Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Kommentar
Der Gruppensieg der Nationalmannschaft ist verdient – aber auch gefährlich!
Das DFB-Team hat den Einzug in die K.o.-Runde perfekt gemacht. Der emotionale Sieg täuscht aber über manche Probleme hinweg. Ein Kommentar von DFB-Reporter Manuel Bonke.
Julian Nagelsmann nutzte die zur WM eingeführte obligatorische Trinkpause in der ersten Halbzeit zur vorgezogenen Kabinenansprache an der Seitenlinie. Intensiv redete der Bundestrainer auf seine Spieler ein und gestikulierte dabei energisch. Zu diesem Zeitpunkt waren gegen die Elfenbeinküste erst 25 Minuten absolviert. Doch Nagelsmann hatte bereits gemerkt, dass das zweite Gruppenspiel dieser Weltmeisterschaft alles andere als nach Plan verläuft.
Nach dem 0:1-Rückstand in der 30. Minute durch Franck Kessie wackelte das Team um Joshua Kimmich insbesondere nach dem Seitenwechsel bedenklich. Zumindest für ein paar Minuten sah es tatsächlich danach aus, als würde die Mannschaft von jetzt auf gleich in sich zusammenbrechen. Willkommen in der harten WM-Realität! Das spektakuläre 7:1 im Auftaktspiel gegen den Fußballzwerg aus Curacao hatte darüber hinweggetäuscht, was sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder angedeutet hatte: Dieses DFB-Team ist ein fragiles Gebilde.
Deutschland beweist Nehmerqualitäten
Umso höher ist es Kapitän Joshua Kimmich und seinen Kollegen anzurechnen, dass sie in der kritischen Phase gegen die frech aufspielende Elfenbeinküste Widerstandsfähigkeit bewiesen haben und am Ende als Sieger von Platz gingen. Oder um es mit den Worten des Bundestrainers zu formulieren: „Wir sind mit Rückschlägen gut umgegangen. Wir brauchen nicht von Weltspitze zu sprechen. Vor drei Wochen war ja noch alles in Schutt und Asche.“
Der emotionale Sieg war auch dem goldenen Händchen des Bundestrainers zu verdanken, der mit Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling gleich drei neue Offensivkräfte einwechselte. Der Mut von Nagelsmann wurde belohnt: Undav drückte eine perfekte Flanke von Amiri zum 1:1 über die Linie und sorgte in der Nachspielzeit für das 2:1. Der Nationalcoach ist überzeugt: „Das kann Kräfte freisetzen!“ Der Gruppensieg der DFB-Elf ist verdient, aber auch gefährlich.
Joker und Undav retten Deutschland – DFB-Noten gegen die Elfenbeinküste
Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag wird Nagelsmann nicht darum herumkommen, harte Personalentscheidungen zu treffen und mit seinen viel zitierten Rollen zu brechen. An Undav führt in der Startelf kein Weg mehr vorbei: Bei diesem Turnier gibt es keinen deutschen Spieler, der das Momentum mehr auf seiner Seite hat und im Alleingang den Unterschied macht.