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„Es ist ein besonderes Gefühl“
DFB-Star feiert erfolgreiches Comeback nach fast 150 Tagen Verletzungspause
Für Kai Havertz ist eine lange Leidenszeit endlich vorbei. Der Nationalspieler feiert ein wichtiges Comeback – und darf sich WM-Hoffnungen machen.
London – Als Kai Havertz an der Seitenlinie stand und sich zur Einwechslung bereitmachte, war der Moment längst überfällig. Fast fünf Monate wartete der Nationalspieler darauf, endlich wieder auf dem Platz zu stehen. Nach einer schweren Knieverletzung, die ihn im vergangenen August ausbremste, gingen 147 Tage Geduld, Reha und Training vorbei – bis der 26-Jährige beim FA‑Cup-Auftritt des FC Arsenal in Portsmouth wieder zurück in den Wettbewerb fand.
Während das Spiel zum Zeitpunkt seiner Einwechslung bereits entschieden war, spürte man die Erleichterung des Offensivspielers deutlich. „Es ist ein besonderes Gefühl, es ist großartig für mich. Ich bin einfach glücklich, wieder bei den Jungs zu sein“, sagte Havertz nach der Partie. Zwischenzeitlich musste der 26-Jährige nochmals sein Comeback verschieben.
DFB-Star Kai Havertz feiert erfolgreiches Comeback nach langer Leidenszeit
Die Begegnung beim FC Portsmouth begann holprig. Bereits in der 3. Minute lag Arsenal hinten, nachdem Keeper Kepa Arrizabalaga einen Schuss nur abprallen ließ und Colby Bishop zur frühen Führung der Gastgeber abstaubte. Doch die Gunners reagierten abgeklärt. Standardstärke war erneut ihr Mittel der Wahl: Ein Eigentor durch Andre Dozzell brachte das 1:1, ehe Gabriel Martinelli per Kopf die Partie drehte.
Es war ohnehin die One-Man-Show von Martinelli: Der Brasilianer zeigte eine starke Leistung, erzielte einen Hattrick und sorgte nahezu im Alleingang für klare Verhältnisse. Nicht einmal der verschossene Strafstoß von Noni Madueke brachte Unruhe, zu konsequent und dominant agierte das Arteta-Team auch mit einer deutlich veränderten Achse.
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Havertz kam in der 69. Minute ins Spiel und zeigte sofort Präsenz, auch wenn eine zwingende Torchance ausblieb. Viel bedeutender war aber das Signal, das seine Rückkehr sendet – sportlich wie emotional. Arteta zeigte sich sichtlich zufrieden und schwärmte erneut von seinem Schützling: „Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen. Wir müssen ihn fit halten, er ist ein wichtiger Spieler für uns“.
Für das DFB-Team eröffnet sich damit ebenfalls ein wichtiger Hoffnungsschimmer. Bundestrainer Julian Nagelsmann will im WM-Jahr möglichst früh Klarheit über ein grobes Gerüst seines WM-Kaders gewinnen – und Havertz spielt in diesen Planungen eine zentrale Rolle. Der 4:1‑Erfolg bedeutet für Arsenal nicht nur den souveränen Einzug in die nächste Runde, sondern vor allem die Gewissheit, dass sich der Kader rechtzeitig vor den entscheidenden Monaten wieder auffüllt.
Schon am kommenden Mittwoch (14. Januar) bietet sich für Havertz die nächste Möglichkeit, weitere Minuten zu sammeln – erneut im Pokal, dann beim FC Chelsea. Dass er schon jetzt eine neue Dimension ins Team bringen kann, davon ist Arteta überzeugt. Seine Mannschaft profitiert von jedem Schritt nach vorn – und Deutschland ebenso. (kus)