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„Mit Glück“ gewonnen

Strittige Szene in der Crunchtime: Hat diese Strafzeit den Starbulls den Sieg eingebracht?

Goldhelm Scott Feser trug mit zwei Treffern zum Starbulls-Erfolg bei.
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Goldhelm Scott Feser trug mit zwei Treffern zum Starbulls-Erfolg bei.

„Heute haben wir mit Glück gewonnen“, hat Starbulls-Trainer Jari Pasanen nach dem 3:2-Sieg seiner Eishockeymannschaft beim EC Bad Nauheim zugegeben. Hat diese Szene den Grün-Weißen den Sieg eingebracht?

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben mit einem 3:2-Arbeitssieg beim EC Bad Nauheim den nächsten Dreier eingefahren. Zurück im Aufgebot der Grün-Weißen war Kapitän C.J. Stretch, der am Sonntag in Freiburg noch zum Zusehen verdonnert wurde. Diesmal traf es den Finnen Teemu Pulkkinen.

Der Spielfilm: Die Starbulls legten wie gewohnt ohne viel Vorgeplänkel los. Und es war wieder Goldhelm Scott Feser, der mit dem ersten Treffer für die Grün-Weißen vorlegte – und das direkt in einer Überzahl-Situation. Bedient von Shane Hanna versenkte der Deutsch-Kanadier einen satten Direktschuss zum 1:0 in das Bad Nauheimer Gehäuse. Lediglich 26 Sekunden waren von Lukas Ribariks Zwei-Minuten-Strafe verstrichen. Bad Nauheims Parker Bowles brauchte wenige Minuten später hingegen nur 13 Sekunden, um für die Roten Teufel im Powerplay den Gleichstand wiederherzustellen. Danach taten sich die Starbulls schwer und zu allem Überfluss schossen sich die Rosenheimer auch noch gegenseitig ab. Maximilian Adam traf Stürmer Fabian Dietz, der vor dem Nauheimer Kasten stand, mit einem vollen Schlagschuss auf den Bauch. Dieser sackte unter Schmerzen zu Boden, konnte aber weitermachen.

Starbulls siegen durch Powerplay-Treffer in Bad Nauheim

Im zweiten Drittel drehten die Teufel die Partie dann auf ihre Seite: Phillipp Bidoul stellte auf 2:1, in der 31. Minute hätten die Hessen dann beinahe noch eins obendraufgelegt. Lukas Ribarik verarbeitete die Scheibe neben Oskar Autio sensationell per Drehung, schoss dem Finnen aber nur auf den Schoner. Andrej Bires kam völlig frei zum Nachschuss, scheiterte aber am Pfosten.

Im Schlussdrittel waren wieder die Kurstädter näher am dritten Treffer dran als die Mannen von der Mangfall am zweiten. Mehrere hochkarätige Chancen, darunter ein weiterer Pfostentreffer, gingen auf das Konto des EC Bad Nauheim. Doch in der 49. Minute kamen die Starbulls wieder ins Spiel. C.J. Stretch bediente Dominik Kolb, dessen Schuss irgendwie auf die Torlinie purzelte, wo Dietz um Haaresbreite gegen den Ex-Rosenheimer Simon Gnyp die Kelle an das Spielgerät bekam und zum 2:2-Ausgleich einschob. Es zeichnete sich eine zähe Partie ab, in der es nicht viel schönes Eishockey zu bestaunen gab. Für den entscheidenden Treffer brauchte es am Ende dann ein Powerplay. Und wie zu Beginn der Partie sorgte wieder Goldhelm Feser für den Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis. Drei Minuten vor Schluss hatten die Rosenheimer den 1:2-Rückstand also in eine 3:2-Führung gedreht.

„Mit Glück“ gewonnen

Die Schlüsselszene: Kurz vor Ende der Partie musste Bad Nauheims Parker Bowles für zwei Minuten wegen Beinstellens auf die Strafbank. Der Kanadier checkte Starbulls-Stürmer Johannes Achatz gegen die Bande und erwischte dabei dessen Beine. Eine strittige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns in der Crunchtime. Die Starbulls nutzten das eiskalt aus und drehten die Partie mit Scott Fesers zweitem Powerplay-Treffer des Abends auf 3:2.

Die wohl entscheidende Szene: Parker Bowles schob Starbulls-Youngster Johannes Achatz von hinten in die Bande und erwischte dabei seine Beine.

Der Spieler des Spiels: Rosenheims Goldhelm Scott Feser war in den wichtigen Momenten stets zur Stelle. Sowohl den ersten als auch den entscheidenden dritten Treffer machte der Starbulls-Stürmer mit der Nummer 71.

Zum Weinen: Nicht zum ersten Mal haben sich die Rosenheimer gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller schwergetan, zu siegen. „Mit Glück“, wie Trainer Jari Pasanen zugab, holte man trotzdem die drei Punkte.

Zum Lachen: Die Special-Teams, insbesondere das gute Powerplay, haben in dieser Partie den Unterschied gemacht – und ja, die Rede ist wirklich von den Starbulls Rosenheim. Auch wenn sich die Eishockeyspieler von der Mangfall gegen Teams aus dem Tabellenkeller schwer tun, das Überzahlspiel läuft in diesen Partien wie geölt. Zwei der drei Rosenheimer Tore fielen diesmal mit einem Mann mehr auf dem Eis.

„Wir haben sehr gut angefangen“

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Wir haben sehr gut angefangen, sind dann aber von unserer Linie abgekommen und Bad Nauheim hat das Spiel übernommen. Ich bin wirklich glücklich über den Sieg. Heute haben wir mit Glück gewonnen.“

Peter Russell, EC Bad Nauheim: „Rosenheim hat stark angefangen, aber wir haben danach gut gespielt und defensiv gut agiert. Wir sind nach vorn gekommen und haben gutes Forechecking gezeigt. Die Spieler arbeiten hart, ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Zur Schiedsrichterleistung will ich diesmal nichts sagen.“

Die Spielstatistik: EC Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim 2:3 (1:1, 1:0, 0:2). Starbulls: Autio (Kolarz) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Bosecker, Van der Linde – Dietz, Stretch, Järveläinen; Feser, Sarault, Musin; Beck, Calce, Taupert; Stein, Kolb, Achatz.

Tore: 0:1 (6.) Feser/Hanna/Sarault – PP1, 1:1 (15.) Bowles/MacPherson, Bengtsson – PP1, 2:1 (24.) Bidoul/Hickmott, Koch, 2:2 (49.) Dietz/Kolb, Stretch, 2:3 (57.) Feser/Sarault – PP1.

Schiedsrichter: Klein/Heffner; Starminuten: Bad Nauheim 12, Rosenheim 6; Zuschauer: 1598.

Das nächste Spiel: Am Freitag ist die Düsseldorfer EG zu Gast im Rofa-Stadion. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

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