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Mit klaren Worten

Bundeskanzler Merz schaltet sich in VAR-Debatte ein

Bei Caren Miosga hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zum Videobeweis geäußert. Er vertritt dabei eine klare Meinung und findet deutliche Worte.

Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich überraschend in die Debatte um den Videoassistenten (VAR) im Fußball eingeschaltet. Der BVB-Fan und ehemalige Aufsichtsratsmitglied von Borussia Dortmund kann sich die Abschaffung des umstrittenen Systems vorstellen. In der ARD-Sendung Caren Miosga äußerte sich der CDU-Chef am Sonntagabend bei einer Schnellfragerunde deutlich kritisch zum Video-Beweis.

Friedrich Merz hat sich überraschend über den Videobeweis geäußert.

„Ich hätte nichts dagegen, wenn man ihn wieder abschafft und auf die Entscheidungen von Schiedsrichtern vertraut“, erklärte Merz seine Position. Seine Begründung: „Wir haben ja mittlerweile auch vier davon bei jedem Spiel dabei und dann sollten die das auch entscheiden können.“ Der Bundeskanzler sieht in der aktuellen Praxis mit mehreren Unparteiischen auf dem Platz ausreichend Kompetenz für korrekte Entscheidungen.

Merz heizt Videobeweis-Diskussion erneut an

Besonders kritisch sieht Merz den „Wunsch nach totaler Perfektion“ im modernen Fußball. Für ihn sei dabei eine Grenze überschritten worden. Der VAR wurde in der Bundesliga in der Saison 2017/18 eingeführt, in der 2. Liga folgte die Implementierung 2020/21. Seitdem spaltet das System Fans, Experten und Funktionäre gleichermaßen. Ähnliches trifft auf die 50+1-Regelung zu, zu der sich Merz ebenfalls bereits äußerte.

Trotz seiner deutlichen Worte räumte Merz ein, noch keine endgültige Position zu haben. Er erkenne durchaus, dass der VAR „auf der einen Seite auch die Möglichkeit zur Korrektur einer Entscheidung für die Schiedsrichter“ biete. Diese Ambivalenz spiegelt die gesamte Diskussion um den Videoassistenten wider, die seit Jahren die Fußballwelt beschäftigt.

Mit seiner Äußerung bringt sich Merz in eine Diskussion ein, die weit über den Sport hinausgeht. Die VAR-Debatte berührt grundsätzliche Fragen über Technologie, menschliche Entscheidungen und die Akzeptanz von Fehlern. Als Politiker mit Fußball-Hintergrund – er war bis Juni 2014 im BVB-Aufsichtsrat tätig – verleiht Merz der Diskussion eine neue Dimension und zeigt, dass der Videoassistent auch in höchsten politischen Kreisen für Gesprächsstoff sorgt. (tb)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Uwe Koch

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