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Umstrittene Geste

BVB-Fans kritisieren Emre Can für provokanten Jubel

Emre Can jubelt nach seinem Tor als Joker auf provokante Weise. Einige BVB-Fans kritisieren den Kapitän für seine umstrittene Geste.

Dortmund – Für Emre Can war es am vergangenen Freitagabend ungewohnt. Zum ersten Mal in dieser Saison setzte Trainer Nuri Şahin den Kapitän von Borussia Dortmund auf die Ersatzbank.

„Es war nicht schön“, gab Can hinterher bei DAZN zu. Şahin sagte: „Es war keine Entscheidung gegen Emre. Er ist unser Kapitän.“

Dortmunds Trainer wechselte Can gegen den 1. FC Heidenheim erst in der 79. Minute ein. In der Nachspielzeit erhielt der BVB einen Elfmeter, der Kapitän legte sich die Kugel zurecht und verwandelte den Strafstoß zum 4:2-Endstand. Beim anschließenden Torjubel wirkte Can zunächst ernst, ehe er mit seiner rechten Hand einen redenden Mund nachahmte und den Zeigefinger vor seine Lippen hielt.

Cans Jubel war „an die anderen“ gerichtet – BVB-Fans reagieren

„Der Jubel war nicht an den Trainer gerichtet, auch nicht an die echten Fans hier im Stadion. Sondern an die anderen“, erklärte der 30-Jährige, der damit offensichtlich seine Kritiker verstummen lassen wollte.

Bitte still sein: Emre Can sandte eine Botschaft an seine Kritiker.

Cans Geste kam aber bei einigen BVB-Fans nicht gut an. Diese hätte er „nicht machen müssen“, schreibt ein User unter Cans Instagram-Post. „Man soll berechtigte Kritik gelten lassen, es macht einen stärker. Du musst lernen, dich unterzuordnen, dann werden auch die Leistungen wieder stimmen. Ich wünsche dir das Allerbeste, aber dazu bedarf es mehr an spielerischer Qualität“, fügt dieser „echte Fan“ hinzu.

Ein weiterer Fan schreibt: „Am besten kannst du die Hater mit Leistung verstummen lassen und nicht mit einem Elfer, nachdem man eingewechselt wurde. Sowas hast du nicht nötig.“

Kehl mit Rückendeckung für Can

Can wird im Umfeld des BVB immer wieder kritisch gesehen. Die Diskussionen gehen auch an Sportdirektor Sebastian Kehl nicht vorbei. Der stärkte am Sonntagabend bei Sky90 Can den Rücken: „Ich stehe komplett hinter ihm – er ist unser Kapitän. Ich kann diese Diskussionen nicht nachvollziehen und natürlich beschäftigt das auch einen Spieler, der mit harter Arbeit versucht für diesen Klub zu stehen.“ In der Kabine habe Can derweil „eine unglaubliche Akzeptanz“, so Kehl.

Rubriklistenbild: © IMAGO / osnapix

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