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Interessante Einblicke
DFB-Kapitänin Gwinn foppt vor EM-Start ihre ehemalige Teamkollegin
Vor dem Beginn der Frauen-EM hat DFB-Kapitänin Giulia Gwinn über ihre Rolle im Team gesprochen – auch ihre Vorgängerin blieb nicht unerwähnt.
Frankfurt – Die Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz steht kurz vor der Tür. Die deutsche Nationalmannschaft gehört zum erweiterten Kreis der Favoritinnen. An ihrer Spitze steht bei einem großen Turnier zum ersten Mal Giulia Gwinn. Die Rechtsverteidigerin ist seit einigen Monaten Kapitänin der DFB-Auswahl, beerbte in dieser Position Nationalmannschafts-Legende Alexandra Popp.
Gwinn verteilt humorvolle Spitze an Ex-Kapitänin Popp
Vor dem großen Turnier hat Gwinn über ihre neue Rolle gesprochen – und sich dabei eine humorvolle Spitze gegen ihre Vorgängerin nicht verkniffen. „Alex war ja natürlich schon jemand, der sehr verbal war, der sehr laut geworden ist teilweise“, erzählte Gwinn. „Ich bin jetzt nicht die, die ständig rumschreit und Leute irgendwo zurechtweisen möchte.“
Auch ihre Teamkollegen sehen in Gwinn eine ruhige Persönlichkeit. „Sie ist eine sehr empathische Person. Sie ist sehr offen, sie geht auf die Spielerinnen zu, sie hat auch immer ein offenes Ohr“, meinte Sara Däbritz. Bundestrainer Christian Wück beschrieb Gwinn als „charakterlich sehr fest“, Lena Oberdorf nannte die Spielerin des FC Bayern „eine Topfrau für den Job“. Auch Vize-Kapitänin Janina Minge ist begeistert: „Sie will, dass sich alle Spielerinnen wohlfühlen, dass sie überhaupt keine Angst haben müssen, hier zu sein. Das ist eine Qualität, die Giulia extrem ausmacht.“
Bundestrainer Wück nominiert Kader für EM 2025: Diese 23 Spielerinnen sind dabei
Für Gwinn und die deutsche Nationalmannschaft beginnt die Europameisterschaft am Freitag (21 Uhr, alle TV-Infos hier) in St. Gallen gegen Polen. Am Dienstag (8. Juli, 18 Uhr) geht es im zweiten Gruppenspiel dann gegen die dänische Auswahl, abschließend steht am nächsten Samstag (12. Juli, 21 Uhr) das Spiel gegen Schweden an. Für Gwinn ist die EM gleichzeitig Chance und Herausforderung. Chance, weil es einen großen Titel zu gewinnen gibt. Herausforderung, weil der Druck von mehr Verantwortung auf ihren Schultern lastet.
Dass Gwinn mit besonderen Herausforderungen umgehen kann, hat sie in ihrer Karriere schon mehrfach bewiesen. Gleich zweimal warfen sie Kreuzbandrisse im Knie für lange Zeit aus der Bahn. Einen „extremen Kampf“ erlebte sie während der ersten Reha. Sie habe stark sein wollen, „obwohl es in mir drin ganz anders aussah“. (mbo)