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Zweiter Sieg in Folge
Dortmunds Wiederaufstieg: Eine Szene als Spiegelbild
Der BVB konnte in der aktuellen Bundesliga-Saison erstmals zwei aufeinanderfolgende Siege verbuchen. Im Spiel gegen St. Pauli ragte ein Spieler besonders heraus.
Dortmund - Bei Borussia Dortmund ist die gute Laune zurück - zumindest ein Stück weit. Mit dem 2:0-Sieg gegen St. Pauli am Samstag machte der BVB den zweiten Dreier in Folge perfekt: Ein Novum in dieser Bundesliga-Saison. Die Schwarz-Gelben residieren zwar trotzdem immer noch auf Platz zehn der Tabelle, aber die Formkurve zeigt endlich wieder nach oben.
Adeyemi: „Es geht auf jeden Fall noch mehr“
Dafür war am Hamburger Millerntor besonders ein Mann verantwortlich: Karim Adeyemi. Mit einem Tor und einer Vorlage trug er maßgeblich zur Dortmunder Jubelstimmung bei. „Die letzten Spiele habe ich ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt“, resümierte er. „Sie waren ganz okay von mir. Es geht aber auf jeden Fall noch mehr. Ich kriege Spielzeit. Darüber bin ich sehr glücklich, und wenn wir die Spiele gewinnen, bin ich noch glücklicher.“
Für Sportdirektor Sebastian Kehl stand die Art und Weise, wie Adeyemi das 2:0 erzwungen hatte, sogar spiegelbildlich für die Entwicklung der Dortmunder insgesamt seit dem Amtsantritt von Trainer Niko Kovac (53) Anfang Februar.
Adeyemi hatte sich in der 58. Minute bei einem Konter erst gegen seinen Gegenspieler Philipp Treu durchgesetzt. Auch durch ein versuchtes Foulspiel des Pauli-Spielers ließ sich der viermalige Nationalspieler nicht aus dem Tritt bringen und schob den Ball überlegt ins Tor.
Bundesliga-Erfolge machen Lust auf die Champions League
„Früher wäre er vielleicht auch mal hingefallen. Aber heute bleibt er stehen und marschiert weiter“, freute sich Kehl. „Ich finde, das ist ein bisschen das Spiegelbild für die ganze Mannschaft - nicht hinfallen und liegenbleiben, sondern sich wehren.“ Das Team habe unbedingt dieses Spiel gewinnen wollen. „Und da braucht man am Ende auch so Aktionen.“
Das macht Mut, auch für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den OSC Lille am Dienstagabend (21.00 Uhr/Amazon Prime). Dennoch: Der BVB hat nach den schwierigen Monaten unter Ex-Trainer Nuri Sahin die Wende unter dessen Nachfolger Kovac noch längst nicht geschafft.
Alle Winter-Neuzugänge der Bundesliga in der Übersicht
Erstmals in dieser Saison zwei Bundesligaspiele nacheinander gewonnen, im dritten Pflichtspiel nacheinander zu null gespielt zu haben und wieder in Sichtweite der Champions-League-Plätze zu sein, sind aber womöglich Indizien für eine Trendwende.
Noch gibt es einiges zu tun. Im Angriff ist vieles abhängig von Serhou Guirassy, der in Hamburg mit seinem 14. Saisontreffer auch die Führung erzielte (50.). Die erste Hälfte im Spiel beim Aufsteiger vom Hamburger Kiez erinnerte zudem mehr an die Leistung beim erschreckenden 0:2 beim Abstiegskandidaten VfL Bochum vor zwei Wochen als an das fulminante 6:0 gegen den 1. FC Union Berlin vor einer Woche.