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Sorgen im Umfeld der Frankfurter

Eintracht-Stürmer steht nun in der Pflicht

Elye Wahi konnte den Nachweis seiner Klasse bei Eintracht Frankfurt noch nicht erbringen. Die Bosse mahnen weiterhin zur Geduld.

Frankfurt – Der Abgang von Omar Marmoush hat im Umfeld von Eintracht Frankfurt zu einem herben Stimmungsdämpfer geführt. Das Team vermisst die Tore und Vorlagen des Ägypters schmerzlich, die gute Laune ist trotz Rang drei aktuell nicht mehr da. In den Duellen beim FC Bayern München (0:4) und gegen Bayer 04 Leverkusen (1:4) waren die Hessen chancenlos.

Eintracht-Bosse haben noch Geduld mit Wahi

Trainer Dino Toppmöller will das Thema Marmoush nicht mehr aufkommen lassen. Doch der für den Sockelbetrag von 20 Millionen Euro verpflichtete Elye Wahi konnte in seinen ersten 142 Minuten nur in Ansätzen zeigen, was in ihm steckt. Die Bindung zum Team fehlt noch, Gefahr konnte der 22-Jährige bislang keine ausstrahlen. Eine Soforthilfe sieht anders aus.

Elye Wahi geht einer Diskussion nicht aus dem Weg

„Es ist nicht die dankbarste Aufgabe als Stürmer gegen Bayer zu spielen. Du musst viel hinterherlaufen. Es wäre unfair, ihn an diesem Spiel zu messen“, nahm ihn Toppmöller nach Abpfiff der Partie in Schutz. Es sei zwar nicht der Wahi gewesen, den man erwarten könne. Aber er bekam wertvolle Spielpraxis und Rhythmus.

Sportvorstand Markus Krösche blieb ebenfalls gnädig in seiner Bewertung: „Es war nicht so einfach für Elye. Die Räume, in denen er gefährlich sein kann, haben wir nicht angespielt. Die Laufwege sind noch nicht abgestimmt mit den anderen Jungs.“ Panik oder Unruhe? Diese ließ Krösche nicht aufkommen: „Das ist ein ganz normaler Prozess.“

Eintracht-Ziel: Wahi soll in der Crunchtime funktionieren

Nach Informationen von fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA, war von Beginn an das Ziel, Wahi für die ab sofort startende Crunchtime in Bestform zu bekommen. Der französische Angreifer hat seine körperlichen Defizite aufgearbeitet und war gegen Leverkusen bereit, 72 Minuten zu spielen. Auch sein Nebenmann Hugo Ekitiké startete nicht vom ersten Tag an durch und half erst im Endspurt der Vorsaison. Der Sprung von der Ligue 1 in die Bundesliga ist vor allem physisch ein großer.

In den kommenden Wochen sollte Wahi allerdings zünden. Die Eintracht ist noch weit entfernt davon, hier einen Millionenflop zu sehen. Nach knapp sechs Wochen wäre ein solches Urteil auch völlig verfrüht. Doch an den Duellen in der Europa League gegen Ajax Amsterdam und in der Bundesliga gegen Union Berlin und Bochum wird er gemessen. Dabei geht es nicht um die utopische Erwartung, sofort den Impact eines Omar Marmoush zu haben.

Platzt bei Eintracht-Millionenmann gegen Ajax der Knoten?

Aber die bislang vor allem im Training gezeigten Qualitäten müssen dann auch auf dem Platz umgesetzt werden. Der FC Bayern und Bayer sind nicht die Gradmesser, auch wenn in Summe 1:8 Tore enttäuschend und frustrierend waren. Die Verunsicherung, die auf dem Platz um sich griff, packte natürlich auch Wahi, der nach einer schwierigen Zeit in Marseille erst wieder Selbstvertrauen tanken muss.

Möglicherweise platzt am Donnerstag (21 Uhr) in Amsterdam der Knoten. Es wäre beim Versuch, den dritten Rang zu verteidigen, ein wichtiger Schritt nach vorne. Und es täte dem Team gut, schnell wieder in die Spur zu finden. Noch haben die Hessen im Endspurt als Tabellendritter und Europa League-Achtelfinalist alles in der eigenen Hand - und Wahi die Möglichkeit, das aktuell in Teilen sehr nervöse Fanumfeld auf seine Seite zu ziehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jürgen Kessler

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