Im Heimspiel gegen Memmingen
Nach 3:1-Führung noch 3:5 – Starbulls blieben erstmals ohne Punkt
Zum ersten Mal in dieser Saison sind die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd ohne Punkt geblieben. Im Heimspiel gegen Memmingen behielten die Starbulls zwar ihre Stärke im Powerplay, verloren aber am Ende mit 3:5.
Rosenheim – Am siebten Spieltag der laufenden Saison in der Eishockey-Oberliga Süd stehen die Starbulls Rosenheim erstmals mit leeren Händen da. Das Heimspiel gegen die Memmingen Indians ging mit 3:5 verloren, obgleich die Rosenheimer zwischenzeitlich mit 3:1 in Führung lagen. Gegen die starken Gäste aus dem Allgäu halfen letztlich auch drei Treffer im Überzahlspiel nicht.
Trainer Sicinski: „Zugeschaut, nicht geblockt und Geschenke verteilt“
Die Enttäuschung war Starbulls-Trainer John Sicinski nach der Niederlage in seinem Spielfazit anzumerken: „Wir haben alles zu kompliziert gemacht“, begann er sein Statement, merkte an, dass seine Mannen „im eigenen Drittel oft geschwommen“ seien und mit über 40 Schüssen aufs Tor viel zu viel zugelassen hätten. „Wir haben zu viel zugeschaut, keine Schüsse geblockt und Geschenke verteilt, die zu Gegentoren geführt haben.“ Und so kam Sicinski zu dem Schluss: „Das war nicht die Leistung, die man braucht, um gegen eine Top-Mannschaft zu gewinnen.“
Drei Treffer im Powerplay
Unter Umständen hätte diese Leistung schon gereicht. Immerhin gab es ja nicht nur die Powerplay-Tore des starken Dominik Daxlberger, von Maxi Vollmayer und durch Maximilian Brandl. Die Starbulls hatten auch noch mehrere hochkarätige Chancen zu weiteren Treffern, die aber allesamt von Memmingens Goalie Marco Eisenhut zunichte gemacht wurden. Der kam nach etwas mehr als 23 Minuten und dem dritten Rosenheimer Treffer für Joey Vollmer ins Gäste-Tor – und war letztlich nicht mehr zu bezwingen. „Eisenhut hat die Tür zugemacht“, musste Sicinski feststellen.
Memmingen zeigt läuferische Klasse
Und auf der anderen Seite bewiesen die Gäste, dass sie auch Offensivstärke haben. Beim ersten Treffer noch durch einen krassen Starbulls-Fehler im Spielaufbau in Szene gesetzt, spielten sich die Allgäuer immer mehr frei und zeigten große läuferische Klasse, der die Rosenheimer dann immer wieder folgen mussten – und manchmal auch nicht konnten. Sergej Topol erzielte das erste Tor der Gäste und setzte mit einem Schuss ins verwaiste Starbulls-Gehäuse auch den Schlusspunkt, dazwischen trafen mit Christopher Kasten, Leon Kittel und Linus Svedlund gleich drei Verteidiger zum am Ende keineswegs unverdienten Memminger Erfolg.
Statistik zum Spiel
- Statistik: Starbulls Rosenheim – ECDC Memmingen Indians 3:5 (2:0, 1:4, 0:1). Starbulls: Mechel (Kolarz) – Tölzer, Reinig; Vollmayer, Krumpe; Heidenreich, Biberger; Beck – Höller, Daxlberger, Edfelder; Phillips, Brandl, Snetsinger; Cornett, Leinweber, Schmidpeter; Slezak, März.
- Tore: 1:0 (10.) Daxlberger/Edfelder – PP1, 2:0 (16.) Vollmayer/Leinweber, Snetsinger – PP1, 2:1 (22.) Topol/Pekr, 3:1 (24.) Brandl/Reinig, Daxlberger – PP1, 3:2 (27.) Kasten/Pekr, Huhn – PP1, 3:3 (37.) Kittel/Pohl, Svedlund, 3:4 (40.) Svedlund/Pohl, 3:5 (59.) Topol/Pekr – ENG.
- Schiedsrichter: Kapzan und Stach; Strafminuten: Rosenheim 8, Memmingen 10; Zuschauer: 1866.
