückgeben konnten und wir uns ein Stück weit auch auf Augenhöhe bewegen mit Spielern, die mit Fußball Geld verdienen.“
Zusätzlich absolvierten weitere bekannte Namen wie Tim Handwerker und Christopher Schindler vom 1. FC Nürnberg sowie sieben Spieler vom TSV 1860 München, darunter Kapitän Jesper Verlaat, die Ausbildung. Verlaat bemerkt: „Der Perspektivwechsel vom Spieler hin zum Trainer ist schon gewaltig.“
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Boateng plant nach aktiver Karriere als U19-Co-Trainer zu arbeiten
Mit dem Erwerb der B-Lizenz strebt Boateng an, im Trainerberuf Fuß zu fassen. Er plant, nach seiner aktiven Karriere als Co-Trainer bei der U19 des Linzer ASK zu arbeiten, wie ihn sport1.de im Oktober zitierte: „Viele große Trainer, wie zum Beispiel Thomas Tuchel, haben als Co-Trainer bei den Junioren angefangen. Ich will dort Erfahrungen sammeln, lernen, aber auch meine Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben.“
Der Lehrgang fand in den Monaten September bis November statt, wobei die Teilnehmer an insgesamt zwei Tagen pro Monat Unterricht hatten. Die Ausbildung endete mit einer Prüfung zur Erlangung der Lizenz. Die Aussichten für Boateng und seine Mitstreiter sind vielversprechend – der erste Schritt in eine mögliche Trainer-Karriere ist gemacht. (chnnn)